Julie Paradise im Radio!

Nachträglich meine Stimme im Podcast der gestrigen Trackback-Sendung auf Fritz! zu hören, war schon etwas seltsam, beseitigte aber endgültig meine Angst, mich blamiert zu haben. Dit war schon janz in Ordnung.

Einige Kleinigkeiten seien hier aber noch einmal erwähnt und geradegerückt:

Die einzig richtige Antwort auf die Frage KungFu oder Karate? lautet natürlich KureTake. Diesen großartigen Pinselstift werde ich mir vielleicht zum Geburtstag schenken, wobei der Pinselstift von Pentel auch schon super ist. Außerdem ist Kuretake der bekannteste Hersteller von mit Wasser befüllbaren Pinselstiften, diejenigen, welche ich einst in einer Verpackung von Koh-I-Noor bei boesner erstanden habe, stammen jedenfalls von Kuretake. KungFu, pffft …

Wichtig ist mir außerdem zu betonen, daß mir eure Kommentare als solche natürlich ganz und gar nicht egal sind. Ich schreibe nur nicht darauf hin, welche zu bekommen. Hätte ich immer mögliche zustimmende oder auch ablehnende Kommentare im Hinterkopf oder würde nur posten, wenn kommentiert wird, würde ich nicht mehr schreiben können. Und natürlich löst jeder neue Kommentator ein kleines “Aha!” aus, weil ich aufs Neue weiß, wer hier so mitliest — und daß es überhaupt noch jemand tut. Eine Kommentarflaute aber macht mir nichts aus, was ich in die Weiten des Netzes entlassen habe, ist halt draußen, ganz unabhängig davon, inwieweit es eine Reaktion erfährt. Nur daß das nicht mißverstanden wird.

[Meine Mutti hat wohl Hinz und Kunz Bescheid gesagt, daß ich im Radio bin. Süß!]

Januar 24, 2010 | In Soso | 10 Comments | TrackBack-URL

Die braune Phase und der Schlongman

Ein kleiner Blick in die Werkstatt verrät: Ich habe mir kleine Aquarellhefte gebastelt.

werkstattcsm

Dazu habe ich aus halbierten und dann gefalteten Aquarellbögen der Größe 24×32cm und dem Velinpapier von Canson kleine Heftchen zusammengestellt und sie an der Falz vernäht — wobei ich auch meine neu erstandenen Buchbindernadeln zu schätzen gelernt habe. Mit ihnen läßt sich Papier wirklich sehr viel leichter durchstechen als beispielsweise mit Stopfnadeln.

heftecsm

Einige Seiten habe ich nun, passend zur Winterstimmung, kackbraun grundiert

braunephasecsm

und konnte somit sofort mit dem assoziativen Zeichnen beginnen:

schlongmancsm

[The Schlongman, Pinselstift auf Aquarellwischung, Assoziation: "Wie die Nase des Mannes ..."]

Ansonsten haben wir hier neuerdings neben LegoDUPLO auch Männerlego, ein Konstruktionsspielzeug der Firma Berg, aus dem der Karpate erst einen Chopper und dann ein Schaukeldingens für die Kleine gebaut hat:

chopper1csm

chopper2csm

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schaukelpf1csm

schaukelpf2csm

Kinderkommentare: “Ürrö” und “Schouwckäll!”
Es gefällt also.

Januar 22, 2010 | In Mennofaktur | 6 Comments | TrackBack-URL

Morgens mit dem Hahn

morgenhahncsm

aufzustehen bedeutet manchmal, daß ich sogar noch kurz Zeit für mich habe.

Januar 21, 2010 | In Mennofaktur | No Comments | TrackBack-URL

Ohne mich

We (!) are (!!) family (!!!) …

Januar 17, 2010 | In Mennofaktur | 3 Comments | TrackBack-URL

Julie Paradise a.D.

Am Ende bin ich mit dem Unwahrscheinlicheren befreundet.

betterfishe1csm

Treffe ich zwei Menschen, von denen der eine auf den ersten Blick mehr glänzt, aus sich herausgeht, spannender und, man muß es so sagen, lauter ist, dann fällt dieser natürlich mehr auf als derjenige daneben, der weniger offensichtliche Vorzüge hat. Überhaupt weniger Vorzüge zu haben scheint. Aber Freundschaft entsteht nicht durch den Schein, sondern durch gemeinsames Erleben, gelassenes Beieinandersein ohne versuchte Konkurrenz oder den Versuch sich wie auch immer zu profilieren.

Es gibt in meinem Umfeld Menschen, die einmal meine Freunde schienen, weil ich wünschte, sie wären meine Freunde und wir somit viel Zeit miteinander verbrachten, in welcher sich aber nur Mißtrauen über Enttäuschung und kränkende Sticheleien häuften. Und in drei Fällen hat sich mit der Zeit herausgestellt, daß deren Freunde, dir anfangs nicht so interessant erschienen, eben weil sie nicht so glänzten wie ihre hochpolierten Blenderfreunde, letztlich meine Freunde wurden. Ich bin so dumm. Oder eben auch nicht, denn zuletzt haben wir uns doch gefunden, die Stilleren und ich. Die Unwahrscheinlicheren.

Nicht loslassen, wenn die blasse Ahnung entsteht, daß ich mich wohler fühlen dürfte bei ihnen, besser aufgehoben als bei denen, die vom Erfolg verwöhnt nur noch Bekanntschaften sammeln statt wirklich mich zu meinen, das habe ich gelernt. Von meinem besten Freund, der seinen vorwitzigen Kumpel wegdrängen mußte um Gehör zu finden damals, von der Studienfreundin, von der ich anfangs meinte, sie mag mich nicht so sehr wie die andere, weil sie selbst dachte, ich würde sie nicht mögen wie jene, von dem Jungen, der bisher immer nur ein Freund von … war und nun eben mein Freund wird, mal sehen.

Nachdem es kurz knapp war damit, lebe ich wieder, ich schreibe und zeichne und malemale und lerne Radierungen anzufertigen und Linolschnitte. Ich lese sogar wieder, ich kann jetzt Neues aufnehmen und will es auch, nachdem ich in den letzten Monaten so außer mir war, daß ich mich nur langsam zurückfinden konnte, als würde ich in eine Blase steigen müssen, die nicht unendlich Platz bietet aber doch mich aufnehmen soll, nicht so gefüllt werden darf, daß ich am Ende draußen bleiben muß mit einem Teil von mir, der wichtig wäre. Ich hätte mir einen Arm abgeschnitten oder die Erinnerung an den Sommer 2000, was immer größer gewesen wäre davon.

Ich habe noch viel Druck in mir.

betterfishe2csm

(Die Vorlagen für die Fische stammen phom Phil. Und waren auch ausdrücklich nur für ihn gedacht.)

Januar 8, 2010 | In Mennofaktur | 10 Comments | TrackBack-URL