Nachmittagsschokolade

kakao2buntsm

Diesmal nicht aus dem Silberkännchen, sondern aus der Kindertasse. Die hatte meine Mutti schon in den 50ern.

kakaotassecsm

Mit Stiften aus dem Kolonialwarenladen, originalverpackt mit Banderole, jeweils im Dutzend. (Schieferstifte “Swano” (1233u) der Schwan-Bleistift-Fabrik A.G. Nürnberg, Schieferstifte “Siegfried” (1154) von J.J. Rehbach, Nordhalben, Feine Büro- und Zeichenstifte No. 2 von Geib und Leibenguth, Landstuhl (Pfalz) aus der Kolonialwarenhandlung Oelmühle (?) sowie, mit Aries-Garantie, wie das Schildchen versichert, NORIS-Stifte (01100) der Firma J.S. Staedtler, ebenfalls der Härte No.2, die wohl heutzutage dem Härtegrad HB entsprechen soll, aber eher wie ein hochwertiger Bleistift der Härte B anmutet, was den Abrieb betrifft.)

stiftesepiasm

März 29, 2009 | In Mennofaktur | 2 Comments | TrackBack-URL

“Wenn irgendwas nicht in Ordnung wäre,

würdest du es doch wegmachen lassen, nicht wahr. So ein Mongo-Kind muß man heutzutage ja wirklich nicht mehr bekommen.”

Ich dachte eigentlich, ich hätte der Bekannten, von der diese Äußerung stammt, beim ersten Baby schon meine Haltung zu dem Thema vermittelt.

Natürlich gibt es Dinge, die jedes Elternpaar, jede Schwangere mit sich selbst ausmachen muß, Entscheidungen, die einem niemand abnehmen kann, aber solche Sätze lassen mir jedes Mal wieder das Blut in den Adern gefrieren. Besonders die Kurzsichtigkeit, mit der gerade die Genanomalie Trisomie 21 als DAS Schreckgespenst herumgeistert. Es ist nur die bekannteste und mittlerweile, abgesehen von wirklich auffälligen körperlichen Schädigungen, mit am leichtesten zu diagnostizierende Krankheit, auf die sich die Pränataldiagnostik stürzt. Es gibt weitaus schlimmere Krankheiten, geistige Behinderungen beispielsweise, die nicht zu erkennen sind, außerdem gibt es für jedes lebende Wesen immer, IMMER, in jedem Augenblick, das Risiko, buchstäblich vom Schlag getroffen zu werden, von einem Dachziegel, von einem Irren, was auch immer. Das Leben ist nicht vorhersehbar. Ist jemand dann nicht mehr “normal”, behindert, ist er dann weniger wert? Müßte man ihn dann auch “wegmachen lassen”?

Ich bin gerade mitten drin in diesem Thema, emotional und zeitlich, was die regelmäßgen Untersuchen beim Arzt betrifft, und natürlich bin ich jedesmal heilfroh und erleichtert, wieder zu hören, daß alles in Ordnung ist, denn man macht sich Sorgen als (werdende) Mutter, und leichter würde es bestimmt nicht werden mit einem behinderten Kind, aber Leben so auszusortieren finde ich grauenhaft.

Man könnte und müßte soviel dazu schreiben, ich kann aber nicht. Ich habe nur meine Meinung und meine Angst, die Richtung, in die ich mich entscheiden würde und einige Warnlichter, die mich geradezu erfrieren lassen, mich erahnen lassen, was wäre, wenn …

März 26, 2009 | In Soso | 37 Comments | TrackBack-URL

Schwarzer, komm kuscheln!

kuschelmauscsm

kuschelmausdetailcsm

März 23, 2009 | In Soso | 1 Comment | TrackBack-URL

Manche sind so …

hungrmoewcsm

März 21, 2009 | In Mennofaktur | 2 Comments | TrackBack-URL

Niki Lauda

Was mir bei dem kurzen Bericht auf dem Blog Behindertenparkplatz über eine einarmige BBC-Moderatorin wieder auffiel: Der einzige “entstellte”, wenn vielleicht auch nicht behinderte, Mensch im deutschen Fernsehen, der abseits der Quotenniederungen der Dritten Programme auftritt und wirklich wahrgenommen wird, ist Niki Lauda. Oder wem fällt spontan noch jemand anderes ein?

März 19, 2009 | In Soso | 7 Comments | TrackBack-URL

Twitter ist unnütz

Ich kann es nicht mehr hören! Wer es doof findet, soll es entweder nicht benutzen oder, wie ich mir jetzt anmaße zu behaupten, richtig benutzen.

Richtig benutzen bedeutet zum Beispiel im Falle derjenigen, die argumentieren, sie bekämen nur langweilige Statusnachrichten ihrer Bekannten zu lesen, daß sie denen eben nicht mehr folgen. Und sich dafür andere Twitterer suchen, die interessanter zwitschern.

Ich selbst bin bei Twitter ja sehr, sehr wählerisch. Ich folge nur 25 Leuten und das aus gutem Grund. Diese Menschen machen entweder gute Wortwitze, die mich öfter mal zum Schmunzeln bringen, ohne daß eine tiefere persönliche Bekanntschaft dahinterstünde (frank l., St. Burnster und Fred) oder sie sind so gute Freunde und Bekannte, daß viele ihrer Tweets mich auch als SMS erreichen könnten. Es ist dann oft so, daß ich über ihre Laune und Befindlichkeit auf diese unaufdringliche Art und Weise Bescheid bekomme, was sie gerade angeht, freut, ärgert. Und wenn ich dann merke, daß jemand vielleicht traurig oder frustriert ist, dann kann ich nachfragen oder eine kleine Aufmerksamkeit verschicken, und sei es ein lustiges Katzenbildchen.

Was für mich Gründe dafür sind, jemandem nicht (zurück) zu folgen: Ich kenne ihn schlicht nicht.

Er blipt nur, schreibt also automatisiert, welche Musik er gerade hört (und verlinkt darauf).

Er schreibt nie einen Tweet selbst, sondern läßt nur automatisiert neue Blogposts ankündigen.

Er kündigt neue Blogposts an, aber mit verdeckter URL. Ständig.

Er verwechselt Twitter mit einem Chat und klatscht meine Timeline mit @replies voll, am besten immer zehn Antworten hintereinander. Alles mit Smileys.

Er twittert ausschließlich darüber, daß seine ultramodernen Gadgets alle doof sind, nicht funktionieren und macht Insiderprogrammiererwitze.

Er läßt seine Tweets auf seinem Blog zusammenfassen, von dem ich den RSS-Feed abonniert habe. Doppelt gemoppelt muß ich Gezwitscher nun auch nicht lesen.

Ach, und Leute, die es auf 50 Tweets am Tag bringen, überfordern mich einfach mit ihrem Mitteilungsbedürfnis.

Das alles hat sich mit der Zeit als mein ganz persönliches Gebrauchsmuster von Twitter entwickelt und ich bin zufrieden sowohl mit der Qualität, dem Unterhaltungsfaktor und dem Informationsgehalt als auch mit dem Umfang der mich erreichenden Tweets. Vielleicht sollten die, die sich über Twitter beschweren, einfach mal probieren, alles was sie nervt einfach abzustellen, sich ihr eigenes Twitter zu basteln und statt jedem zurückzufolgen und sich dann über Masse und Belanglosigkeit zu beschweren, selbst wählerischer zu werden.

Nurmalso.

März 18, 2009 | In Soso | 18 Comments | TrackBack-URL

Please don’t touch

donttouchcsm

März 18, 2009 | In Mennofaktur | No Comments | TrackBack-URL

Husch husch, ins Körbchen!

koerbchencsm

… und später dann für Leias Puppen.

März 15, 2009 | In Soso | 1 Comment | TrackBack-URL

Mädchenkoma [mit Nachtrag]

Gewaltphantasien. *

Um mit einem etwas blöden Wortspiel zu beginnen: Amok ist Jungssache, Mädchen fallen ins Koma, gefühlsmäßig.

Zumindest ist es das, was ich in meinem Leben erlebt habe. Björn und andere (Männer) geben an, Aggression zu verspüren, Gewaltphantasien zu erleben. Diese werden, natürlich, nicht in die Tat umgesetzt, aber sie sind da. Es kommt natürlich auf die Art der Provokation an, beim Thema Mobbing, Druck, Vereinsamung, Kränkung, Erfahrung und Verarbeitung von erlebter Gewalt aber reagieren Mädchen oft anders.

Eine ehemals gute Freundin von mir hatte ähnlich beschissene Erfahrungen sammeln dürfen wie ich einst, sie hat sich umgebracht, mit Tabletten vergiftet. Weil sie keinen Ausweg aus ihren Alpträumen sah, weil sie es nicht mehr ertragen konnte, weil sie behandelt wurde wie der letzte Dreck und voller Hass war. Und weil sie diesen gegen sich selbst richtete, denn wer anders als sie und ihre Unzulänglichkeit konnten denn die Ursache für das Verhalten der anderen sein? Wenn alle mich hassen und demütigen, dann muß ich das doch irgendwie verdient haben. Weibliche Logik. Mangelndes Selbstwertgefühl, ach was, mangelnd, nicht existent, nie gewesen und so typisch. Mädchen sind immer lieb und brav, fühlen sich in andere hinein und spielen Puppenmutti. Mädchen sind nicht: Aggressiv, laut, nach außen.

Ich bin damals förmlich implodiert, nie wäre ich auf die Idee gekommen, jemand anderem wehzutun, weil mich alles schmerzte. Wir haben uns die Arme aufgeschnitten und die Oberschenkel, haben uns selber gehaßt. Ich habe den Zug verpaßt um wenige Minuten, ich lebe.

Und kenne keine Gewaltfantasien, die sich gegen andere richten. Wenn etwas auf mich einstürzt, zuviel ist, mir Angst macht, dann zersetzt es in meiner Fantasie mich selbst, ähnlich wie Finefins Figur, die sich selbst auffrißt. Da dringt nichts nach außen, wird nichts laut, im Gegenteil –

ich werde immer stiller und verschwinde.

[Nachtrag (einige Stunden später):

Du schreibst immer gleich so persönlich.

Ich kann nur beschreiben, was ich erlebt habe, was ich kenne, was mich angeht. Würde ich distanzierter schreiben wollen, wissenschaftlicher quasi, müßte ich auch Belege erbringen, also Recherchearbeit leisten, was ich gestern nacht nicht wollte oder konnte.

Worum es mir ging wird jedoch auch so deutlich: In der Diskussion um den Amoklauf und der Diskussion um die Diskussion geht es oft um "die Jugend(lichen), Teenager, gemobbte Kinder, Heranwachsende, Gamer", alles vordergründig geschlechtsneutrale Bezeichnungen, die in der Konsequenz jedoch meines Erachtens nur auf Jungen, männliche Jugendliche, Männer zutreffen. Selbst wenn es Ausnahmen gibt, die überwiegende Anzahl derjenigen, die derartige Spiele zocken, dürfte männlich sein. Kaum ein Mädchen interessiert sich für solche Spiele oder auch nur für Waffen. Eine kleine Umfrage im Freundeskreis ergab, daß keine befragte Frau jemals eine Waffe in der Hand hatte geschweige denn wüßte, wie sie zu benutzen wäre. Sie alle würden sich wahrscheinlich eher selbst ins Knie schießen als sie gezielt zu benutzen um andere zu verletzen. Und andere zu verletzen weil man selbst verletzt ist schließen sie ebenfalls aus. Das deckt sich mit den oben beschriebenen Erfahrungen und mit anderen Erlebnissen.

Gewaltphantasien und nach außen getragene Aggression sind, und dafür brauche ich wohl kaum Zahlenmaterial anzubringen, ein äußerst mannliches Phänomen. Es allen zeigen wollen, draufhauen, zumindest in der Vorstellung, ebenfalls. Es mag etliche Gründe geben dafür, daß es kaum eine (keine?) weibliche Amokläuferin gibt, zumindest in den medial aufgearbeiteten Fällen der letzten Jahre waren es immer junge Männer.

Einer der für mich augenfälligen Gründe, und hier kann ich wohl ruhig pauschalisieren, auf die Gefahr hin recht hemdsärmelig und laienpsychologisch daherzukommen, ist eben der, daß Mädchen, junge Frauen, Frauen, anders auf Druck und Schmerz reagieren. Sie weichen eher aus oder versuchen sich anzupassen, sind eher passiv und suchen etwas bei sich selbst zu ändern.

Mit das erste was mir dazu einfällt ist das Thema Eßstörungen. Freß- oder Magersucht sind auch eine Form der Selbstverstümmelung, des Anpassens des eigenen Körpers an den Druck von außen, der in dieser Form als die Ansage, als Vorwurf verstanden wird, nicht so zu sein wie gefordert. Und gerade beim Thema Magersucht oder Bulimie ist das oft Verzwickte, daß je "besser" ein Mädchen ist, es irgendwann Erfolg erfährt. In meiner Klassenstufe gab es insgesamt vier Mädchen, die massive Eßstörungen hatten, ich selbst mache bewußt oder unbewußt Diäten, seit ich zwölf bin. Ist man gut, ist man dünner, einige Probleme ließen sich damit lösen, und selbst wenn nicht: Solches und ähnliches Verhalten, weibliches Verhalten, tut niemandem außer einem selbst weh. (Vielleicht den Eltern, wüßten sie davon, aber die sind ja eh irgendwie ausgeklammert.)

Machtphantasien tauchen in diesem Kontext bei ihnen nicht auf. Ich will nicht sagen, daß Aggression und Gewalt ein rein männliches Verhalten darstellen, daß es bei Frauen aber anders auftritt, selbst wenn es Mädchengangs u.ä. gibt, ist doch aber unbestritten. Selbst die Form von weiblicher Gewalt, die mich aus naheliegenden Gründen seit einiger Zeit, wenn darüber berichtet wird, stärker angeht, Kindsmorde nämlich, funktioniert anders. Nach meinem Verständnis ist auch dies eher eine Form der Gewalt gegen sich selbst, gegen das andere in einem drin. Viele Kindsmorde werden von den Täterinnen, soweit ich das verstanden habe und es mir (in sehr begrenztem Maße) vorzustellen oder es nachzuvollziehen wage kaum als Tötung eines anderen, eigenen Wesens wahrgenommen, zu sehr ist die Frau noch mit ihrer Leibesfrucht verbunden. Aber das führt hier vielleicht doch zu weit ...

Jedenfalls sollte das hier eine Reaktion sein auf die umliegenden Kommentare zum Amoklauf von Winnenden, bei deren Lektüre mir auffiel, daß ich nur an drei Stellen Hinweise darauf gelesen habe, wie pseudogeschlechtsneutral die Diskussion geführt wird, indem auch über Jugendliche und Mobbing geschrieben wird, über Jugendliche und "Killerspiele", über Jugendliche und Gewalt, über jugendliche Amokläufer, eigentlich aber immer heranwachsende junge Männer gemeint sind. Es gab zwei, drei Kommentare, die anmerkten, daß es keine amoklaufenden Mädchen gab all den Fällen der letzten Jahre und einen (leider leicht hysterisch klingenden) Text, der sich feministisch gibt, was immer das auch heißen will.]

März 15, 2009 | In Soso | 23 Comments | TrackBack-URL

Ich bin zu alt geworden

für H&M.

März 12, 2009 | In Soso | 5 Comments | TrackBack-URL

Dabei blutet mir immer noch das Herz

kreidenflcsm

kreiden1csm

(Umzugsopfer)

März 9, 2009 | In Mennofaktur | 4 Comments | TrackBack-URL

Bloggerkreis

Eine bloggende Freundin anrufen, die bei ihrem bloggenden Freund sitzt, welcher wiederum mit einem Blogger zusammenlebt, um nach der nichtbloggenden, aber gern kommentierenden Freundin meiner liebsten Freundin (Bloggerin, klar), zu fragen, die übrigens mit einem anderen befreundeten Blogger zusammenarbeitet.

Alle zusammen könnte man unten aus meiner Blogroll heraussuchen, wüßte man, wen ich meine.

Dabei ging es nicht ums Bloggen, sondern um die letzten Reste dessen, was ich mir einst als Hochschulkarriere ausgemalt hatte und nun vielleicht der Familienplanung zum Opfer fällt — was mir übrigens gerade herzlich egal ist.

März 9, 2009 | In Soso | No Comments | TrackBack-URL

Eltern sind doof!

Sind sie natürlich nicht, aber bereits in der ersten Schwangerschaft wird man von Ratgebern und Wohlmeinenden darauf hingewiesen, wie überaus praktisch der Kontakt zu anderen Schwangeren, die ja dann auch Mütter werden und überhaupt anderen Familien doch ist.

Praktisch kann mich mal. Eltern sind doof!

Alle Eltern(paare), die ich bisher nur kennengelernt habe, weil sie eben Eltern sind, liegen so gar nicht auf meiner Wellenlänge. Auch bekindete Bekannte, mit denen man vorher nichts weiter zu tun hatte, nach der Geburt des Kindes aber Floskeln wie “Jaja, jetzt mit den Kindern sieht man sich bestimmt öfter” austauschte, warten vergeblich auf ein Wiedersehen.

Vielleicht bin ich ja unsozial, aber solange ich es vermeiden kann, werde ich meine Zeit nicht mit Leuten verplempern, die ich nicht mag und nur aus “praktischen Erwägungen” und “damit die Kinder miteinander spielen können” treffen würde. Ich will nicht immer nur über das Baby reden und noch weniger über fremde Blagen, denn Blagen sind es, die die anderen mitbringen. Im konkreten Falle ist es ein Kind in der näheren Bekanntschaft, das dermaßen anstrengend ist, daß ich, hätte ich nicht bereits ein wesentlich ruhigeres, ausgeglicheneres, angenehmeres Baby, den Gedanken ans Kinderkriegen glatt wieder abgewürgt hätte. Es gibt so Gören, die vergällen einem alles, da ist man froh, wenn man noch für Sekundenbruchteile ein eingefrorenes Lächeln hinbekommt bevor sich endlich! die Wohnungstür hinter dem Besuch schließt und man sich an Aufräumen macht. Beim letzten Mal fühlte ich mich wie eine Trümmerfrau, so hatte der Bengel sich in der ganzen Wohnung breitgemacht. Angesteckt hat das Rotzgör uns auch noch, deshalb war es hier in den letzten Tagen übrigens so ruhig, und aus Wirbelsturm und Zellstoffhaufen habe ich gelernt: Wenn es mit den Eltern vorher schon wenige Gemeinsamkeiten gab, dann gibt es sie mit Kindern auch nicht in größerem Maße. Auf solche Arten von “Freundschaft” kann ich gut verzichten.

März 9, 2009 | In Soso | 4 Comments | TrackBack-URL