
Copic-Marker auf Büttenpapier

Aubergine, Aquarell auf Kupferdruckbüttenkarton, ca. 10×15cm
Nächste Woche das zweite Referat in diesem ersten Semester nach der Kinder-Auszeit.

Ich hatte mich so halb unter Vorbehalt gemeldet, nachdem der Kleine wegen Fieber, Husten und Quengelei aus dem Kindergarten abgeholt werden sollte. Der Karpate ist ein Guter, er hat Urlaub gehabt diese Woche und sich eigentlich nur um mich und die Kinder gekümmert und dennoch waren diese zwei Wochen des Wiederzurechtfindens an der Uni die anstrengendsten seit die Kinder da sind. (Wer mir jetzt damit kommt, daß es für Muttis daheim mit den Kindern wohl doch sooo gemütlich ist, den schlage ich windelweich.)
Nun also das zweite Referat in der dritten Woche und keine Ahnung, wann ich dazu kommen soll. Die Kinder schlafen momentan nicht wirklich, erst schläft Lea nicht ein und dann wacht Benni immer vom Husten auf, jetzt ist er auch noch krank und kann nicht in den Kindergarten und die Lektüre der am dringendsten empfohlenen Bücher, die natürlich allesamt Präsenzbestand sind, wird beinahe unmöglich. Eigentlich stehen sie großenteils auch in der Staatsbibliothek, dort aber ist ausgerechnet eines der größten Magazine asbestverseucht (?) und kann bis auf weiteres nicht benutzt werden.
Mit einem kranken Kind kann ich nicht durch die halbe Stadt fahren (Benni hustet im Moment so quälend, daß es ihn dabei würgt.), mit Kind kann ich nicht in der Bibliothek sitzen, und selbst wenn ich es schaffe, Literatur zu entleihen oder zu kopieren, komme ich kaum zum Lesen, weil immer mindestens ein Kind da ist und schreit und hustet und Blödsinn macht. Davon, daß ich so gut wie gar nicht schlafe, ganz zu schweigen. (Und davon, daß mir regelrecht schwindelig ist vor Müdigkeit, auch.)
Ich denke dann immer, die anderen schaffen es ja auch, arbeiten, studieren, obwohl die Kinder noch so klein sind, die Probleme werden die gleichen sein, nur sieht man das von außen nicht. Ich sehe offenbar auch bilderbuchfit aus, einigermaßen schlank und gar nicht so wahnsinnig müde.
So kann man sich täuschen.


Das haben die Kinder (fast allein) auf der Magnettafel gemalt.


Fineliner und Copic Marker auf Aquarellpapier, mit Resten von Aquarellmischung eingefärbt