Mädchenkoma [mit Nachtrag]

Gewaltphantasien. *

Um mit einem etwas blöden Wortspiel zu beginnen: Amok ist Jungssache, Mädchen fallen ins Koma, gefühlsmäßig.

Zumindest ist es das, was ich in meinem Leben erlebt habe. Björn und andere (Männer) geben an, Aggression zu verspüren, Gewaltphantasien zu erleben. Diese werden, natürlich, nicht in die Tat umgesetzt, aber sie sind da. Es kommt natürlich auf die Art der Provokation an, beim Thema Mobbing, Druck, Vereinsamung, Kränkung, Erfahrung und Verarbeitung von erlebter Gewalt aber reagieren Mädchen oft anders.

Eine ehemals gute Freundin von mir hatte ähnlich beschissene Erfahrungen sammeln dürfen wie ich einst, sie hat sich umgebracht, mit Tabletten vergiftet. Weil sie keinen Ausweg aus ihren Alpträumen sah, weil sie es nicht mehr ertragen konnte, weil sie behandelt wurde wie der letzte Dreck und voller Hass war. Und weil sie diesen gegen sich selbst richtete, denn wer anders als sie und ihre Unzulänglichkeit konnten denn die Ursache für das Verhalten der anderen sein? Wenn alle mich hassen und demütigen, dann muß ich das doch irgendwie verdient haben. Weibliche Logik. Mangelndes Selbstwertgefühl, ach was, mangelnd, nicht existent, nie gewesen und so typisch. Mädchen sind immer lieb und brav, fühlen sich in andere hinein und spielen Puppenmutti. Mädchen sind nicht: Aggressiv, laut, nach außen.

Ich bin damals förmlich implodiert, nie wäre ich auf die Idee gekommen, jemand anderem wehzutun, weil mich alles schmerzte. Wir haben uns die Arme aufgeschnitten und die Oberschenkel, haben uns selber gehaßt. Ich habe den Zug verpaßt um wenige Minuten, ich lebe.

Und kenne keine Gewaltfantasien, die sich gegen andere richten. Wenn etwas auf mich einstürzt, zuviel ist, mir Angst macht, dann zersetzt es in meiner Fantasie mich selbst, ähnlich wie Finefins Figur, die sich selbst auffrißt. Da dringt nichts nach außen, wird nichts laut, im Gegenteil –

ich werde immer stiller und verschwinde.

[Nachtrag (einige Stunden später):

Du schreibst immer gleich so persönlich.

Ich kann nur beschreiben, was ich erlebt habe, was ich kenne, was mich angeht. Würde ich distanzierter schreiben wollen, wissenschaftlicher quasi, müßte ich auch Belege erbringen, also Recherchearbeit leisten, was ich gestern nacht nicht wollte oder konnte.

Worum es mir ging wird jedoch auch so deutlich: In der Diskussion um den Amoklauf und der Diskussion um die Diskussion geht es oft um "die Jugend(lichen), Teenager, gemobbte Kinder, Heranwachsende, Gamer", alles vordergründig geschlechtsneutrale Bezeichnungen, die in der Konsequenz jedoch meines Erachtens nur auf Jungen, männliche Jugendliche, Männer zutreffen. Selbst wenn es Ausnahmen gibt, die überwiegende Anzahl derjenigen, die derartige Spiele zocken, dürfte männlich sein. Kaum ein Mädchen interessiert sich für solche Spiele oder auch nur für Waffen. Eine kleine Umfrage im Freundeskreis ergab, daß keine befragte Frau jemals eine Waffe in der Hand hatte geschweige denn wüßte, wie sie zu benutzen wäre. Sie alle würden sich wahrscheinlich eher selbst ins Knie schießen als sie gezielt zu benutzen um andere zu verletzen. Und andere zu verletzen weil man selbst verletzt ist schließen sie ebenfalls aus. Das deckt sich mit den oben beschriebenen Erfahrungen und mit anderen Erlebnissen.

Gewaltphantasien und nach außen getragene Aggression sind, und dafür brauche ich wohl kaum Zahlenmaterial anzubringen, ein äußerst mannliches Phänomen. Es allen zeigen wollen, draufhauen, zumindest in der Vorstellung, ebenfalls. Es mag etliche Gründe geben dafür, daß es kaum eine (keine?) weibliche Amokläuferin gibt, zumindest in den medial aufgearbeiteten Fällen der letzten Jahre waren es immer junge Männer.

Einer der für mich augenfälligen Gründe, und hier kann ich wohl ruhig pauschalisieren, auf die Gefahr hin recht hemdsärmelig und laienpsychologisch daherzukommen, ist eben der, daß Mädchen, junge Frauen, Frauen, anders auf Druck und Schmerz reagieren. Sie weichen eher aus oder versuchen sich anzupassen, sind eher passiv und suchen etwas bei sich selbst zu ändern.

Mit das erste was mir dazu einfällt ist das Thema Eßstörungen. Freß- oder Magersucht sind auch eine Form der Selbstverstümmelung, des Anpassens des eigenen Körpers an den Druck von außen, der in dieser Form als die Ansage, als Vorwurf verstanden wird, nicht so zu sein wie gefordert. Und gerade beim Thema Magersucht oder Bulimie ist das oft Verzwickte, daß je "besser" ein Mädchen ist, es irgendwann Erfolg erfährt. In meiner Klassenstufe gab es insgesamt vier Mädchen, die massive Eßstörungen hatten, ich selbst mache bewußt oder unbewußt Diäten, seit ich zwölf bin. Ist man gut, ist man dünner, einige Probleme ließen sich damit lösen, und selbst wenn nicht: Solches und ähnliches Verhalten, weibliches Verhalten, tut niemandem außer einem selbst weh. (Vielleicht den Eltern, wüßten sie davon, aber die sind ja eh irgendwie ausgeklammert.)

Machtphantasien tauchen in diesem Kontext bei ihnen nicht auf. Ich will nicht sagen, daß Aggression und Gewalt ein rein männliches Verhalten darstellen, daß es bei Frauen aber anders auftritt, selbst wenn es Mädchengangs u.ä. gibt, ist doch aber unbestritten. Selbst die Form von weiblicher Gewalt, die mich aus naheliegenden Gründen seit einiger Zeit, wenn darüber berichtet wird, stärker angeht, Kindsmorde nämlich, funktioniert anders. Nach meinem Verständnis ist auch dies eher eine Form der Gewalt gegen sich selbst, gegen das andere in einem drin. Viele Kindsmorde werden von den Täterinnen, soweit ich das verstanden habe und es mir (in sehr begrenztem Maße) vorzustellen oder es nachzuvollziehen wage kaum als Tötung eines anderen, eigenen Wesens wahrgenommen, zu sehr ist die Frau noch mit ihrer Leibesfrucht verbunden. Aber das führt hier vielleicht doch zu weit ...

Jedenfalls sollte das hier eine Reaktion sein auf die umliegenden Kommentare zum Amoklauf von Winnenden, bei deren Lektüre mir auffiel, daß ich nur an drei Stellen Hinweise darauf gelesen habe, wie pseudogeschlechtsneutral die Diskussion geführt wird, indem auch über Jugendliche und Mobbing geschrieben wird, über Jugendliche und "Killerspiele", über Jugendliche und Gewalt, über jugendliche Amokläufer, eigentlich aber immer heranwachsende junge Männer gemeint sind. Es gab zwei, drei Kommentare, die anmerkten, daß es keine amoklaufenden Mädchen gab all den Fällen der letzten Jahre und einen (leider leicht hysterisch klingenden) Text, der sich feministisch gibt, was immer das auch heißen will.]

März 15, 2009 | In Soso | | TrackBack-URL

  1. 15.03.2009 - unfassbar? - Graubrot
  2. 16.03.2009 - Der Amoklauftext | NES is dead
  3. 16.03.2009 - Amok ist Jungssache | Endl.de Weblog
  4. 16.03.2009 - Ulf - Mehr oder minder täglich Privatkram
  1. ich glaube mich zu erinnern, im zusammenhang mit dem amoklauf von erfurt vor ein paar jahren gelesen zu haben, dass bisher noch keine weibliche täterin bekannt geworden sei. anscheinend haben wir es also hier mit einer der letzten reinen “männerdomänen” zu tun.

    ansonsten fand ich die beiden artikel wirklich sehr lesenswert. kompliment.

    Kommentar von Pat Bateman am 15. März 2009 um 11:15 | Link

  2. In dem NDR.Beitrag werden auch Familienmorde angesprochen, in denen sogar die Anzahl der Frauen überwiegt. Ist halt fraglich, ob die ach dem Amoklauf zugeordnet werden können, weil es ja den klassischen Amoklauf an sich nicht gibt, Ansonsten, was du ansprichst, auch in Bezug auf Winnenden liegst du, glaub ich richtig. Mädchen verarbeiten während der Schulzeit, bzw. während der Pubertät ihre Probleme auf andere Weise.

    Aber ich gebe mich gern selbst als Ausnahme an, die schon mal eine Waffe in der Hand gehalten hat und damit auch geschossen hat. Und zwar mit der Luftpistole von meinem Großvater auf Pappzielscheiben und dies in der freien Natur. Hatte in etwa den gleichen Spaßfaktor, wie Schießen auf dem Rummelplatz, bzw. Ballsportarten oder ähnliches, wie Bogenschießen, wo du ein Ziel treffen musst.

    Kommentar von sunny am 15. März 2009 um 12:28 | Link

  3. d’accord

    [...] Gibt es eigentlich viele Amokläuferinnen? Oder Counterstrike-Spielerinnen? Wieviele Soldatinnen gibt es, wieviele Horrovideo-Konsumentinnen? Gibt es Messerstecherinnen oder Vergewaltigerinnen?
    Blöde Fragen. Schlimme Zeiten. Aber machen wir uns nichts vor: Amok laufen, Gewaltspiele datteln, in den Krieg ziehen, Horrorvideos schauen, Messer stechen, vergewaltigen, das alles sind nahezu ausschließlich männliche Betätigungsfelder. [...]

    Kommentar von Axel am 15. März 2009 um 20:07 | Link

  4. Mal eine Ausnahme, aber auch die einzige die mir so bekannt ist.

    jochenscheytt.de/popsongs...

    Und vor Jahren gabs mal nen Fall, wo Mädels gemeinsam einen Typen aus dem Drückermileu brutal gequält und anschließend ermordet haben.

    Ansonsten kann ich nur weitestgehend zustimmen.

    Kommentar von corax am 15. März 2009 um 20:40 | Link

  5. stimmt. war mal wieder frauenmissachtend, auch bei mir. es sind wohl echt nicht die kids, sondern wir jungs. das ändert, denke ich, aber nichts an der von so vielen geleugneten scheiße, die jugend (neben anderen dingen) so bereit hält und, die mädchen wie jungs gegen sich oder andere aggressiv werden lässt.

    Kommentar von Björn Grau am 15. März 2009 um 22:54 | Link

  6. Dein Artkel ist sehr nachdenkenswert.
    Ein Aspekt, den ich auf meinem Blog und den Artikeln zum Amoklauf in Winnenden auch nicht berücksichtigt habe.
    In den zahlreichen Kommentaren die ich dazu bekam, übewiegend von Mädchen und Frauen, wurde dieses Faktum auch nicht angesprochen.
    Ausser dass es sehr viel früher schon mal Amokläufe von Frauen gegeben haben soll.
    Ich kenne persönich Frauen die der Jagd nachgehen Polizstinnen, ud auch Bundeswehrangehörige, die alle Waffen tragen, teils tragen müssen, aber dienicht so vernarrt in Waffen sind wiedie Männer.
    Jeenfalls st mir dieses nicht aufgefallen.
    Es gibt wohl auch einige Madchen und Frauen, die sagen sie würden sich gerne prügeln, einge reden sogar davon andere am iebsten zusammenchlagen zu wollen. Manche tragen in sich auch Gewaltphantien gegenüber Mutter oder Vater mit sich herum.
    Doch auch dieses scheint die Minderzahl zu sein.

    Du redest von sich nicht wehren, leise sein, die Schuld bei sich selbst suchen. Das Gefühl, “dann werde ich es wohl verdient haben”.
    Dieses finde ich sehr traurig. Denn wer hat so etwas schon verdient? Niemand. Und ganz sicher auch nicht du.
    Im Grunde muss ja so etwas auch nicht immer in einem Gewaltausbruch enden.
    Aber wie sieht es denn damit aus, sich dem verletzenden und kränkenden Verhalten der anderen zu entziehen. Dafür nicht mehr zur Verfügung zu stehen? Anstatt die Taten der Täter und Täterinnen noch selbst fortzuführen indem man sich selbst verletzt.
    Ich weiss, als Kind und teils auch als Jugendlicher ist es oftmals nicht so einfach, teils wohl auch fast unmöglich sich dem ganzen zu entziehen.
    Und leider bleibt diese Stachel, der in einem sitzt, den die anderen einem impliziert haben, oftmals, manchmal lebenslang in einem sitzen.
    Das es bei dir anders kommt, dieses wünsche ich dir.
    Dass deine Freundin sich das Leben nahm tut mir leid.

    Ich würde gerne deinen bemerkenswerten Eintrag auf meinem Blog stellen, mit einem Link zu dir her, damit bei mir auch einmal über diese Aspekte diskutiert werden kann.
    Wenn du mir dieses erlaubst, wäre ich dir sehr dankbar.
    Liebe Grüsse und alles Gute für dich.
    sternenschein

    Kommentar von sternenschein am 16. März 2009 um 04:34 | Link

  7. Klar doch. Zum Verlinken sind Blogs ja schließlich da. ;-)

    Ach, und danke!

    Kommentar von Julie Paradise am 16. März 2009 um 09:31 | Link

  8. > Kaum ein Mädchen interessiert sich für solche Spiele oder
    > auch nur für Waffen.

    Kenne da einige Beispiel von Counterstrike-spielenden Frauen. (Keine absolut exotischen Ausnahmen, sie waren einfach dabei in einer Gruppe von einem halben dutzend bis dutzend.)

    > Eine kleine Umfrage im Freundeskreis ergab, daß keine befragte
    > Frau jemals eine Waffe in der Hand hatte geschweige denn wüßte,
    > wie sie zu benutzen wäre.

    Und das wäre jetzt auch vielleicht relevant, wenn du noch sagst, wie sich das im Verhältnis zu den Männern in deinem Freundeskreis verhält… wieviele Männer hatten denn bereits eine (echte) Waffe in der Hand, und wüssten diese zu benutzen?

    Ansonstens; es gibt keine Selbstverletzung unter Männern, ist das die Kernthese? Da kenne ich aber einige in bestimmtem Alter beliebte Mutproben, von Knaller in Hand halten über Zigaretten an sich ausdrücken bis hin zum gezielten Sturzbetrinken die alle in die Richtung Selbstverletzung gehen.

    Kommentar von Philipp am 16. März 2009 um 10:12 | Link

  9. Vielen Dank für die Genehmigung.
    Mal sehen was meine Besucherinnen sagen.
    Es sind ja einige dabei die Wow spielen.
    Auf der anderen Seite kommen auch etliche auf meinen Blog die zu SSV tendieren.
    Die Frage wäre ja auch, wodurch diese Unterschiedlichkeit resultiert.
    Ob es an der Erziehung und Umwelt liegt, oder eben einfach nur aufgrund der verschiedenen Geschlechter?
    Das was du allerdings berichtest, wie du da mit umgehst, diese Art und Weise mit Demütigungen, Kränkungen, und verletzungen umzugehen, konnte ich auf Blogigo doch in zahlreichen Blogs wiederfinden.
    Liebe Grüsse

    Kommentar von sternenschein am 16. März 2009 um 20:40 | Link

  10. Malte Welding: Wir Mädchen (Soeben entdeckt.)

    Kommentar von Julie Paradise am 16. März 2009 um 20:58 | Link

  11. Julie, du hast ganz einfach total Recht.

    Kommentar von hach keine ahnung am 17. März 2009 um 16:33 | Link

  12. > Eine kleine Umfrage im Freundeskreis ergab, daß keine befragte
    > Frau jemals eine Waffe in der Hand hatte geschweige denn wüßte,
    > wie sie zu benutzen wäre.

    Ja, geht mir (Frau, Mutter) ähnlich. ABER….

    Seit ich Kinder habe…. wenn irgendso ein Stück Dreck meine Kinder bedroht, töte ich ihn. Aber das erschreckt mich ein bisschen.

    Kommentar von barbex am 18. März 2009 um 17:20 | Link

  13. Vielleicht bin ich zu lammfromm, oder zu anders erzogen, aber außer im Falle der akuten Notwehr in einer Situation, in der noch etwas noch verhindern ist, würde sogar im Falle der Bedrohung meiner Kinder meine Reaktion nicht aus Rache und Selbstjustiz bestehen. Weil dies immer nur neues Leid verursacht, neue Schuld, mit der dann auch ich leben müßte, und an meinem Schmerz über das Geschehene würde es auch nichts ändern.

    Eine ähnliche Diskussion (über Selbstjustiz und Gewalt, Rache und einen Vater gibt es übrigens hier: Fünf Filmfreunde: 96 Hours — Taken (Review).

    Und für mich immer noch: Kein aber. Um etwas Schlimmes zu verhindern, muß ich nicht selbst zu einem brutalen Stück Scheiße, einem Unmenschen, mutieren, es würde zum Beispiel reichen, ins Bein/Knie o.ä. zu schießen statt in den Kopf.

    Kommentar von Julie Paradise am 19. März 2009 um 23:56 | Link

  14. Mädchen behalten ihren Schmerz in egoistischer weise für sich und Jungen teilen großzügig mit allen.
    Auswirkungen?
    Inzwischen gibt es dank der Amokläufe viel mehr Schulpsychologen an die sich nun auch die Mädchen wenden können.

    Kommentar von Nino am 20. März 2009 um 21:43 | Link

  15. Ironie, hoffe ich.

    Kommentar von Julie Paradise am 20. März 2009 um 21:53 | Link

  16. Ich weiß es selber nicht.

    Kommentar von Nino am 20. März 2009 um 22:21 | Link

  17. Julie,
    du würdest also irgenwann hingehen, einem zur “Strafe” ins Bein oder Knie schiessen?
    Das glaube ich dir nicht. Ich glaube das könntest du auch garnicht.
    Ich, als m könnte und vor allem würde es auch nicht können oder geschweige denn wollen.

    Etwas anders würde es mit der von dir angesprochenen Notwehr bei Gefahr im Verzuhe aussehen. Da wäre mirr jedes nur erdenklich Mittel recht, um schlimmeres zu verhüten.

    Weiss aber auch von etlichen Frauen, dass selbst Notwehr ihnen schwerfällt, jedenfalls eine derartige, die dem Täter wirjlich wehtun oder schaden könnte.
    Und da wunder ich mich manchesmal drüber. Dass sie in dem Falle lieber alles mögliche über sich ergehen lassen, als dem Täter wirklich wehzutun und abzuwehren. Ich glaube, für so manche Frau/Mädchen wären diese angbotenen Selbstverteidigungskurse sehr sinnvoll.

    Manche Frau würde ja noch nicht einmal schreien, wenn sie in irgendeiner Wohnung bedrägt wird, weil das ja die Nachbarn hören könnten. Oder dem Täter einen schweren Gegenstandauf den Kopf hauen, da dieses dem ja weh tun könnte.
    Ich weiss nicht wie es bei dir ist, on du das könntest.
    Abgesehen von Amokläufen suchen sich Täter ja oftmals schwache, zurückhaltende Opfer aus.

    Könnten Frauen/Mädchen sich in diesr Hinsicht ändern, etwas selbst machen, um sich besser schützen zu können.
    Für wünschenswert würde ich es schon halten.

    Liebe Grüsse
    sternenschein

    Kommentar von sternenschein am 22. März 2009 um 03:31 | Link

  18. Ich find es recht logisch, dass Mädchen Frust u.ä. in sich reinfressen und gegen sich richten und Jungen das tendenziell eher nach außen abgeben. Schließlich werden Mädchen für Auffälligkeit/Nicht-Bravsein deutlich mehr ausgeschimpft als für stillen Rückzug oder Tränen. Bei Jungen ist es genau andersherum: die werden viel aggressiver von nicht-einfühlsamen Erwachsenen oder anderen Kindern für Tränen oder Gefühle oder Zurückgezogenheit heruntergemacht als wenn sie ordentlich drauf hauen..

    Kommentar von sorio am 22. März 2009 um 13:28 | Link

  19. Sternenschein, da hast Du mir jetzt aber die Worte im Mund verdreht. Was ich meinte, war der Fall der Notwehr. Selbst im äußersten Falle würde ich nicht hingehen und “den Kerl TÖTEN”, sondern ihm eine zwar die Tatvollendung verhindernde, aber nichttödliche Verletzung zufügen. Soetwas nennt man Verhältnismäßigkeit.

    Kommentar von Julie Paradise am 22. März 2009 um 17:43 | Link

Rock my Boat!