ist ein Label in einem meiner gmail-Konten.
Ich habe, wir haben, Julie und ich, ich also habe seltsame Dinge getan in letzter Zeit. Ich habe mir wehgetan weil anderes wehtut, meine Haare sind häßlicher als ich es eigentlich nötig habe wegen der bekloppten Idee, mit meiner Naturhaarfarbe irgendwie auch meine Natur wiederzufinden, ich habe (mit lieber Hilfe) ein neues Blog aufgemacht und zwitschere jetzt anders, fühle mich dort virtuell aber ebensowenig heimisch wie jetzt in meiner (Kopf-)Haut, das Gesichtsbuch ist ein neues nur das Gesicht nicht.
Und die Erinnerung nicht und die Probleme nicht und das Selbstbewußtsein nicht.
Die Kraft ist vielleicht neu, die mir die Kinder geben, aber sie reicht auch nur gerade eben so für diese. Ich selbst habe immer mehr das Gefühl, hinten runter zu fallen. Allein. Und nicht allein, es ist ja geradezu undankbar zu behaupten, daß niemand mir helfen würde, im Gegenteil, es gibt mehr als genügend Menschen um mich herum, die besonders in der letzten Zeit für mich da waren, was es umso beschämender macht, daß ich dennoch nicht klarkomme.
Ich habe hier immer sehr persönlich gebloggt und ich kann es wohl auch nur auf diese Art, also kann ich es wohl gerade nicht (mehr). Nach außen sieht alles easypeezy aus, die Kinder und ich, hey-yo, aber ich habe Angst vorm Einschlafen und ich habe Angst vorm Aufwachen, für die kleinsten Alltäglichkeiten muß ich mich arg zusammenreißen und in einer vollen S-Bahn, geschweige denn Bars oder gar Konzerthallen packt mich die Panik.
Ich muß mal wieder runterkommen.
Scheiß aufs Bloggen; ich schnappe mir am Sonntag einfach meine kleine Tochter und schaue mit Freunden fern. So einfach.
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