das hier ist keine blogpause,

ich verstecke mich.

wie der maulwurf, der jedes mal eins mit der schaufel über den kopp bekommt, sobald er aus seinem loch schaut.

März 7, 2010 | In Soso | 9 Comments | TrackBack-URL

Wenigstens ein Gutes

hat das derzeit bei mir vorherrschende Gefühl der Wert- und Hilflosigkeit: Die Großkotzigkeit von früher ist endgültig weg.

Februar 15, 2010 | In Soso | 4 Comments | TrackBack-URL

Frage an Mütter

Wird das irgendwann mal wieder alles normal mit dem Körper oder ist DAS jetzt das neue normal.

(Alles so.)

Februar 15, 2010 | In Soso | 14 Comments | TrackBack-URL

Ich würde ja noch viel mehr kaufen

wenn nicht manche Hersteller mit ihren Infos so geizten.

Ich liebe es, in der viel zu knappen freien Zeit durchs Internet zu streifen und neues Schreib- und Malzeugs kennenzulernen. Es gibt großartige Blogs, in denen Künstler ihre Bilder zeigen und, ebenso spannend für mich, auch beschreiben, mit welchen Materialien und Techniken diese zustande kamen.

Interessanterweise benutzen diese Künstler aus den USA, aus Kanada, aus Hong Kong, aus Australien oder Italien Farben, Stifte und Papier relativ weniger Firmen. Das hat weniger mit marktbeherrschender, weltumspannender Monopolstellung der betreffenden Hersteller zu tun, im Gegenteil. Oft sind es kleine, spezialisierte Firmen, Marken, die abseits der großen Bürobedarfsversorgungsketten Künstlerpapiere, Pigmente, Farben oder Stifte herstellen, welche eben nur für diesen kleinen (?) Kreis von Liebhabern interessant sind. Und so werden Links ausgetauscht und Erfahrungen mit Onlineshops, man erwägt Sammelbestellungen aus Japan, um die Portokosten nach Germany zu senken, Neuerungen werden rezensiert und aus dem Sortiment gegangene Artikel regelrecht betrauert — nachdem man noch schnell die letzten Reste davon beim Lieblingshändler aufgekauft hat, 200 Bogen für 300 Euro, oder so.

Pigment PB 60 ist nicht nur für mich in Aquarell- und Gouachefarben ein wichtiger Inhaltsstoff. Es ist ein reiner Blauton, der keinen Rotanteil enthält und somit für Mischungen, besonders mit hellen Brauntönen wie Siena gebrannt, bestens geeignet ist: Es ermöglicht einen wunderbaren Grauton.

Für viele mag unerheblich sein, welches Pigment in der Farbe enthalten ist, für mich als Kontrollfreak und andere der genannten Künstler aber bedeutet mehr Information eine erhebliche Arbeitserleichterung, über das reine Interesse hinaus. (Ich verschlinge jegliche verfügbare Information auch über die Geschichte der Farbtöne, ihre Namensgebung, ihre Pigmenteigenschaften.) Vorgefertigte Mischungen sind einerseits praktisch, andererseits aber gefährlich, denn je weniger verschiedene Pigmente enthalten sind, umso reiner scheinen die Farben. Also muß ich beachten, ob es sich um einen Einpigmentton handelt oder um eine Mischung, ob die Farbe transparent auftrocknet oder opak, ob sie lichtecht ist oder das schöne Rot im nächsten Jahr schon verschwunden ist, weil das Bild zuviel Sonne abbekommen hat.

Ich will wissen, welche Pigmente in meinen Farben vermischt — oder, am besten, unvermischt — sind, ich möchte erfahren, aus welchem Holz mein Bleistift besteht, ein Foto der Rundsiebmaschine, auf der mein Lieblingspapier hergestellt wird, sehe ich mir genau an und Informationen zum Herstellungsprozess, am liebsten mit Video und Bildbeispielen aus Künstlerhand bringen mich dazu, sofort loslegen zu wollen mit dem Zeichnen. Einige Hersteller haben sehr gut verstanden, daß sie sich nichts vergeben, wenn sie ihre Inhaltsstoffe offenlegen, wenn sie ihre Produkte genauestens etikettieren, wenn sie downloadbare Broschüren ebenso anbieten wie gedruckte Hefte, die im Laden kostenfrei neben der Ware ausliegen.

Schmincke ist einer dieser vorbildlichen Hersteller, online und auch vor Ort im Laden, Winsor & Newton ebenfalls, sowie Derwent und Faber-Castell. Je mehr ich darüber erfahren kann, was hinter dem Produkt steht, welches mich ja sowieso interessiert, umso eher bin ich bereit, es zu erwerben. 10 Euro für eine 14ml-Tube mit Kadmiumrot dunkel (PR 108) sind an der Grenze zum Bekloppten, das gebe sogar ich zu, aber es ist nun einmal ein relativ teures Pigment und einer der schönsten Rottöne.

Dagegen hält mich mangelhafte oder nicht zugängliche Information inzwischen oft vom Kauf ab: Linel Gouachefarben von Lefranc & Bourgeois etwa sind relativ preiswert und scheinen von guter Qualität zu sein, aber selbst ich, die nach einmaligem Anfixen oft alle erhältlichen Farben einer Produktlinie kaufen mußkauft, bin vorsichtig, da ich eben nicht weiß, ob Füllstoffe verwendet werden oder welche Farben eine ausgewogene Grundpalette ergeben.

Klingt das zu sehr nach Rocket Science?

[Ich bin eben gründlich.]

Februar 14, 2010 | In Mennofaktur, Soso | 4 Comments | TrackBack-URL

Stolz

Der Karpate hat letztens ganz ohne daß ich es mitbekommen hätte in einem Blog kommentiert. Als ich seinen Kommentar fand, mußte ich ihn mehrmals lesen, auch seinen Namen, und ich war sehr stolz.

[Das war so Mutti, ich bin im Fernsehen!]

Februar 4, 2010 | In Soso | No Comments | TrackBack-URL

Das mit dem Glück

verstehe ich jetzt etwas besser.

Herzlichen Glückwunsch! Viel Glück! Glück gehabt.

Hmnaja, habe ich bisher immer gedacht, sagt man eben so. Sagen alle. Sagt sich so dahin. Joa ne.

Seit die Kinder da sind ist mir erst bewußt, wieviel Glück in jeder glücklich überstandenen Situation steckt. Es müssen nicht einmal die üblichen Kinderstürzchen sein, die in den allermeisten Fällen gut ausgehen, die Momente in der Schwangerschaft, als ich blöd gestürzt bin, etliche Male (meistens aber eher auf den Kopp als auf den Bauch, der ist aber auch nicht mehr so wichtig, der Kopp, ich bin eh völlig gaga inzwischen). Der Eisklumpen, der vom Dach plumpst, gerade als die Kleine einen winzigen Schritt zur Seite gemacht hat, weg von der Stelle, wo er auftraf, der Eisklumpen hätte gereicht, sie zu erschlagen, genauso wie der Moment, als sie einen halben Treppenabsatz herunterpurzelte, sie hätte umbringen können. Eigentlich passiert täglich etwas, bei dem ich hinterher merke, daß es das hätte gewesen sein können mit einem Leben, mit etwas weniger Glück. Ich passe auf, ich lasse nicht aus den Augen, ich denke voraus und ich renne hinterher, ich bin hier und da und überall und das immer, bis auf den Augenblick, in dem etwas knackt, in dem mir der Schrecken in die Glieder fährt und abgrundtiefes Entsetzen darüber, wie schnell es gehen kann.

Ich denke nicht mehr: “Das passiert immer nur anderen.” Und eigentlich bin ich kein grüblerischer Mensch, aber dann denke ich, wenn … und will gar nicht weiterdenken.

Glückwünsche kann man nicht genug bekommen, denn das Glück — man braucht es.

Februar 4, 2010 | In Soso | 5 Comments | TrackBack-URL

Julie Paradise im Radio!

Nachträglich meine Stimme im Podcast der gestrigen Trackback-Sendung auf Fritz! zu hören, war schon etwas seltsam, beseitigte aber endgültig meine Angst, mich blamiert zu haben. Dit war schon janz in Ordnung.

Einige Kleinigkeiten seien hier aber noch einmal erwähnt und geradegerückt:

Die einzig richtige Antwort auf die Frage KungFu oder Karate? lautet natürlich KureTake. Diesen großartigen Pinselstift werde ich mir vielleicht zum Geburtstag schenken, wobei der Pinselstift von Pentel auch schon super ist. Außerdem ist Kuretake der bekannteste Hersteller von mit Wasser befüllbaren Pinselstiften, diejenigen, welche ich einst in einer Verpackung von Koh-I-Noor bei boesner erstanden habe, stammen jedenfalls von Kuretake. KungFu, pffft …

Wichtig ist mir außerdem zu betonen, daß mir eure Kommentare als solche natürlich ganz und gar nicht egal sind. Ich schreibe nur nicht darauf hin, welche zu bekommen. Hätte ich immer mögliche zustimmende oder auch ablehnende Kommentare im Hinterkopf oder würde nur posten, wenn kommentiert wird, würde ich nicht mehr schreiben können. Und natürlich löst jeder neue Kommentator ein kleines “Aha!” aus, weil ich aufs Neue weiß, wer hier so mitliest — und daß es überhaupt noch jemand tut. Eine Kommentarflaute aber macht mir nichts aus, was ich in die Weiten des Netzes entlassen habe, ist halt draußen, ganz unabhängig davon, inwieweit es eine Reaktion erfährt. Nur daß das nicht mißverstanden wird.

[Meine Mutti hat wohl Hinz und Kunz Bescheid gesagt, daß ich im Radio bin. Süß!]

Januar 24, 2010 | In Soso | 10 Comments | TrackBack-URL

Warten

Dumm, wenn die einzige Nacht, die wir seit der Ankunft des Murkels völlig durchwacht haben genau diejenige war, in der er zum ersten Mal durchschlief.

(Wir haben uns nicht ins Bett getraut, weil wir glaubten, er müsse doch jetzt jeden Moment aufwachen und hungrig sein.)

Dezember 20, 2009 | In Soso | 3 Comments | TrackBack-URL

kleinklein

Man merkt es an der Handschrift. Ich zumindest.

Wenn die Handschrift so vermurkst aussieht, ganz klein und krakelig, vielleicht noch nach links geneigt egal wie ich Blatt und Stift halte, wenn jeder Versuch eine Linie zu zeichnen aussieht wie bei Schüttelfrost, wenn man innerlich so verknotet ist wie die Krakelei, dann geht es mir nicht gut. Dann bin ich innerlich auch klein und knorrig und muß mich erst entwirren. Das dauert.

Dezember 14, 2009 | In Soso | 1 Comment | TrackBack-URL

UT

Untertitel auf Videotexttafel 150, meistens. Hach, ich liebe sie.

Der beste Weg, sich mitten in der Nacht die Zeit beim Stillen zu vertreiben, ist das schummerige Licht des Fernsehers in aller gebotenen Stille auf sich einwirken zu lassen. Schummerig ist wichtig, actiongeladene Filme gehen nicht, am besten sind Talkshows mit möglichst wenig Schnitten oder Perspektivwechseln, die kein störendes Flackern erzeugen.

Nachts an dunklen Häusern vorbeizulaufen, aus deren Fenstern nur noch sehr vereinzelt das hektische Blitzen und Blinken des Fernseher leuchtet, greller Lichtschein aufflackert und verschwindet, fand ich schon immer unangenehm. Und nur an meinem heißgeliebten Videoabend mag ich es, wenn alles um mich, Frau Anne und unsere Buffy herum düster ist, sonst schaue ich immer mit relativ heller Umgebungsbeleuchtung fern. Wenn ich überhaupt noch fernsehe.

Sehen ist eben doch das Wichtigste beim Fernsehen. Beinah bedauere ich, daß mit dem Wegfall des nächtlichen Stillens auch das nächtliche Fernsehen vorbei sein wird. Denn völlig übermüdet gegen halb vier Uhr morgens eine Dokumentation über sibirische Lachmöwen zu verfolgen, unterbrochen vom Sekundenschlaf, in dem sich das eben Gelesene mit beinah schon wahnhaften Vorstellungen mischt, hat doch seinen ganz eigenen, äh, Reiz. Überhaupt ist es eine Art hysterisches Vergnügen, wenigstens noch etwas zu lernen, wenn man schon festklemmt hinterunter einem kämpfenden, schluckenden, spuckenden, rülpsenden, furzenden, kackenden Baby, das seinerseits mir völliges Stillesein abverlangt in all seiner hektischen Schläfrigkeit.

Die Mumie aus dem Eis, Die Rückkehr der Eismumie, Die Ostsee zwischen Dänemark und Litauen, müdemüdemüde, oha, die Eismumie war blond, siehste mal, die ollen Skythen!

Toll auch die Tagesschau: Immer wenn es spannend wird, kommt die Einblendung Der Beitrag wurde in die laufende Sendung eingespielt. Daher konnte leider keine Untertitelung vorbereitet werden. Nuja.

Ach, Untertitel, ich werde euch vermissen. Oder einfach weiter ohne Ton fernsehen, mit Untertiteln von Videotexttafel 150.

November 24, 2009 | In Soso | No Comments | TrackBack-URL

Wenn das in echt auch so großartig aussieht

versuche ich es ihr abzukaufen. Oder träume davon, denn nicht alles kann man kaufen.

November 24, 2009 | In Soso | 3 Comments | TrackBack-URL

Zum Glück

hat der Karpate nur einen 30-Stunden-Vertrag. So süß unsere Kleinen auch sind, im Moment würde ich wohl eingehen, wenn ich einen Mann hätte, der sechs Tage in der Woche statt den dreien, die es bei ihm sind, unterwegs und arbeiten ist.

(Immer dieses Schielen auf andere und die Frage: Wie machen die das bloß?)

November 23, 2009 | In Soso | 1 Comment | TrackBack-URL

Deal

Die Kinder und ich, wir haben einen Deal. Der kleine Luke hat den Vertrag wohl noch nicht so ganz durch, aber langsam zieht er auch mit, so wie Leia, die sich nun schon seit einem Jahr daran hält.

Der Deal ist, daß ich den ganzen Tag über mit allem und jedem Fitzel meiner Aufmerksamkeit, meiner körperlichen Kraft und natürlich jedem letzten Funken Liebe, den ich habe, für die Kinder da bin. Dafür lassen sie mich nachts in Ruhe.

Das hat nie und wird nie bedeuten, daß ich nicht auch nachts an sie denke, aufstehe, wenn sie weinen oder gewickelt werden müssen, noch einmal gerührt an ihr Bettchen trete oder sie stille, wie es nun bei dem Kleinen noch der Fall ist, aber im Grunde gehört der Tag ihnen und die Nacht mir.

Sonst drehe ich irgendwann durch.

Und da hat ja keiner etwas von.

Frau Ami schrieb gerade, wie unpathetisch sie ihr Familienleben manchmal wahrnimmt, ohne Hoh! und Hach! und Shuhu, große Gefühle (die ja aber doch da sind, klar), daß es einfach so ist wie es ist ohne daß man noch einmal extra ein Gefühlsduselsahnehäubchen draufsetzen müßte, wie es viele tun, die ihre Schwangerschaften und Geburten und später das Leben mit Kindern bis ins Unerträgliche verklären, und wie so oft spricht sie mir geradewegs aus der Seele.

November 23, 2009 | In Soso | 2 Comments | TrackBack-URL