Julie Hell

ist ein Label in einem meiner gmail-Konten.

Ich habe, wir haben, Julie und ich, ich also habe seltsame Dinge getan in letzter Zeit. Ich habe mir wehgetan weil anderes wehtut, meine Haare sind häßlicher als ich es eigentlich nötig habe wegen der bekloppten Idee, mit meiner Naturhaarfarbe irgendwie auch meine Natur wiederzufinden, ich habe (mit lieber Hilfe) ein neues Blog aufgemacht und zwitschere jetzt anders, fühle mich dort virtuell aber ebensowenig heimisch wie jetzt in meiner (Kopf-)Haut, das Gesichtsbuch ist ein neues nur das Gesicht nicht.

Und die Erinnerung nicht und die Probleme nicht und das Selbstbewußtsein nicht.

Die Kraft ist vielleicht neu, die mir die Kinder geben, aber sie reicht auch nur gerade eben so für diese. Ich selbst habe immer mehr das Gefühl, hinten runter zu fallen. Allein. Und nicht allein, es ist ja geradezu undankbar zu behaupten, daß niemand mir helfen würde, im Gegenteil, es gibt mehr als genügend Menschen um mich herum, die besonders in der letzten Zeit für mich da waren, was es umso beschämender macht, daß ich dennoch nicht klarkomme.

Ich habe hier immer sehr persönlich gebloggt und ich kann es wohl auch nur auf diese Art, also kann ich es wohl gerade nicht (mehr). Nach außen sieht alles easypeezy aus, die Kinder und ich, hey-yo, aber ich habe Angst vorm Einschlafen und ich habe Angst vorm Aufwachen, für die kleinsten Alltäglichkeiten muß ich mich arg zusammenreißen und in einer vollen S-Bahn, geschweige denn Bars oder gar Konzerthallen packt mich die Panik.

Ich muß mal wieder runterkommen.

Scheiß aufs Bloggen; ich schnappe mir am Sonntag einfach meine kleine Tochter und schaue mit Freunden fern. So einfach.

März 20, 2010 | In Soso | Comments Off |

Ein fröhliches Hallo vom geprügelten Maufwurf!

Es ist wieder soweit:

nom24

Von Samstag 18.00 bis Sonntag 18.00 gucken die nommers fern und ich gucke mit: Die Sendung mit der Maus, kommentiert von der Maus

°o.o°

uuuund es gibt sogar eine super Innovation: Livebloggen auf Zuruf. Die Sendung mit der Maus kann ich nämlich nur mit Maus auf dem Schoß so richtig genießen, was einerseits das Tippern unmöglich macht, andererseits aber den Knuddelfaktor extrem erhöht. Probiert es auch mal aus! Schnappt euch spätestens am Sonntag um halb zehn euer liebstes Kuschelchen, nomnomnomt euch tief in den Fernsehsessel und guckt TV bis ihr ungefähr so ausseht!

Hui, das wird toll!

März 19, 2010 | In Soso | 1 Comment | TrackBack-URL

Druckerey

Auch auf die Gefahr hin, daß ich hier zur special interest Linksammelmaschine (mit zugegeben sehr spärlichem Auswurf) mutiere, muß doch die

—–
Druckerey (das Blog)
—–

hier Erwähnung finden. (via Notizbuchblog)

Allein schon die Erwähnung, daß der Schweizerdegen Martin Z. Schöder sein Handwerk bereits mit 14 in der Arbeitsgemeinschaft „Junge Schriftsetzer“ im „Pionierpalast“ in der Berliner Wuhlheide ausübte, läßt mich lächeln. Der PiPaLa! Hach, schee!

Manchmal überkommen mich ja so Gedanken und Grübeleien, ob es statt des nun beinahe ein Jahrzehnt währenden Studiums nicht besser eine handwerkliche Ausbildung hätte sein sollen, die mich ins Leben entläßt. Buchbinden zum Beispiel. Aber vielleicht stellt man sich Dinge, die man hobbymäßig betreibt, auch nur viel netter vor, als sie es dann sind, sobald man seinen Lebensunterhalt damit bestreiten muß. Aber Buchbinden … mit Bögen, die die Druckerey für mich fertigte, joa, das wär was!

März 17, 2010 | In Soso | No Comments | TrackBack-URL

das ist doch alles schon zu lange her

müßte sie sagen.

und dann doch ins erzählen kommen. eine bahn fährt und die nächste, man hat sich schon mehrfach verabschiedet und wollte nur noch kurz eine frage– ja, ja, hmm, und bei mir war dann– genau!

was? nein! wirklich?

doch! so war das.

März 16, 2010 | In Mennofaktur, Soso | No Comments | TrackBack-URL

“Sieh nur, wie es …”

Weiter sprach sie nicht, denn allzu offensichtlich wollte das Ding die ihm zuteil gewordene Aufmerksamkeit nicht länger ertragen. Es löste sich auf.

Ein Lippenstiftgeist.

März 12, 2010 | In Mennofaktur | No Comments | TrackBack-URL

Walton Ford ruft —

und ich folge. Kommt jemand mit?

März 12, 2010 | In Soso | No Comments | TrackBack-URL

Ferien?

Oder warum sind so viele torkelbesoffene Jugendliche unterwegs heute nacht?

März 11, 2010 | In Soso | No Comments | TrackBack-URL

Draußen an der Wand

Wenn wir abends die Kinder zu Bett bringen, sind alle Lampen gelöscht. Die Nacht in Berlin hat genügend Licht, die kleine Gestalt erkennen zu lassen, die vor mir ins Wohnzimmer huscht, hhmmpapahmmmpaa, die neuen Wörter des Tages lallendsingendglucksend. Meist läuft sie an meinen Platz, wartet kurz, bis ich sitze, reicht mir die Flasche für das Baby und streicht dann zum Papa im Sessel gegenüber. Einszwei Züge, ein Schlürfen, fertig sind sie, marschieren zurück ins Badezimmer, Zähneputzen, ins Kinderzimmer, Spieluhr, Gutenacht, Ruhe.

Wir zwei sitzen dann noch langelange, eine viertel Stunde, eine halbe. Ich werde müde, sinke ins Baby, genau die richtige Körper- und Geisteshaltung. Er soll ja schlafen und ich muß. Später.

Draußen an der Wand, gegenüber, bewegen sich die Schatten des Mannes, Papa räumt auf. Wir lassen nichts liegen über Nacht. Ein Stück weiter oben, nur ein kleines, am Himmel — ich sehe außer dieser Wand nur Himmel — fliegen die Flugzeuge über Berlin. Blinkern. An. Aus. An. Aus. Genauso der Fernsehturm. An. Aus. Und fast immer die Sterne. Romantischer Quark.

Der Mann macht Schattenspiele an der Wand gegenüber. Taube, Hund und Hasenohr.

März 9, 2010 | In Soso | 2 Comments | TrackBack-URL

das hier ist keine blogpause,

ich verstecke mich.

wie der maulwurf, der jedes mal eins mit der schaufel über den kopp bekommt, sobald er aus seinem loch schaut.

März 7, 2010 | In Soso | 11 Comments | TrackBack-URL