Achtung, Technik!

Wow, was da vielleicht bald möglich ist, hätte man sich vor 10-12 Jahren kaum vorstellen können … Auf die Frage “Und wofür braucht man das?” im Notizbuchblog fallen mir spontan Anwendungen im Bildungsbereich ein (Bibliotheken, Notizen allgemein), aber ich bin da wohl momentan etwas “vertunnelt”, überübermorgen schreibe ich schließlich meine Magisterklausur. (Es macht sich langsam leichte …. Panik! breit.)

“Wozu braucht man das?” — Pffft!

April 22, 2013 | In Soso, Video | No Comments | TrackBack-URL

Nie ganz weg

Sie war nie ganz weg, in meinen Gedanken, meinen Gefühlen, diese Freundin. Feindin später, obwohl, nein, Feindin nicht, Freundin ohne Freundschaft, oder … wie sagen, dass man jemanden vermisst, schmerzlich vermisst, mit dem man doch so gar nicht mehr reden kann.

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Heutzutage kann man jeden finden, in diesem großen Netz, das uns alle verbindet.

Ich habe mir verboten, verkniffen, sie zu finden. Habe nicht gegoogelt, Links nicht verfolgt, die mich zu ihr hätten führen können oder zu ihren Freunden, die ja auch einmal meine — eine seltsame Zeit.

Manchmal denke ich, nachdem ich zufällig bemerkte, welchen Kampf sie führt, weil sie eine Kämpferin ist, eine zarte und sanfte, aber unerbittlich (ja, das passt), dass ihr Kampf ein wenig meiner hätte sein müssen. Aber vielleicht ist das Einbildung, mein Wunsch, ich weiß nicht. Überhaupt verwirrt all das immer noch.

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Wie es aussieht, haben wir uns beide auseinander herausgeschnitten, fühlen beide .immer.noch. was das bedeutet.

März 26, 2013 | In Soso | No Comments | TrackBack-URL

1 Stunde

Februar 11, 2013 | In Soso | 1 Comment | TrackBack-URL

#3

Da hat sich wieder was angesammelt in letzter Zeit:

Story über Apollo Robbins, einen offenbar begnadeten Trickdieb:

Again, Robbins begged off, but he offered to do a trick instead. He instructed Jillette to place a ring that he was wearing on a piece of paper and trace its outline with a pen. By now, a small crowd had gathered. Jillette removed his ring, put it down on the paper, unclipped a pen from his shirt, and leaned forward, preparing to draw. After a moment, he froze and looked up. His face was pale.

“Fuck. You,” he said, and slumped into a chair.

Robbins held up a thin, cylindrical object: the cartridge from Jillette’s pen.

via wirres

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Offizierspatent? Verkaufen?

Bei der Lektüre eines viktorianischen Romans stößt man immer wieder darauf, dass eine der handelnden Figuren ihr „Offizierspatent verkauft“, um zu den dringend benötigten liquiden Mitteln zu gelangen. Ich habe mich immer gefragt, was das eigentlich genau heißen soll, war aber nie hinreichend neugierig, um das einmal nachzuschlagen. Bei meiner aktuellen Lektüre – Charles Dickens, Bleakhouse – tauchte es nun auch wieder auf. Und dieses Mal habe ich nachgeschlagen.

Die Erklärung hierfür herauszusuchen war ich bisher ebenfalls zu faul, aber dank Felix Schwenzel habe ich nun über Umwege endlich erfahren, was dahintersteckt.

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Ronny hat wohl eine der ältesten Dash Cams ausgegraben:

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Sean war zu Besuch in Stein und bei Graf von Faber-Castell, dem Bleistiftfürsten, und weil seine kleine Reihe jetzt komplett ist, verlinke ich alle 3 Teile noch einmal: Teil I, Teil II, Teil III. Daß leicht nerdige Spezialfragen zu ganz besonderen Anliegen eines Bleistiftfreundes nicht ganz ausblieben, versteht sich von selbst.

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Nicht alle haben das Jahr 2012 gut überstanden: Making A Mark blickt zurück auf die Künstler, die letztes Jahr gestorben sind.

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Nicole Balch von Making it Lovely zeigt ihre Fortschritte beim Fotografieren für ihr Blog. Hmm, da habe ich auch noch viel zu lernen.

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Willkommen bei den nicht-so-anonymen Allesteilern. Yael Armstrong von Kveller, einem New Yorker Blog mehrerer jüdischer Autorinnen, widmet sich vielen Themen, die vor allem um Kindererziehung, Elterndasein, usw. drehen. Und eben um diejenigen Eltern, die glauben, alles (mit)teilen zu müssen, was ihre lieben Kleinen tun:

Too much?

I am that mom.

If you have a Facebook, Twitter, Instagram, or a blog, you know the kind of mom I’m talking about. The one whose posts constantly contain some halfway funny anecdote about her children. Whose photo albums are so filled up with pictures of a day-by-day documentation of their little ones that you have to scroll through 100 different images of Junior covered in food to find one of her. Status updates, links to news stories, pictures of messy faces, smiling faces, crying faces, all of it stares out at you from your newsfeed as one giant example of what is annoying and over the top.

Yep. That’s me. Annoying and over the top.

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Es ist zwar schon eine Weile her, aber daß Pearl Jam zusammen mit Jay-Z 99 Problems gespielt haben, kann ich immer noch nicht ganz verkraften. Im Allgmeinen (und im Besonderen sowieso) bin ich riesiger Pearl Jam-Fan, aber das war nicht schön. Uarrrgh:

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Little Worries, große Kunst.

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Zeichnen im Schnee, sogar mit Video, wie so oft bei den wunderbaren Urban Sketchers.

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English Russia zeigt beeindruckende Aufnahmen der kirgisischen Bergwelt.

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Reiseskizze von Maarten Ruijters.

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Cabin Porn, oder Wie man vier Stunden lang Bilder kleiner Hütten anschauen kann, und länger.

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Komm an mein Herz, Tokomo!

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Chicken! So wie das hier von Teo Cheng Huat:

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Sagars Zeichnung .

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Vicandwilliam hat nach langer Zeit mal wieder Bilder rausgeholt. Herrlich!

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The Orbkeeper von Sean Andrew Murray.

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Angela Maria Russo zeichnet die Natur, in der Natur.

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Paolo Riveras Blog Self Absorbing Man wäre ja an sich schon eine Empfehlung wert, aber sind Bilder wie dieses

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die als “Wacky Reference” immer sehr viel Spaß machen.

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Roz Stendahl stellt Danny Gregorys neues Buch vor: A Kiss Before You Go. Wer dem Link zu Amazon folgt, kann sich einige Seiten in der Buchvorschau ansehen. In seinem YOUTube-Kanal gibt es Videos wie das folgende zu bewundern:

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Die wunderbare Anne Montel begrüßt das Jahr 2013.

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Oona Leganovic zeichnet unterwegs, in öffentlichen Verkehrsmitteln, oft mit dem Pentel Pocket Brush Pen. (Kann man auch kaufen, ihre Bilder (bei etsy), sowie den Stift.)

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Januar 4, 2013 | In Soso, Video | No Comments | TrackBack-URL

Last Christmas nanaa nana naa

Okay, der war gemein. Aber ich mach’s wieder gut, denn seit Tagen wühle ich mich durch das Youtube-Archiv des Radiosenders KEXP in Seattle. Aufmerksam geworden durch eine nächtliche Klickorgie, die mich schließlich von einem neuen Notwist-Song


The Notwist New Song live New Fall Festival Tonhalle Düsseldorf

zu einem Notwist-Videomitschnitt des Senders (unten) führte, freue ich mich seitdem beinahe täglich über großartige Livemusik, nett verpackt in kleinen Häppchen.


The Notwist Gravity live bei KEXP

Dezember 26, 2012 | In Soso, Video | No Comments | TrackBack-URL

Überblick #2

Da haben sich wieder gut abgehangene Links angesammelt über die letzten Tage:

Muddy Colors, ein Gemeinschaftsblog vieler großartiger Künstler, gehört zwar eigentlich unten zu “Augenschmaus”, ist aber so unglaublich ergiebig und lehrreich, spannend und schön, daß man so ziemlich jeden der Posts dort verlinken müßte. Unbedingt ansehen!!

Grungereport.net berichtet über die lustigsten Streithähne in 2012 (und läßt auch abstimmen). Jaja, Grunge lebt, Courtney auch, und Billy stänkert wo er kann. Gnihi.


Mark Lanegan kann halt einfach alles singen.

Mindy Lighthipe beschreibt, wie man übers Netz gefunden wird. Und vielleicht sogar einen Job abgreift.

Weihnachtslektüre, frische Weihnachtslektüre, nehmt, solange sie frisch ist!

Größe ist wichtig! findet Roz. Stimmt, A6 geht gar nicht.

Holgi freut sich über Lucky Luke. Und einen Verkäufer. Und die nette Begegnung

James Gurney: The Unknown Woman.

inconnue

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Augenschmaus (jeweils nach dem Klicken)

Bryan Tipton präsentiert uns seine Lucia. Umgucken lohnt sich, ist aber manchmal etwas pornös, der Gute.

English Russia zeigt Fotos von russischen Dörflern zwischen 1939 und 1941, und so seltsam dieses Blog auch ist — es ist auch immer wieder großartig, dort solche Bilder zu finden.

Ebenfalls dort gibt es eine Fotostrecke über The Girl Who Trains Foxes.

Giovanni Ciuccio hat eine neue Studie fertig, Winterbeeren. Herrlich!

Vibernum tinus gibt es bei Marianne Grundy zu sehen, eine botanische … Skizze? Studie? Aber wunderschön.

Wil Freeborn war in der Manna House Bakery. Sieht gut aus, seine Zeichnung von dort.

Kollegin Jarnie Godwin gewährt einen Blick auf eines ihrer Prüfungsstücke für den Distance learning Diploma Course der Society of Botanical Artists. Ich bin ein wenig neidisch.

Claire dagegen hat Pilze gemalt.

Kennen Sie eigentlich Paul Pope?

Oder Chamo San?

Oder, mehr in Richtung botanische Illustration gehend, Angela Maria Russo?

Un-glaub-lich! Sketchbooklive — Farbenmischen für Profis. Zwei Leben reichen nicht, so gut zu werden, wenn man das nicht irgendwie einfach schon … kann. (Die Werbung bitte ignorieren.)


Video streaming by Ustream

Jean Marie Drouets neueste Skizze.

Behance spuckt einem täglich unglaublich gute Bilder von ebenso unglaublich großartigen Illustratoren / Malern / Fotografen / Zeichnern / Digital Artists usw. entgegen, u.a. Cally Whitham mit ihren Vogelportraits.

Oder Jean-Baptiste Monge.

Oder Viktor-Miller Gausa.

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Material

Alberto von Lung Sketching Scrolls freut sich über sein Copic Wallet und einen Minenhalter. Freut man sich doch mit.

Dezember 26, 2012 | In Soso | No Comments | TrackBack-URL

Überblick

Ins Blog schreiben ist ein wenig wie alte Bekannte anrufen geworden. Langelange gab es irgendwie keinen rechten Anlaß, und je länger man sich dann nicht gemeldet hat umso größer wird die Hemmschwelle, es schließlich doch zu tun.

Glücklicherweise gab es für mich neulich einen sehr großen und erfreulichen Schubs, mich mal wieder um mein kleines vernachlässigtes Blog zu kümmern. (Ich sach nur: Geschenke!)

In all der Zeit, die hier nichts los war, habe ich aber natürlich woanders fröhlich gelesen, und da mein Feedreader inzwischen sehr von meiner Blogroll abweicht und ich außerdem finde, daß da ziemlich viele ziemlich empfehlenswerte Blogs bei sind, wird es hier ab und an eine Überblicksrunde geben, bei anderen liebe ich solche Linklisten schließlich auch. Sehr.

Contrapuntalism schreibt über Musik und Bleistifte, meistens die infamous Blackwings, diesmal aber über seinen Besuch in Nürnberg, im Headquarter des (nicht nur) Bleistifte-Herstellers Faber-Castell — manche Kinder wünschen sich zu Weihnachten einen Besuch in der Bonbonfabrik, Sean ist lieber im Stiftetraumland.

Doodlers Anonymus stellt mit Reeo Zerkos einen dieser unglaublich talentierten Illustratoren vor, denen man entweder hechelnd zu Füßen liegen oder ihnen ihre Bilder aus der Hand reißen will. Der Artikel, samt dem hier auch eingebetteten Video, ist das Tor zu einer Welt voller Bilder, die mich stundenlang nicht losgelassen hat (was man so treibt, mitten in der Nacht, wenn man eigentlich schlafen arbeiten müßte.

Tokomo sagt Danke!

Martin Z. Schröder vom Druckerey-Blog schreibt launig über Dreharbeiten zum Fälschfilm. Klischees galore!

Omar von den Urban Sketchers Berlin war im Oberholz und hat gezeichnet, nicht mehr und nicht weniger.

Marc Taro Holmes aus Montreal vom internationalen Urban Sketchers Blog wirft mal eben eine Zeichnung vom Centaur Theatre hin. (Gebäude zu zeichnen ist so unglaublich schwierig. Wer das nie selbst versucht hat, wird es kaum glauben. Still a long way to go for me …)

Ronny vom Kraftfuttermischwerk hat DAS!!! Video: Wie Schneeflocken zu ihren Formen kommen. Mußten wir uns 6mal ansehen, wobei den Kindern völlig egal war, daß sie kein Wort verstanden haben. Schnee! Magie!!

Good Illustration: Daniel Egneus “The Rape of Proserpina”.

Anleitung zum Colorieren eines Bildes mit Copics: Create a Mystical Mood on a Budget with Copic Markers. Mit Exkurs zur Farbtheorie. Ausmalen ist ja, nebenbei bemerkt, unsere Lieblingsbeschäftigung für den Sonntag, zwischen Pumuckl und Sendung mit der Maus. Ähem.

Holly Becker (decor8) und ein Video von ihrem Workshop. Sieht aus, als hätten die Damen Spaß gehabt. (Fast hätte ich auch … aber die Kinder! Die Prüfung! Arrgh.)

Zwischendurch Musik!

Und weiter mit einer Mal- und Bastelanleitung: Eine Girlande mit Vögelchen. Sühüß.

Vögelchengirlande

Was darf nie fehlen? Genau, DasNuf. (Neben mir sitzt übrigens gerade ein Systemelektroniker. Besser als nix.)

Dezember 22, 2012 | In Soso | 3 Comments | TrackBack-URL

Die Neue im Seminar

Frau Gröner ist neu an der Uni und schreibt darüber in ihrer ganz eigenen Schreibe. Schwärmerisch, lakonisch, praktisch, packend.

Manchmal denke ich, in einem meiner Seminare sitzend: “Die Gröner! Anke Gröner!” Ja, da gibt es tatsächlich eine Studentin der Semitistik, die ihr zum Verwechseln ähnlich sieht, zumindest wenn man “das Original” nur von Fotos kennt.

Dann freue ich mich immer und denke an ihre Posts, ihre Begeisterung, und daran, wie sehr ich die meisten ihrer Gedanken aber sowas von nachvollziehen kann.

Nach beinahe 5 Jahren Pause, bedingt durch Schwangerschaften und die Geburten der Kinder sowie zwei verlorene Winter durch Krankheiten (meistens ebenfalls der Kinder) hat mich das Uni-Leben seit August so richtig wieder. Auflagen mußten erfüllt werden, Exma drohte. Also nochmal so richtig reinhauen, mit Schwung und Schmackes.

Da sitze ich dann neben 20-Jährigen, maximal 24-Jährigen, Bachelorstudenten allesamt, denn den Magisterstudiengang gibt es in meinem Fach gar nicht mehr, auch keinen Master, und fühle mich wohl genauso seltsam wie die Gröner. Und lausche und staune und freue mich über alles, was ich lernen darf. Immerhin darf ich noch lernen in der Semitistik. Phönizische Inschriften lesen zum Beispiel ist ganz leicht, da ist soviel verschüttetes Hebräisch, vor 9 Jahren mal gelernt, das reicht allemal weiter als das der BAs. Die tun mir übrigens insgeheim ziemlich leid, denn sie dürfen gar nicht soviel mitnehmen wie ich bisher mitnehmen konnte an Wissen. Wieviel das ist, wird mir selbst erst nach und nach klar. Und daß ich das wohl nirgendwo sonst so leicht hätte lernen können und selbst noch viel mehr hätte machen müssen, ebenso.

Sehe ich dann die BAs, die maulen und keine Lust haben, meckern und unvorbereitet sind, überhaupt manchmal ganz uninteressiert (”Brauche ich nicht, will ich nicht, gibt es eh keinen Schein für.” — Jaja, es gibt auch großartige Ausnahmen.), erinnere ich mich an damals (hach!), als man auch in der Germanistik noch einfach so in spannende Kurse gehen konnte ohne sich über ein elektronisches Studierendenerfassungssystem namens Campus Management erfassen lassen zu müssen.

Zu Beginn des Semesters mußte ich mich aus Kursen herausschmeißen lassen und erfahren, daß es ganz eigene Masterstudiengänge in der Germanistik (”Neuere deutsche Literatur” hieß das bei uns mal) gibt, die auch extra Studiengebühren kosten, da darf man dann nicht einfach so aufschlagen und lernen, nein. Und wer sich nicht Wochen vorher angemeldet hat — in einem System, das auch nur für registrierte Bachelorstudenten funktioniert — der muß draußen bleiben. So dämlich habe ich mich lange nicht gefühlt.

Ein wenig wurde so der Alptraum vieler wahr, die in fortgeschrittenen Jahren träumen, mit 30 nochmal das Abitur ablegen zu müssen, weil irgendwas schief gegangen ist damals oder, wie DasNuf schreibt

Geträumt es wäre alle 10 Jahre nach dem Uniabschluss nötig im Dirndl mit 3 Professoren Gangnam Style zu tanzen um das Diplom zu behalten.

Nicht daß ich denke, ich wäre soviel schlauer als die anderen Studenten (dann hätte ich ja schon längst fertig sein müssen mit meinem Studium), eines bin ich sicherlich: Dankbarer. Das mag jetzt pathetisch klingen, aber den meisten ist wohl wirklich nicht bewußt, was für eine Riesenchance ihr Studium für sie bedeutet, wieviel Zeit einem praktisch geschenkt wird, zum Lernen und Finden und ja, auch Suchen. Und gerade nachdem ich durch die Baby- und Kleinkindzeit der Kinder gelernt habe, wie wichtig mir Zeit ist, weil ich für mich selbst davon so wenig hatte, und wie gern ich lerne und lese, weiß ich das jetzt sehr zu schätzen.

Im Gegensatz zu früher freue ich mich regelrecht auf Recherchetage in der Bibliothek, besonders in der Staatsbibliothek Berlin, wo ich mich derzeit höchst komfortabel auf meine Magisterklausur im Januar vorbereite. Früher war, auch hier kann ich Frau Gröner nur zustimmen, Bibliotheksrecherche mindestens dröge, oft auch erfolglos, und so habe ich dann auch immer recht schnell wieder aufgegeben. Die Atmosphäre dort war auch … oll, hat mich deprimiert und vergrault, während ich heute die Ruhe zu schätzen weiß, viele Bibliotheken renoviert sind, das meiste bereits online von zuhause recherchiert und bestellt werden kann, ich durch Newsletter und Erinnerungsmails keine Schließtage und Leihfristen mehr verpasse, viele Onlineressourcen durch VPN jederzeit auch von daheim aus erreichen kann und überhaupt ständig das Gefühl habe, letztlich sei alles aufzufinden, notfalls per E-Mail-Nachfrage an die Servicestelle. Alle sind nett und freundlich, fast alles klappt so, wie es sollte, mit freundlichen Telefonanrufen lassen sich Leihzeiten verlängern und an 4 von 5 Tagen die Woche schlendere ich nachmittags nach Hause und freue mich, daß “dit allet looft wie jeschmiert”. Was will man mehr?!

Fachlicher Austausch findet bei mir mittlerweile regelmäßig über private Arbeitsaufträge mit einigen Dozenten und wissenschaftlichen Mitarbeitern statt, die Selbständigkeit mit einem Freund als Fachlektorat/Schreibbüro ist in Planung, woanders bin ich Redaktionsleiterin einer Anwaltszeitung, zuhause bin ich Mutti, daneben Produkttesterin für meinen Lieblingskünstlerbedarfsversandhandel, freie Mitarbeiterin des Botanischen Gartens Berlin und noch mehr. So nach und nach haben sich verschiedene Standbeine, privat, beruflich, finanziell, herausentwickelt, es gibt überraschend viele Berühungspunkte auch zwischen sehr verschieden scheinenden Bereichen und all dies zusammen ermöglicht mir, auch weil “das Ende (des Studiums) naht” einen ganz anderen Blick auf mein Sein in der Uni.

Ich bin neu an der Uni und irgendwie doch nicht, ich kenne kaum einen der neuen Studenten aber fast alle Professoren, erkenne Vorteile, die sich aus meinen Erfarungen ergeben, kann Zusammenhänge sehen, die sich manchmal unmerklich über Jahre verknüpft haben, merke und weiß inzwischen, daß ich meine Zeit nicht vertan habe, daß alles ein Ganzes ergibt, daß ich mich “gebildet” habe, im Wortsinn, daß alles gut ist.

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Ein Tipp noch, Frau Gröner: Der Verlag De Gruyter hat eine neue Reihe, Erfolgreich recherchieren, mit einem extra Band für die Kunstgeschichte, und zumindest im Band für die Germanistik wird auch sehr ausführlich auf Onlinedatenbanken und Zeitschriftenrecherche eingegangen.

Dezember 20, 2012 | In Soso | No Comments | TrackBack-URL

flaf

… es soll ja menschen geben, die flaf (florian afflerbach) nicht kennen.

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(flaf bei flickr, hier sogar mit videos)

guckt euch um, schaut euch die augen aus und kauft das autokartenspiel!

Mai 6, 2012 | In Soso | No Comments | TrackBack-URL

Was man so macht in der Pause

In meinem Alter brauche ich jetzt öfter mal eine kleine Pause und so kommt es, daß ich nach einem halben Arbeitstag in der Bibliothek der HU-Afrikanistik mal eben ins Berliner Naturkundemuseum hüpfen kann. Geht schnell (weil eigentlich nur sehr quer über die Straße) und kostet extrem wenig, wenn man sich entscheidet, in den Förderverein des Naturkundemuseums einzutreten. Kostet in meinem Fall 15 € im Jahr (Student, sonst sind es 30€), dafür kann man aber auch wann immer man will hinein ohne nachzuzahlen.

Was mache ich da so in meinen Museumspausen? Na, zeichnen! Tiere zeichnen ist nämlich eigentlich eine feine Sache, nur ohne Tiere ist es genauso unpraktisch wie mit Tieren, die sich bewegen. So gut bin ich noch nicht, daß mich die Bewegung der Tiere, wie etwa beim Zeichnen im Tierpark, nicht ziemlich aus dem Konzept bringen würde. Aber ausgestopfte Tiere zeichnen ist relativ einfach. Bewegen tun sich da ja nur noch die anderen Museumsbesucher, die aber eine recht große Ehrfurcht vor der “Künstlerin” zeigen. Wirklich nett die meisten, stubsen sich gegenseitig an, mir aus dem Weg zu gehen, machen ausnehmend freundliche Kommentare und finden “das ja sehr gewagt!” (?) “so einfach hier zu malen”. Nuja, solange ich noch keine ausgestopften Tiere daheim habe, ist das die beste Möglichkeit, an meinen Zeichenfertigkeiten zu arbeiten.

Das Ergebnis sieht dann z. Bsp. so aus:

nkmskcsm

(Graphit auf Papier, je ca. A5)

Bin ich hingegen in der StaBi PoPla (meine persönliche Abkürzung für Staatsbibliothek zu Berlin, Haus Potsdamer Straße), sieht das Ergebnis meiner Pausen manchmal so aus:

bartirisaufggcsm

(Aquarell und Graphitstift auf Karton, ca. 18×24 cm)

In diesem Fall bleibt es auch so, ich bin nämlich zu feige, das Bild weiter zu bearbeiten, was zwar offensichtlich nötig wäre (die Bartiris ist nämlich lila gestreift, die Farbe der Blütenblätter bisher ist lediglich die Untermalung), aber irgendwie … manchmal komme ich mit meinen Bildern an einen Punkt, an dem es entweder wirklich gut werden kann oder ich es komplett versaue. Und wenn ich so unsicher bin wie in diesem Fall, habe ich inzwischen gelernt, einfach zurückzutreten und es sein zu lassen. Es läuft ja nicht weg, beenden kann ich es immer noch. Das ist einer der Vorteile der Aquarellmalerei, daß nichts eintrocknet oder gefirnist werden muß und dann nicht mehr bearbeitet werden kann.

Gestern habe ich das hier produziert (noch unvollendet).

stabifrbcsm

(Aquarell und Bleistift auf Passepartoutkarton, ca. 15×15 cm)

Das Bild zeigt einen Königinfrauenschuh aus den Skizzenbüchern von Franz Bauer. Für einen ersten Versuch bin ich halbwegs zufrieden.

Mal sehen, was die nächsten Pausen bringen.

(Wer mehr von meinen suchtmäßig angesammelten Aquarellkästen sowie mehr Bilder sehen möchte, der muß sich hierhin zu meinem flickr-Stream begeben. Dort gibt es auch weitere Infos zu dem Farben.)

März 21, 2012 | In Mennofaktur, Soso | No Comments | TrackBack-URL

flick flick flickr flickr

Da habe ich neuerdings einen Account. Weil die doch da so tolle Gruppen haben, die zum Beispiel nur Farbkästen zeigen. Könnte ich mir stundenlang angucken, sowas.

Januar 19, 2012 | In Soso | 1 Comment | TrackBack-URL

Es ist immer wieder seltsam,

wieviel es einem bedeuten kann, wenn jemand, den man (quasi zur Hälfte) nicht einmal persönlich kennt, etwas schreibt. Etwas aus seinem Leben, das man auf diese irgendwie sehr unvoyeuristische Art beobachten kann, beobachten darf (Danke!), denn zwar schaut man zu, liest, späht vielleicht durch das Schlüsselloch, doch dahinter die Szenerie ist eben eine Auswahl, eine allermeist sehr sorgsam getroffene Auswahl.

Und wie schaffen sie das, das man sich so hingezogen fühlt, mitfühlt ohne ekliges Mitleid, und dankbar ist für jeden Text, der nicht nur vermarktetes Event-Erlebnis KAUFEN!KAUFEN!!! MeinAutoMeinHausMeinsMeins! wie bei so vielen ist.

Diese Blogger. Vieles ist bedeutungslos geworden letztes Jahr, besonders, was so nah war, der Umkreis zerbröckelt.

Manches aber bleibt.

Danke.

September 10, 2011 | In Soso | 2 Comments | TrackBack-URL

“Was stand in der Abizeitung über euch?”

Was stand in der Abizeitung über euch? — Das fragt kein Geringerer als Malte Welding, und wenn der Herr so nett fragt, kann man schon mal antworten. Zumal es jetzt schnapsige 11 Jahre sind, die mich von der Abi-Zeit trennen.

Da steht also von mir über mich (jeder sollte sich selbst beschreiben):

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Hach, das waren noch Zeiten, Kinners, damals, als ich noch Dreadlocks hatte, fett und unbedarft war und dennoch das Glück des Lebens fand. Schließlich habe ich den Karpaten, den Mann in meinem Leben, auf der “School’s out forever”-Nach-Abi-Party kennengelernt.

Tja.

(Ist das jetzt so eine Art Stöckchen? Das erste seit einer gefühlten Ewigkeit? Und: Macht wer mit? Nilz vielleicht, oder Katrin, oder Bosch? Bosch?!?)

Juliee 11, 2011 | In Soso | 6 Comments | TrackBack-URL