Die Geschichte eines Layouts: “Zocken” (Layout 10/10 mit dem Februarkit “Glücksgefühle” von DaniPeuss.de)

Das Februarkit “Glücksgefühle” von DaniPeuss.de hat es mir wirklich leicht gemacht, meine Fotos zu Layouts (und Minis und Project Life-Seiten) zu verarbeiten. Die Papiere und Verzierungen sind super aufeinander abgestimmt und so vielseitig, dass es kein Problem war, sowohl Weihnachtsfotos zu “verarzten” als auch Valentinsmotive aufzunehmen, einen Besuch beim Möbelschweden oder das Schlittenfahren in einen schönen Rahmen zu bringen.

Aber manchmal steht man sich selbst im Weg.

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Das obige Layout war eigentlich bereits fertig, gefiel mir aber irgendwie nicht so recht.

Es sah nackig aus, aber ich hätte es besser wissen müssen. Denn das mit dem “lockerflockig coole Spritzer auf dem Layout verteilen” klappt bei mir eher selten. Und so kam, was kommen musste: Ich habe mit wenigen Spritzern das Layout versaut. (Davon gibt es leider keine Fotos.)

Vielleicht war es, objektiv gesehen, gar nicht so schröcklich, wie es mir vorkam, aber als ich die verklecksten Stellen verstecken und abdecken wollte, wurde es nur noch schlimmer (auch davon: keine Fotos).

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Also habe ich alles auseinandergenommen. Was dabei wichtig ist: Weil ich nach den vorherigen Layouts nur noch zwei schmale Streifen von dem weißen Bazzill-Cardstock mit dem geprägten Pünktchenmuster hatte und ja sowieso auf beiden Seiten 20×30 cm große Fotos verwenden wollte, bestand meine Seite eben nur aus den beiden großen Fotos auf Vorder- und Rückseite und eben dem zwischen diesen nur leicht innen überlappenden Streifen Karton. Um also die Rückseite des Fotos der ersten Seite abzudecken, brauchte ich 1 Papier, ca. A4 groß, weil aber das Gekleckse des unteren Teils ebenfalls überdeckt werden sollte, musste auch dort neues Papier her, welches eben, da aufgebraucht, nicht mehr aus dem Bestand des Kits kommen konnte.

Immerhin hatte ich den Schriftzug today retten können, dabei aber eben das große Foto beschädigt, außerdem waren die Papierteile, die rund um das Haus gruppiert waren, so gut zusammengeklebt, dass ich sie auch wieder verwenden konnte. Ich hatte noch Ausschneideteilchen in passenden Farbtönen, die ich hier und da unter die Fotos schieben konnte. Und mit den zwei neuen Fotos (das gleiche Motiv in zwei verschiedenen Größe in s/w) und einem blumigen Mittelstreifen, um die beiden Teile des Layouts miteinander zu verbinden, fügte sich das Puzzlespiel doch recht leicht wieder zusammen und gefällt mir nun in seiner jetzigen Form sehr viel besser.

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Manchmal ist das eben so.

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Offenlegung: Das Scrapbooking Kit “Glücksgefühle” wurde mir von DaniPeuss.de zur Verfügung gestellt, die hier geäußerten Meinungen sind aber unabhängig davon meine eigenen.

Januar 30, 2015 | In Mennofaktur | No Comments | TrackBack-URL

Dream: Märchenstunde (Layout 9/10 mit dem Februarkit “Glücksgefühle” von DaniPeuss.de)

Märchenstunde beim Kindergeburtstag: Die ganze Zeit über habe ich Fotos gemacht, aber es ist schwierig, _den_ Moment zu erwischen, der viel über die Stimmung aussagt, ohne direkt (erkennbar) die Beteiligten zu zeigen. Schließlich wollen andere Eltern Fotos ihrer Kinder nicht unbedingt im Internet wiederfinden. (Ich frage natürlich dennoch vorher und zeige die betreffenden Bilder immer.)

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Dieses Bild also zeigt Kinder bei der Märchenstunde: Als während eines Kindergeburtstages die Stimmung etwas zu laut und aufgedreht wurde, las der Papa einfach ein Märchen vor und sofort waren sie alle wieder lieb und friedlich.

Es kann so einfach sein …

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Einfach kam auch dieses sehr schlichte Layout zustande: Das Scrapbooking Kit “Glücksgefühle” von DaniPeuss.de war inzwischen etwas zerfleddert, da ich bereits 8 Layouts damit angefertigt hatte, einige Teile der wunderbaren Ausschneidebögen hatte ich aber noch, das ausgestanzte Wort dream, dazu einen 4×12 Zoll breiten Streifen des bedruckten Transparentpapiers sowie die kraftfarbenen Fotoecken, außerdem natürlich mein 20×30 cm großes Foto.

Dazu kam lediglich ein Datumsstempel, ein Minitacker und ein Stift für den wirklich kurzen Text, fertig.

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Offenlegung: Das Scrapbooking Kit “Glücksgefühle” wurde mir von DaniPeuss.de zur Verfügung gestellt, die hier geäußerten Meinungen sind aber unabhängig davon meine eigenen.

Januar 28, 2015 | In Mennofaktur | No Comments | TrackBack-URL

Project Life Dezember 2014 (4-6) mit dem Februarkit “Glücksgefühle” von DaniPeuss.de

Das ist der zweite Teil meiner monatlichen Seiten mit Fotos im Pocket Scrapbooking-Format mit dem Februarkit “Glücksgefühle” von DaniPeuss.de, Teil 1 gibt es hier zu sehen

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Noch eine Anmerkung zum Kit:

Dass ein Scrapbooking Kit (ich habe noch nie eines als solches benutzt, also tatsächlich nur die vorbereiteten Papiere als einzige Materialgrundlage) dermaßen ergiebig sein kann, hätte ich vorher nicht geglaubt. Bisher habe ich zwar 3-4 Kits gekauft, diese dann aber doch in meinen Bestand einsortiert und nach und nach verwendet (oder eben nicht). Der Sinn eines zusammengestellten Materialpakets ist aber der, dass man (beinahe) alle Elemente miteinander kombinieren und verwenden kann und eben weder vorher einen großen Batzen Papier und Embellishments (Verzierungen, Deko-Elemente) beschaffen muss noch hinterher auf einem Berg von Resten sitzt.

Spätestens mit meinen Dezember-Seiten habe ich das Februar-Kit verbraucht, insgesamt habe ich 10 Layouts, 1 Geburtstagskarte, 1 Mini-Album und eben die 6 Seiten dieses und des letzten Posts gewerkelt.

Neben dem Inhalt des Kits — 8 doppelseitige Papiere, 2 Bögen geprägter Karton, 1 Bogen bedrucktes Transparentpapier, 1 Pkg. Alphabet Thickers von American Crafts, 1 Pkg. Chipboard (Papp-) Sticker, 1 Pkg. Bibliotheks- / Library Tags + Pockets, 1 Pkg. ausgestanzter Wort- bzw. Titelelemente, 24 Fotoecken und 10 Herz-Brads (Musterbeutelklammern) in gold — habe ich hier und auf den anderen hier im Blog gezeigten Layouts nur noch Kleber bzw. Fotoklebchen, Transparentpapier, Tacker, transparenten 3D-Flüssigkleber Glossy Accents, meine Nähmaschine und Farben (Aquarellfarben, Acrylfarben, Marker) verwendet, außerdem natürlich Stift, Schere sowie einen Datumsstempel.

Das relativiert den zunächst sehr hoch scheinenden Preis, zumal die damit angefertigten Seiten in meinem Fotoalbum zu meinen liebsten gehören. Sie harmonieren alle wunderbar miteinander und ich denke, dass ich auch zukünftig öfter mal mit einer solchen Zusammenstellung arbeiten werde, statt jede Seite für sich allein anzugehen. Für einige Projekte (die Grußkarte, ein PL-Kärtchen) habe ich sogar Teile von Verpackungen verwendet, weil die Folie und das Holzpapier (s. PL-Seite 3-1 im vorhergehenden Posting) so prima passten.

(Achtung, Bilderflut nach dem Klick!)

Januar 27, 2015 | In Mennofaktur | No Comments | TrackBack-URL

Project Life Dezember 2014 (1-3) mit dem Februarkit “Glücksgefühle” von DaniPeuss.de

Project Life? Project Life! (Auch Pocket Scrapbooking genannt.)

Seit fast einem Jahr ordne ich unsere Familienfotos und die Geschichten dazu monatlich in einem riesigen Fotoalbum in Einsteckhüllen (Pockets, Page Protectors), neuerdings aber ohne die passenden, schon fertig zugeschnittenen Kärtchen zu verwenden, was wohl die eigentliche Idee war: Fotos in 7,5×10cm bzw. 10×15cm ausdrucken, Kärtchen + Text drauf dazu, fertig. Stattdessen nutze ich lieber einen ganzen Bogen (30,5×30,5cm) Scrapbooking-Papier, schneide ihn passend zurecht und klebe dort meine Fotos auf, oder ich verwende lediglich quadratische Instagram-Fotos à 10×10cm und halte den Textanteil minimal, wenn ich sowieso noch größere Layouts mit den einzelnen Bildern anfertigen möchte.

Für die Fotos von Dezember habe ich das Februarkit “Glücksgefühle von DaniPeuss.de verwendet und die wunderschönen Papiere als Grundlage für meine Taschenkärtchen benutzt.

(Achtung, Bilderflut nach dem Klick!)

Januar 26, 2015 | In Mennofaktur | 1 Comment | TrackBack-URL

“Catamaran” (LO 5/10) DaniPeuss.de Scrapbooking Kit “Glücksgefühle” (Februarkit)

Was tun, wenn auf beim Weihnachtsspaziergang plötzlich ein Catamaran im Rohbau vor einem auftaucht? — Klar, fotografieren und verscrappen, am besten mit dem Februarkit “Glücksgefühle” von DaniPeuss.de

Fotos zusammengesucht und Sticker

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Titel: Foam Thickers mit einem ganz hellen Copic-Beige übermalt

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Sooo groß war das Ding!!!

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Unterm Catamaran konnte der (große!) Mann locker durchlaufen.

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Ein kleiner Text hält fest, was war. (Journaling)

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Das fertige Layout.

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Offenlegung: Das Scrapbooking Kit “Glücksgefühle” wurde mir von DaniPeuss.de zur Verfügung gestellt, die hier geäußerten Meinungen sind aber unabhängig davon meine eigenen.

Januar 25, 2015 | In Mennofaktur | No Comments | TrackBack-URL

Lummi-Wunder am Kinderspielplatz (Layout 3/10) — Gastdesign für das DaniPeuss.de Scrapbooking Kit “Glücksgefühle” (Februar)

Was tun an einem nieseligen Sonntag Mitte Dezember, mit einem kranken, grummeligen Kind und einem Kerl, der auch nicht gerade bessere Laune hat? — Klar, man nehme sich das gnatzige Gör schwer begeisterte Kind und marschiere los. Ziel-los. Da wir uns in Berlin-Schöneweide befinden, ist die Gegend halt Gegend und mieses Wetter macht zumindest diese Gegend auch nicht attraktiver.

(Ich weise nochmals auf die Umgebung hin.)

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Aber, was ist das?

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Und eben hier schweben dann reinweiße Luftballons, riesige Luftballons einfach so am Spielplatz herum!?! Zugegeben, in der gelben ehemaligen Fabrik am anderen Ufer, im Bildhintergrund zu sehen, finden inzwischen teilweise hippe Parties statt, aber trotzdem: Wenn das mal kein Lummi-Wunder ist!

Mit dem Februar-Kit von DaniPeuss.de habe ich ein Layout draus gemacht. Das sah in der Vorbereitung noch so aus:

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Weil es dann aber so als schwarz-weißer Haufen doch zu freudlos wirkte — schließlich findet ein kleines Kind ja nicht jeden Tag schneeweiße Riesenlummis — musste noch etwas Farbe her, und, tataaa:

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Wie man sieht, passen die Sticker perfekt zu diesem WTF?-Erlebnis, die Fragezeichen und Pfeile (eigentlich v’s und j’s) habe ich mit teilweise Copics angmalt, dazu noch etwas Wasserfarbe und dann sah das Ganze so aus und kommt auch genau so ins Familienfotoalbum. Scrapbooking nennt sich das übrigens.

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Offenlegung: Das Scrapbooking Kit “Glücksgefühle” wurde mir von DaniPeuss.de zur Verfügung gestellt, die hier geäußerten Meinungen sind aber unabhängig davon meine eigenen.

Januar 20, 2015 | In Mennofaktur | 2 Comments | TrackBack-URL

“My Heart Is Full” (Layout 4/10 mit dem Februar-Kit “Glücksgefühle” von DaniPeuss.de)

“My heart is full” — Dieses Kärtchen ist für mich der Mittelpunkt des dazugehörigen Ausschneidebogens und irgendwie auch das Zentrum des Februar-Kits Glücksgefühle” von DaniPeuss.de. Wie bei den anderen Papieren des Kits auch hat dieses hier perfekt zu meinen Fotos gepasst, die ich, noch gänzlich unwissend, dass ich mit dem Februar-Kit würde arbeiten dürfen und auch ohne das Kit zu kennen, im Dezember gemacht habe.

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Das Layout zur KiTa-Weihnachtsfeier passt also perfekt zum Valentins-Papier. Das obere Papier ist etwa 8 Zoll lang, darunter ist ein ca. 4 Zoll breiter Streifen des weißen Cardstock mit den geprägten Punkten angebracht. Die wunderbar vielseitigen kraftfarbenen Fotoecken habe ich um die Ecken der Fotos und der Karte geklebt, als Akzent. Von den goldenen Herzchen hätte ich auf jedem der 10 mit dem Kit gefertigten Layouts mehrere verwenden können, aber leider (leider!!!) musste ich mich auf 4 beschränken um auch für andere Projekte noch einige übrig zu haben. Weil ich sie nicht als Brads einsetzen wollte, habe ich die Flügelchen abgeknipst und sie mit kleinen Foam-Dots aufgeklebt, um sie dennoch ein wenig erhaben wirken zu lassen.

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Von den beiden Ausschneidebögen habe ich farblich passende Teile herausgesucht, diese über die Nahtstelle der Papiere geklebt, die die Grundlage bilden und etwas Aquarellfarbe auf den Untergrund gespritzt. Der Tag enthält verstecktes Journaling, das habe ich auf mehreren Layouts so gemacht und für gut befunden, da durch die großen Fotos sowieso nicht mehr allzu viel Platz für Journaling gewesen wäre. Hier erfüllt es aber auch den Zweck, dass mein doch recht persönlicher Text nicht unbedingt für jeden sichtbar sein sollte.

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Ganz zum Schluss bin ich noch einer meiner derzeitigen Obsessionen nachgegangen und habe Glossy Accents auf den Titeltext der Karte gebracht, indem ich die Schrift nachgezogen habe. Das ist eine sehr simple Methode um die Schrift erhaben wirken zu lassen ohne allzu aufdringlich zu sein und verwandelt außerdem jedes noch so schnöde Detail oder Kärtchen in einen Blickfang.

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Bis auf den Kleber (Glossy Accents), die Aquarellfarbe und die Mini-Tackernadel sowie den Datumsstempel habe ich also nur Elemente des Februar-Kits Glücksgefühle” verwendet, mit dem ich ganze 10 Layouts gefertigt habe, vom Dezember-Project Life bis hin zu einem Valentinslayout. Wenn das mal nicht vielseitig ist!

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Offenlegung: Das Scrapbooking Kit “Glücksgefühle” wurde mir von DaniPeuss.de zur Verfügung gestellt, die hier geäußerten Meinungen sind aber unabhängig davon meine eigenen.

Januar 17, 2015 | In Mennofaktur | No Comments | TrackBack-URL

Hallo “Glücksgefühle” — Wer ist Julie Paradise? und: Das Dani Peuss Scrapbooking Kit für Februar

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Was für eine Ehre und Freude, einen Monat lang als Gastdesignerin für www.DaniPeuss.de mit dem Scrapbooking-Kit “Glücksgefühle” tätig sein zu dürfen! (Ein Video mit dem Inhalt dieses und der anderen aktuellen Kits gibt es hier.)

Steckbrief: Julie Paradise

Bitte beschreibe dich kurz und erzähle uns ein wenig, wie du zum Scrappen gekommen bist, was deinen Stil ausmacht und worauf es bei dir beim Scrappen ankommt.

Mein glamouröser Internetname lautet Julie Paradise. Im wahren Leben trage ich einen beinahe unaussprechlichen russischen Namen, bin aber im Südosten Berlins jemacht, jeboren und uffjewachsen. Dort lebe ich mit meinen beiden Kindern (5 und 6 Jahre alt) und dem weltbesten Mann von meinem Brotberuf als Lektorin und meinem Liebhaberstudium semitischer Sprachen.

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—> [Ausgeschnittene Papiere eines sogenannten Cut Apart Sheet, Bögen, die spezielle kleinteilige Segmente haben, welche sich prima zum Dekorieren eignen]

Seit wann scrappst du? Wie bist du zum Scrapbooking gekommen?

Zum Scrappen bin ich eher zufällig gekommen, denn obwohl ich schon immer gern gebastelt und gemalt habe und durch mein Blog www.julieparadise.de seit 2007 auch viel im Internet unterwegs war, hatte ich vom Scrappen noch nie etwas gehört, bis ich vor gut einem Jahr über ScrapImpulse, das Blog von Barbara Haane gestolpert bin. Da fiel mir auf, dass ich in den letzten Jahren zwar jede Menge Fotos gemacht hatte, vor allem von den Kindern, vieles aber niemals ausdrucken bzw. entwickeln ließ, vom “Verarbeiten” der Fotos ganz zu schweigen. Als ich dann diese mir zunächst sehr fremden Regeln kennenlernte (Layouts? Titel?? Text???), die eigene Sprache (PP, Dies, Embellishments), die seltsamen Maße (3×4 Zoll oder 12×12 Zoll?) und das so ganz andere Material, als man es normalerweise im Bastelladen kaufen kann, … als ich dann also diese ganz eigene Welt entdeckte, war es um mich geschehen! Seither versuche ich den Spagat, sowohl mindestens die Hochzeits- und Familienbilder seit 2007 in Alben und auf Layouts zu “verarzten” als auch das aktuelle Geschehen zu dokumentieren.

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—> [Eines meiner ersten Layouts für eine Materialchallenge: Holz, Transparentpapier, Sticker, Papier, ...]

Was verbindest du mit Scrapbooking?

Scrapbooking ist für mich die ideale Verbindung zwischen Dokumentation (Ich schreibe seit meinem 12. Lebensjahr in selbstgemachten Kalendern eine Art Tagebuch.), schönen (Familien)Fotos und tiefenentspannendem Basteln. Scrappen ist wie Yoga mit vorzeigbarem Ergebnis.

Außerdem wäre es doch schade, wenn die vielen Erinnerungen, die so oft in den sozialen Netzwerken (bei mir ist es Instagram) “versenkt werden”, verlorengingen, oder?!

Was zeichnet deinen Scrapstil aus? Wie würdest du ihn beschreiben?

Meinen Scrapstil kann ich noch nicht so recht in wenigen Worten zusammenfassen, denn da ich erst vor einem Jahr angefangen habe, durchliefen meine Layouts und monatlichen Project Life-Seiten eine rasante Entwicklung von “Ich möchte am liebsten alle schönen Papiere gleichzeitig verwenden! Und Knöpfe! Und Sticker! Und Band! Und Stempel!” zu einem neuerdings sehr viel aufgeräumteren, klareren Stil.

Meine Fotos sind häufig schwarz-weiß gehalten und durch die Verwendung von Instagram-Bildern auch sehr oft quadratisch, daher sind viele meiner Layouts gekennzeichnet durch (sehr) bunte Papiere, die aber in Verbindung mit den monochromen Fotos nicht zu grell wirken.

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—> [Vorbereitung für ein Layout mit dem Februarkit: Design-Papier, Fotos, ausgeschnittener Titel, Papierschnipsel als Deko.]

Was inspiriert dich?

Mich inspiriert beim Scrappen meistens das Foto selbst, das Drumherum muss in Stimmung, Farbe und Stil dazu passen. Gern verwende ich auch Sketche, das sind quasi Skizzen, die die Anordnung der verschiedenen Fotos/Elemente auf dem Layout vorgeben. Wie getreu man diese umsetzt, bleibt jedem selbst überlassen. Auch die Mitmachaktionen im Dani Peuss-Forum (Komm Spielen!) nutze ich gern als Einstieg in ein Projekt. Vor allem, wenn nach einer größeren Fotobestellung ein ganzer Stapel Fotos vor mir liegt und ich keinen rechten Mut zum Anfangen habe, sind diese Anregungen super, da auch mal thematische Vorgaben (Dein schönstes Geschenk! Berge oder Meer?), Farben (Alles grün!) oder auch Beschränkungen (Materialvorgaben) einen dazu bringen, ganz anders an ein Layout heranzugehen.

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—> [Challenge im dp-Forum, Thema: Herbst]

Was sind deine Lieblingsprojekte? Warum?

Layouts sind meine Lieblingsprojekte, darüber hinaus gestalte ich aber auch sehr gern (komplett selbstgebaute) Mini-Alben und Monats-Einlegehefte für meinen Kalender, ein kleines Tutorial gibt es hier.

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Welche Werkzeuge oder Materialien sind für dich beim Scrappen unverzichtbar?

Für das neue Jahr habe ich mir vorgenommen, sehr viel flacher zu scrappen als zu Beginn, denn so gern ich Bücher und Fotoalben in meiner Wohnung mag, sind die riesigen 12×12 Zoll Alben doch so platzraubend, dass ich gern mit einem oder eineinhalb Alben pro Jahr auskommen möchte. Um das zu erreichen, habe ich mir als Weihnachtsgeschenk an mich selbst einen elektronischen Schneidplotter, die Silhouette Cameo gegönnt, aber die wundervollen Ergebnisse der mechanischen Stanz- und Prägemaschinen wie der Sizzix Big Shot sind so verführerisch, dass ich dem auch nicht mehr lange werde widerstehen können.

Derzeit aber ist Papier das Wichtigste für mich beim Scrappen, schönes Papier kann ich einfach nicht wegwerfen, aus jedem Schnipsel kann man noch ein Teilchen ausstanzen oder es irgendwo unterschieben, zwischenstecken, annähen. Mit der Silhouette möchte ich eigene Titel erstellen und hübsche Ränder sowie Labels bzw. Textfelder erstellen können, ohne von vorhandenen Stanzformen abhängig zu sein.

Außerdem hat sich die Anschaffung eines großen Score-Boards (Falzbrett) sehr gelohnt, denn damit ziehe ich nicht nur schnurgerade Falzkanten vor, sondern “schneide” auch gern das Papier, wofür man nur etwas fester über die Oberfläche fahren muss.

Ein Minitacker wie dieser hier gehört ebenfalls zu meinen meistgenutzen Werkzeugen, außerdem Fotoklebchen.

Die eierlegende Wollmilchsau unter den Klebern ist Glossy Accents, das ich wirklich universell benutze, gern auch flächig über gestempelten Bildern oder auf gedruckten Schriftzügen, die dadurch einen tollen 3D-Effekt bekommen. Glossy Accents klebt fast alles innerhalb weniger Minuten zusammen, super!

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—> [Besonders liebe ich große Fotos, dieses hier ist auf die Größe 30x30cm hochgezogen, den Text habe ich auf Transparentpapier gedruckt und noch einige bunte Perlen-Sticker (Enamel Dots) hinzugefügt.]

Wann und worüber scrappst du?

Eigentlich sollte ich nur abends scrappen, wenn die Kinder schlafen und alle Arbeit getan ist, manchmal aber, wenn eine Challenge sehr spannend klingt, ich frei habe oder es mich einfach juckt, dann scrappe ich auch mal gern vormittags.

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—> [Noch mehr Werkzeug, Krams und Washi-Tape]

Wie gestaltest du deinen kreativen Prozess? Wie scrappst du am liebsten?

Zunächst schnappe ich mir Bildmaterial, ohne Foto(s) kann ich den Rest nicht gestalten, darum bestelle ich immer reichlich Fotos, wenn ich monatlich mein Handy und meine Festplatten nach den aktuellen Bildern durchsuche. (Tipp: Regelmäßig Fotos sichern! Sowohl auf dem Computer als auch auf einer externen Festplatte/in der Cloud! Für mich hat sich ein einfaches Ordnersystem mit der Benennung nach JJJJ-MM-TT bewährt, praktischerweise speichern viele Smartphones die Fotos gleich derart benannt ab.)

Habe ich dann das passende Papier zu den Fotos gefunden und vielleicht sogar schon Embellishments oder Journalingkarten für meinen Text, schiebe ich alles solange hin und her, bis es ausgewogen aussieht. Dabei ist das Wühlen in meinen Papierbergen (ich besitze inzwischen eine ganze Kiste voller Designpapiere, über 800!) ein großer Teil des Vergnügens, und wenn es nicht gerade schnell gehen muss, wie manchmal beim Online-Crop im Dani Peuss-Forum, dem Endlich Freitag!, dann dehne ich diesen Teil auch gern aus. Nebenher läuft auf meinem PC Musik oder eine Fernsehserie, der schöne Mann sitzt neben mir an seinem eigenen Schreibtisch und zockt Online-Rollenspiele, schaut ab und an interessiert zu, was ich mache, stöhnt genervt, wenn ich wieder mal den Eckenrunder benutze oder etwas stanze/nähe (laut!), dabei plaudern wir und bemerken kaum, wie die Zeit vergeht. So sieht für mich ein perfekt gemütlicher Abend daheim aus.

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—> [Layout für eine Forums-Challenge: Dreisprachig sollte es sein!]

Was sagt deine Familie/Freunde zu deinem Hobby?

Siehe die vorhergehende Frage ;-) Meine Kinder freuen sich immer, wenn ich ihnen ein neues Layout zeige, denn meistens sind sie ja auf den Fotos zu sehen. Der Mann ist leider etwas fotoscheu, hat mich aber neulich gebeten, den Jungesellenabschied des Kumpels in ein Minialbum zu bringen, letztlich unterstützt er mich aber wie immer bei allem, was mich glücklich macht und uns nicht in den Ruin stürzt.

Welche Hersteller bevorzugst du?

Meine Lieblingshersteller sind October Afternoon mit den süßen Vintage-Illustrationen, die mir vor allem bei den Stempeln sehr gut gefallen, Crate Paper hat so viele zarte, verträumte Muster und die hübschesten Bögen zum Zerschneiden, die ich gern als flache Embellishments oder Journalingspots nutze, außerdem liebe ich die älteren Serien von Basic Grey (außer lila!) und fast alles von My Mind’s Eye oder Cosmo Cricket, vor allem wenn die Papiere eine schwere Qualität mit Textur haben, wie es übrigens auch bei Carta Bella und Prima oft der Fall ist.

Hast du Papierserien, die für dich ultimativ schön sind/waren?

Meine allerliebste Lieblingsserie ist Silent Night von October Afternoon, dicht gefolgt von Public Library (auch von OA), aus diesen Kollektionen habe ich fast alles gekauft, was erhältlich war, die Papiere, Sticker Sheets, Stempel, … Hach, traumhaft schön!

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—> [Alphabet-Sticker. Im Englischen gibt es den Ausdruck Sticker Sneeze, das bedeutet, dass (zuviele) Sticker verwendet wurden, gerade so, als hätte man sie auf das Layout "draufgeniest".]

Januar 15, 2015 | In Mennofaktur, Soso | No Comments | TrackBack-URL

Julie Paradise als Gastdesignerin für das Dani Peuss Scrapbooking Kit “Glücksgefühle” (Februar)

Jahaa, die Überschrift verrät es, ich darf als Gastdesignerin mit dem Dani Peuss Scrapbooking Kit “Glücksgefühle” für Februar basteln!!!

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Was im Einzelnen in diesem wunderbaren Kit enthalten ist, welches mir vorab zur Verfügung gestellt wurde, um euch allen den Mund wässrig zu machen (denn versendet wird es erst ab dem 28. Januar), zeigt das folgende Video:

Aber langsam: Scrapbooking? Gastdesigner? — Ja, denn während dieses Blog hier sträflich vernachlässigt wurde, war ich im echten Leben natürlich nicht untätig, habe mein (jetzt auch schon nicht mehr ganz so) neues Hobby seit März 2014 im Forum von www.danipeuss.de ausgelebt, geteilt, neue Freunde gefunden, wunderschöne Layouts gesehen und immer wieder neue Inspirationen gefunden.

Eine kleine Selbstvorstellung (nach so langer Abwesenheit ist das wohl auch hier gestattet) folgt im nächsten Post, nur soviel sei verraten: Materialschlacht! Pornöse Papiere! Copic Craze! Und Washi-Wahnsinn!

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Offenlegung: Das Scrapbooking Kit “Glücksgefühle” wurde mir von DaniPeuss.de zur Verfügung gestellt, die hier geäußerten Meinungen und Äußerungen sind aber unabhängig davon meine eigenen.

Januar 15, 2015 | In Mennofaktur, Video | No Comments | TrackBack-URL

Meine Bille-Kiste “Life 2″

Bei Barabara Haane habe ich erstmals von den Bille-Kisten, vor allem von Life 2 gelesen und mich sofort verliebt.

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In das schlichte Material — unbehandeltes Holz — und die Tatsache, dass ich endlich eine Aufbewahrung gefunden habe, in die garantiert Scrapbooking-Zubehör in den typischen Größen passt. Denn dort werden die Maße meist in Zoll (Inch) angegeben, Karten zum Beschriften etwa sind normalerweise 3×4″ oder 4×6″ groß, also etwa 7,5×10c, bzw. 10×15cm. (Unsere 10×15cm großen Fotos sind in Wahrheit auch 4×6″, also 10,1/2×15,2/3cm groß, nebenbei bemerkt.) Viele Papierblöcke sind 6×6″ groß und die großen Papiere haben das sonst ganz unübliche Format 12×12″, also etwa 30,5×30,5cm.

Und da die Unterteilungen der Kisten von Bille-Embellies eben genau für dieses Scrapbooking-Zubehör gedacht sind, gibt es dort Fächer für 3″, 4″, 6″ und 12″ breite Papiere und Journaling-Karten, wie man sie etwa bei Project Life verwendet.

Einen Dawanda-Shop gibt es auch, aber da die Macher von Bille Embellies, Sibylle Aschoff und “Herr Letterjan”, die Kisten wie meine “Life 2″-Kiste stoßweise und auf Bestellung anfertigen, habe ich mich erstmal auf eine Warteliste setzen lassen und dann nach einigen Wochen überraschend eine E-Mail erhalten, dass eine Kiste übrig sei. Für 24€ plus 6€ Versand war diese dann bald auf dem Weg zu mir und nun steht sie auf meinem Schreibtisch und möchte befüllt, verwendet und irgendwann einmal auch bemalt werden. Oder beklebt. Oder lasiert. Ich habe mich noch nicht entscheiden können, was ich mit dem guten schweren Stück echter Handarbeit Made in Germany anstellen werde.

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Jedenfalls ist sie eine wunderbare Aufbewahrung für meine Papiere und hat endlich Ordnung in meine Schnipsel und Kärtchen gebracht.

Juliee 29, 2014 | In Mennofaktur, Soso | No Comments | TrackBack-URL

Gesehen und ausprobiert — und verändert: Mini-Stehsammler für 10×15 cm Fotos

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Neulich habe ich bei Emma einen sehr hübschen Stehsammler für Karten gesehen. Die Idee fand ich super, als ich das hübsche Ding aber nachgebaut hatte, war es mir doch zu groß und zu unpraktisch, auch weil ich nicht viele Papiere in der Größe besitze.

Das muss doch auch mit A4 oder den klassischen 12×12 Zoll (30,5 x 30,5 cm)-Papieren gehen?!

Hier ist also meine Adaption, zunächst in A4 (festes Papier ab 120g/m² bis hin zu Karton ergibt einen recht stabilen Stehsammler):

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Hier nur mit den Maßen (zum Vergrößern klicken!). Statt 2,5 cm und 11 cm kann man natürlich auch 2 cm und 11,5 cm nehmen, dann ist es schmaler und länger, allerdings muss dann der untere Rand ebenfalls auf 2 cm angepasst werden, weil der Boden ja so breit wie die Seiten sein muss.

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Hier mit den Fotoklebchen (Ich hasse hasse hasse Flüssigkleber, und ich liebe Fotoklebchen, weil sie super haltbar sind, ziemlich preiswert und keine Sauerei machen, außerdem wellen sie das Papier nicht):

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Durchgezogene Linien zeigen, wo geschnitten werden soll, gestrichelte die Falzkanten. (Tipp: Mit Falzbein und Lineal vorziehen, dann falzt es sich wie von selbst, ohne dass das Papier bricht.) Gestreifte Flächen sind Verschnitt. Die Pfeile zeigen an, welche Flächen wohin geklappt und geklebt werden. Das Loch habe ich mit einer Lochstanze ausgestanzt.

Bei der Variante hier aus einem Blatt mit 12×12 Zoll wie auch bei A4-Größe ist es wichtig zu wissen, dass ich rechts angefangen habe mit dem Messen. Der äußerste rechte Rand, später die kurze Seite*außen, hat eine Höhe von 8 cm, der Teil, der von oben heruntergeklappt wird, sollte etwas kürzer sein, 7,9 cm, damit er nicht unten aufstößt. Der äußerste linke Rand, später die kurze Seite*innen ist noch etwas kürzer, 7,9 cm und 7,8 cm, sodass er nicht über den äußeren Rand herausragt. Unterscheiden kann man ihn auch daran, dass er das Reststück ist (wie gesagt, ich habe rechts angefangen zu messen, demzufolge bleibt nur ein schmales Stück von ca. 2 cm übrig, welches eben innen versteckt werden muss.)

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Bei dem großen Papier habe ich etwa einen Zentimeter mehr zur Verfügung, also sind die Maße hier etwas anders, auch beim oberen Teil habe ich etwas verändert. Die Schrägen sehen besser aus, wenn man erst von oben klappt und dann die Dreiecksklappen drüberlegt, dann hat man dort einen glatten Abschluss. Zur Verstärkung der Konstruktion habe ich darauf geachtet, möglichst viel Papier stehen zu lassen, also bspw. den gesamten Boden, und auch oben bleibt mehr stehen, das dann herunter/nach innen geklappt werden kann. Das obige Bild ist eigentlich selbsterklärend (Klicken zum Vergrößern).

Auf diesem Foto kann man ganz gut sehen, wie die beiden kurzen Seiten aufeinandertreffen:

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Und das ist auch schon das Endergebnis.

Ich werde darin meine Fotos vor-sammeln, denn neuerdings drucke ich neue Fotos monatlich aus und füge sie, wann immer Zeit ist, in Layouts oder das Fotoalbum ein, ein Sammler dieser Größe ist aber auch prima für die 4×6-Karten aus Project Life geeignet.

(Anmerkung: Soviel Spaß Project Life auch macht, es geht mir schwer über die Lippen. Es klingt immer nach Pro Life — militante Abtreibungsgegner sind so Mittelalter — und der Mormonenhintergrund vieler Scrapbooker ist für mich, als Ex-Mormonin, naja … schwierig. Ich muss da mal ausführlich drüber schreiben, über das Mormonen-Bastelding, Memory Keeping als quasi-religiöse Pflicht der guten Hausfrau und Mutter, das dezidiert Unpolitische an der Sache, was es aber durch die mitschwingende Konservativität und Absenz vieler Faktoren, wie etwa Race, Homosexualität usw. _sehr_ politisch macht. Klar, ich liebe es, mit Papier zu basteln, und Taschen-Scrapbooking ist super, man hat vorgegebene Dokumentenhüllen, da passen Fotos und Kärtchen bestimmter Größen rein und man kann ohne Kleben und Aufwand wunderschöne Alben erstellen, aber es ist eben auch eine Blase einer bestimmten Schicht, altersmäßig, was das Einkommen angeht (ich verallgemeinere hier, klar), der Ethnizität, oft auch der Religion. Das nur kurz am Rande.)

April 28, 2014 | In Mennofaktur | 2 Comments | TrackBack-URL

Notizbücher mit Ledereinband selbst herstellen (nach dem Prinzip von Midori Traveler’s Notebook oder X17)

Notizbücher lieben alle, oder? Und dann noch mit Ledereinband? Na!? Genau.

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Da ich im Berliner Laden von Luiban das Midori Traveler’s Notebook (MTN) käuflich erworben habe, für, äh … 45 Euro, mich aber viele letztlich nicht ganz so Notibzbuchverrückte angesprochen haben, wo es denn sowas Schönes gibt, und dann erschrocken waren über den Preis, habe ich den mir Liebsten von ihnen “so etwas” selbst gebastelt.

Das geht eigentlich ganz schnell, denn sowohl die Midori-Linie als auch ein toller deutscher Hersteller namens X17 haben für ihre Notizbuchsysteme eine sehr einfache Bauart: Satt einer herkömmlichen Bindung, Leimung, Metallklammern, Ringmechaniken oder einem Stecksystem (die Buchrückenseiten werden in den Außenumschlag geschoben und bleiben dadurch variabel einsetzbar), finden sich bei den von mir als Vorbild Gewählten elastische Ringe, die um den Buchrücken herum gehen.

Die Hülle des MTN sieht dann so aus, einmal außen, einmal innen:

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Die lose orange Schlaufe dient als Verschlußband, auf der vorderen Innenseite habe ich mir Haftnotizzettel eingeklebt, die überraschend gut halten und immer parat sind. Das MTN habe ich jetzt seit eineinhalb Jahren und es ist immer dabei.

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Beim MTN wird das elastische Halteband durch 4 Löchlein geführt, beim X17 ist es sogar noch simpler, denn das kleine X-Notes-Buch hat das Band einfach außen um den Buchrücken herumgeschlungen, wie auf den Fotos der verlinkten Seite sehr gut zu erkennen ist.

In dieses Band wird dann innen das (mittig) aufgeklappte Notizbuch eingeführt, man kann auch mehrere aneinander legen oder noch transparente Einlagen mit Einschub- oder gar Zip-Verschlußtaschen einlegen.

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Wie man sieht, haben die Original-MTN-Pockets (Refill Zipper Case) zwei Einschubfächer und ein Reißverschlußfach, Ähnliches gibt es auch für das X17, dort in A4, A5 und A6, beim unteren Bild ist es die fast-A5-Froschtasche.

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Das elastische Band als Bindungsart hat den Vorteil, daß es keine dicke Ringmechanik gibt (Hallo liebe Dani Peuss, Filofax ist ja sehr chic, aber leider unnötig teuer, dick und schwer) und man bei den Einlagen recht variabel ist. Die im Luiban-Shop erhältlichen Nachfüllhefte sind sündhaft teuer (siehe Link im ersten Absatz), aber wenn man nicht das kleine, etwa A6-große Format von X-Notes oder MTN Passport wählt, sondern, wie ich, das große MTN oder eben selbstgemachte Hüllen für A5-Einlagen selbst baut, dann sind der Bastellust beim Verzieren kaum Grenzen gesetzt, da im Prinzip entweder A4-Blätter nur gefaltet werden müssen (A5-Einlage) oder von einem A4-Blatt nur etwa 7,5/7 cm abgeschnitten werden müssen, um nach mittiger Faltung ein perfektes Einlegeheft für das MTN zu erhalten:

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Maße: |—-11cm—–Mittelfalz—–11cm—-|Schnittkante 7(,7) cm müssen weg|
Höhe: 21 cm
Maße A4: 21 cm x 29,7

Warum ich über diese beiden doch recht teuren Lederhüllen + Heft-Konzepte soviel schreibe, wenn es doch ums Selberbauen geht? Weil ich nach verschiedenen Versuchen und insgesamt 14 selbst gemachten Hüllen dieser Art gemerkt habe, daß es mir letztlich jeweils dann am besten gefallen hat, wenn ich den vorgestellten Konzepten soweit gefolgt bin, die Formatvorlagen zu übernehmen, also die Maße, sodaß ich auch einige der schwerer improvisierbaren bzw. nachzubauenden Bestandteil übernehmen konnte.

So kann ich für Eigenbauten im Format A5 die X17-Elastix übernehmen, also die elastischen Haltebänder, und außerdem noch die Froschtasche, und muß dann nur noch die Hülle und meine Einlegehefte selbst herstellen, oder, wenn ich dem MTN folge, die elastischen Bänder des Repair Kits sowie die oben gezeigte Einlegetasche.

Ich verwende in meinem MTN Monatshefte mit einer Seite pro Tag, das macht dann also 8 A4_Blätter als Grundstock (das ergibt dann 8×4=32 Seiten, also ein Monat + Notizseite oder Inhaltsverzeichnis o.Ä.), die jeweils wie oben gezeigt um 7 cm gekürzt werden, dann mittig gefaltet und dort auch zweimal mit einem Langarmhefter (gibt es u.a. bei Amazon ab etwa 13€) geheftet werden. Nimmt man als Grundpreis einer Originaleinlage auch nur 5-6€ an, dann haben sich die Anschaffung dieses Hefters sowie der Arbeitseinsatz spätestens nach 3 Einlagen gerechnet, geht man aber von den Preisen im Luiban-Shop aus …

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Die fertigen Hefte sehen dann zum Beispiel so aus:

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Das gezeigte Papier stammt aus einem Bastelpapierpacken von Tschibo, die Labels sind von Nanu-Nana. Man könnte die Ecken noch abrunden oder, empfehlenswert!, wie auf dem oberen Foto mit der Washi-Tape-Rolle, jeweils oben und unten mit einem Locher an der Stelle, wo das Elastix-Band in den Heftrücken greift, kleine Einkerbungen anbringen, damit das Heft nicht verrutscht.

Das Heft auf dem ersten Foto habe ich aus einem alten 2008er-Kalender von Bindewerk gefertigt. Weil der Buchblock innen eingeklebt war, habe ich dort die häßlichen Innenseiten mit festem Papier kaschiert, dwie auf dem Foto mit dem aufgeklappten Heft mit oranger Einlage oben zu sehen ist.

Das gleiche habe ich bei zwei Hüllen getan, die ich aus einer ewig fusselnden und abfärbenden (schweineteuren) Veloursledertasche gebaut habe. Zusätzlich habe ich dort noch eine Verschlußlasche angebracht.

Außenansicht:

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Angesichts des “wabbeligen” Ausgangsmaterials habe ich, wie hier zu sehen ist, die Löcher zusätzlich noch mit Ösen, sogenannten Eyelets, verstärkt. Dazu bohrt man erst mittels einer Lochzange (wie für Gürtel) ein Loch in das Material, um dann mit einer Ösenzange die kleinen Metallringe festzudrücken.

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Innen habe ich dann mit stinknormalem flüssigen Bastelkleber einfach Papier (hier etwa der Stärke 170/180gm2) gegengeklebt. Das hält überraschend gut und wird wirklich schön glatt:

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In Benutzung sehen meine Seiten dann schon mal so aus

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oder so

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und bieten durch die Größe von ca. 21×11, als Doppelseite 21×22 (es fehlt eben der 7,7 cm-Rand vom A4-Blatt) sehr viel Platz. Das Ersetzen der sonst störenden Ringmechanik durch das dünne Gummiband erlaubt zudem, beide Seiten bequem und ohne Platzverlust zu beschreiben, außerdem sind beide Seiten für Rechts- und Linkshänder gut zu erreichen. Bei meinen früheren Ringbüchern habe ich nämlich stets nur die rechte Seite beschreiben können.

Insgesamt also eine sehr feine Sache, die selbst für weniger Bastelgeübte dank der verlinkten “Fertigteile” leicht nachzubauen ist, denn man nehme eben nur:

ein Stück Leder der Größe A4 plus rundum ca. 1 cm Rand, also 22×31 cm für ein A5-Heft (geöffnet ergibt sich dann das Format A4) oder eben 22x(22-)24 für einen MTN-inspirierten Nachbau
elastische Schnur, die sich auf ca. 2×21 cm spannen läßt
Papier im A4-Format, das dann entweder nur gefaltet und geheftet wird oder für das MTN noch an der kurzen Seite um 7,7 cm gekürzt wird
Extra-Einlagen nach Wahl
Schnickeldi wie Sticker, Stempel, Post-Its usw.

Hier nochmal die Links:

MTN/schmales hohes Format
Luiban-Shop
Refill Zipper Case (Klarsichteinlage)
Repair Kits (Haltebänder)
X17/A5
X17.de
X-Notes-Buch mit einer Einlage
fast-A5-Froschtasche
X17-Elastix
Langarmhefter bei Amazon

Viel Spaß beim Nachbauen!

April 13, 2014 | In Mennofaktur, Soso | 2 Comments | TrackBack-URL

Aufgabenliste für Schulkinder (Free printable)

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Schwuppdiwupp sind fast 6 Jahre vorbei und das große Kind kommt bald in die Schule. Bald heißt _August_, aber jetzt schon sind bei uns Vorbereitungen im Gange, das doch recht kleine Kinderzimmer schulkindtauglich zu machen. Dafür bekommen beide (der Kleine kommt nächstes Jahr in die Schule, da statten wir sie jetzt schonmal gleichzeitig aus) ein eigenes Hochbett und darunter ebenfalls jeweils einen eigenen Schreibtisch, ein eigenes Regal, Stuhl, Lampe, Schreibtischorganizer ….

Und eine eigene Abhakliste mit den Aufgaben für den jeweiligen/nächsten Tag.

Tjaha, und weil ich eine Bastelmutti bin und das große Kind, obgleich begabt mit einem Elefantengedächtnis, stets in Angst ist etwas zu vergessen, habe ich da mal was vorbereitet:

Man nehme: Ca. 2h Zeit, ein Office-/Grafikprogramm, Drucker+Druckerpapier, Farbstifte und Dekomaterial (Brads, s.u.) nach Wahl, einen Bilderrahmen mit Glasabdeckung

Im Netz findet man durch eine einfache (Bilder)Suche mit Begriffen wie etwa “free printable” “children chore chart” verschiedene Angebote, meist von US-amerikanischen Blogs, die ausdruckbare Dateien bereitstellen. Irgendwo in den Tiefen des WWW hatte ich eine Datei gefunden (wo war das???), die auf schwarzem Grund wie an einer Tafel mit verschiedenen Schriften quasi die Vorlage für meine in Word erstellte deutsche Version bildet (es funktioniert mit eigentlich jedem Schreibprogramm, welches auch schwarze/bunte Hintergründe und die Nutzung verschiedenster Schriften erlaubt) .

Das hat dann zwar doch eine gute Stunde gedauert, war aber ganz einfach: Als erstes habe ich eine neue Datei geöffnet, die Hintergrundfarbe “schwarz” gewählt, verschiedene Schriftarten verwendet (bei mir: weiße Schrift), dann noch eine Form “Rechteck” eingesetzt, über “Grafik formatieren” daraus ein Quadrat gemacht (1,75 x 1,75 cm), dieses dann immer wieder kopiert, an den Rand und nach unten geschoben und mittels der Funktionen “rechtsbündig/horizontal ausrichten” in eine Reihe gestellt, schließlich noch gleichmäßig verteilt mit “horizontal/vertikal verteilen” und dann noch etwas herumgespielt. Die Herzen und Sternchen (”Asterisk”) sind verschiedenen Fonts entnommen, in unterschiedlichen Größen immer wieder kopiert, teilweise hochgestellt oder gefettet. Aus der fertigen Word-Datei habe ich dann die PDF-Datei erstellt, diese auf meinem S/W-Drucker auf Kraftpapier (mittelbraunes Zeichenpapier, jedes andere Druckerpapier geht aber ebenfalls) der Größe DIN A4 ausgedruckt und mich dann ans Ausmalen einzelner Abschnitte gemacht.

Und dahaaaannnn:

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kamen die Brads (Link zum Onlineshop von Dani Peuss, ich bekomme leider nichts für die Werbung) an die Reihe. Brads sind nichts anderes als die guten alten Musterbeutelklammern, die man von Post-Versandtaschen kennt, diese kleinen Metallköpfe mit je zwei Aufklapp- und Festmachschniepelchen. Davon habe ich in kontemplativer Sklavenarbeit etliche mit Nagellack bemalt, ähem, neulich aber sogar welche von Folia im Supermarkt gefunden, nämlich die herzchen- und sternförmigen.

Für die Brads habe ich einfach mit einer dicken Nadel kleine Löcher ins Papier gestochen, welches ich vorher schon auf das beim Kauf im Rahmen befindliche Einlegepapier geklebt hatte, zur Verstärkung. Hinten klappt man dann die kleinen Schwänzchen der Klammern um, das sieht so aus:

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Und nach dem Einrahmen, fix und fertig, dann so:

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(Ich habe gleich zwei gemacht, weil die beste Freundin zur Einschulung auch ein Exemplar bekommt.)

Mit einem (Folien)OH-Stift, der auf Glas wieder abwischbar ist, kann man ganz einfach die erledigten Aufgaben in den Kästchen abhaken, dabei empfiehlt es sich wahrscheinlich, einen dunklen Rahmen zu verwenden, da ein weißer evtl. schnell schmuddelig wird vom Abwischen.

Das Ganze hat mir jedenfalls sehr viel Spaß gemacht, und weil ich seit einiger Zeit gezielt in Bastel-, Lifestyle- und Scrapbookingblogs auf die Suche nach Free Printables (etwa: gratis Ausdruckbares) gehe, möchte ich hiermit neben der Anleitung etwas für euch weitergeben:

Aufgabenliste hier gratis dowloaden: PDF / MS Office 2013 DocX

März 18, 2014 | In Mennofaktur | No Comments | TrackBack-URL

 

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