Eine riesige Welle der Kraftlosigkeit

und vielleicht auch Überforderung spüren. Seit Monaten müde sein. Abgewimmelt werden.

“Jaja. Das schaffst Du schon.” — “Jaja” heißt “Leck mich am Arsch.”

(Danke, H.)

Oktober 30, 2009 | In Soso | | TrackBack-URL

  1. boah ich weiss so, was du meinst. bei dem wort riesige welle, kraftlosigkeit, überforderung und monate müde. und ja - “jaja” ist die kleine schwester von leck mich am arsch. leider.

    Kommentar von ami am 30. Oktober 2009 um 17:49 | Link

  2. es ist ja nicht immer so, ziemlich selten eigentlich nur, wenn man bedenkt, daß ich jetzt auch gar keine gelegenheit hatte, mich vor und nach der geburt auszuruhen. der kleine war da, wir haben dreivier stunden lange gekuschelt und dann ging’s normal weiter, wickeln, kümmern, am nächsten tag ab nach hause und dort erst einmal wäsche waschen, drei maschinen, aufräumen, die schwiegereltern zu kaffee und kuchen empfangen. und seitdem eben nicht mehr als vier stunden schlaf am stück, rund um die uhr da sein und irgendwie, so habe ich manchmal das gefühl, drei kindern krams hinterhertragen. bevor zuhause nicht alles ordentlich und sauber und meinen vorstellungen gemäß gemütlich ist, kann ich mich sowieso nicht entspannen.

    und dann gibt es eben die tage, wo der karpate länger arbeiten muß und ich nicht weiß, wie ich den kleinen genau zu der zeit satt und ruhig bekommen soll, in der es für die kleine wichtig ist, daß ruhe herrscht, zum mittagschlaf und vor dem schlafengehen abends. und ich selbst bin dann so müde, als hätte mir der mann mit dem großen schwarzen hammer eins übergebraten. wenn man dann versucht, irgend jemanden zu erreichen zum reden oder gar vorbeikommen, nachher, abends, er muß ja nur den kleinen im arm halten, damit der ruhig ist, und niemand hat zeit, weil normale menschen ja arbeiten und ein sozialleben haben und etwas vor, und von 14 freunden und bekannten nur wieder der eine zeit hat, der, der sowieso immer für einen da ist und dem unter die augen zu treten und zu bitten man kaum noch wagt, dann — ja dann droht die erschöpfung mich zu übermannen.

    was lerne ich aber aus solchen momenten?

    alles geht vorüber, jegliche zeit, und irgendwie geht es weiter und vorbei. und meistens schaffe ich es ja doch allein, weil ich muß, aber es nagt doch und macht müde.

    Kommentar von Julie Paradise am 31. Oktober 2009 um 11:17 | Link

  3. Liebe Julie, ich konnte länger nicht reinschauen, da wir gerade einige Zeit mit unserem Umzug nach Berlin beschäftigt waren. Dabei musste ich manchmal an Deine Einträge aus den Wochen vor der Geburt denken… Mit als erstes habe ich mir eine Putzfrau organisiert, weil ich ja auch so eine ähnliche Haussituation habe wie Du. Also Kleinkinder, Mann, der Deinem Karparten in manchem ähnelt etc. Es ist wirklich ein Traum in Deutschland. Ich komme nach Hause - und alles ist einfach nur sauber, hübsch aufgeräumt, gebügelt etc. Leider nur einmal die Woche. Und wenn’s arg kommt, nimmt sie auch die Kinder mit zu sich und umhegt und umpflegt sie. Achja, mein, wie soll ich sagen, äh, Sachsen-Anhaltiner, schnappt sich die Kinder am Wochenende gerne für vier-fünf Stunden am Stück und zuckelt mit ihnen durch den Zoo oder sonst irgendwo hin. Ich muss dabei eine Bedingung erfüllen: Mich wirklich erholen (also nicht heimlich aufräumen oder ähnliches). Ich wünsch Dir ganz viel Kraft & alles Liebe.

    Kommentar von Kristin am 05. November 2009 um 10:00 | Link

  4. Oh, vielen Dank, das gleiche wünsche ich Dir auch!

    Kommentar von Julie Paradise am 05. November 2009 um 22:14 | Link

Rock my Boat!