Der Gessner ist nur eines der außergewöhnlichen Sammlerstücke, die die Seite Leadholder.com versammelt.
Ich lese hier und bei benachbarten Blogs und Seiten seit Tagen. Das Internet, unendliche Weiten und in diesem Fall der schiere Wahnsinn für eine Stiftefanatikerin wie mich.
[Edit: !!!]
und ihn dann hätte, in einem kleinen Kästel neben sich. Auf daß derjenige sich nur auf einen selbst bezöge und nicht noch mehr Leben hätte, bei den Eltern, in der Schule, auf der Arbeit, im Konzert.
Jetzt und hier und wir zählt, und bitte dann doch ungestört.
Daß man bei manchen immer so kämpfen muß, damit dies auch verstanden wird. Loslassen, damit man wieder ergriffen werden kann, es klingt so abgedroschen, aber wenn es doch wahr ist! Vielleicht bin ich auch einfach nur naiv.
und auch den Satz zurechtbiegen nur mit knapper Not. Der Heimweg ist wie aus dem Gleis gesprungen, denn wo ich mich im Kopfe diesejene Schritte machen sehe, da ist nicht mein Zuhause.
Ein kleines Teufelchen macht mich vergessen, wo ich auszusteigen habe und stellt mich an die Straßenbahn, das Engelchen dagegen lenkt mich zurück. Nicht eine Straße weiter, hier muß ich entlang, hier, einmal schon bin ich zur alten Wohnung gelaufen und merkte an der Tür erst, was ich tat.
Wenn das nicht beweist, wie vieles man gedankenlos so tut am Tag und in der Nacht, wie eingefahren solche Kleinigkeiten sind, was dann?
Seitdem ich klein bin, liebe ich es, mein Zimmer, die Wohnung im Spiegel zu betrachten, mich umzudrehen mit einem kleinen Handspiegel und alles einmal anders herum zu sehen. Es ist mein Zimmer, doch es sieht neu und frisch aus, aufregend und schön. Ein paar Minuten umgekehrt, dann wieder zurück, und etwas erleichtert, daß es doch so aussieht wie gewohnt, kann man es neu genießen.
Früher hätte ich um diese Uhrzeit mein Tagebuch hervorgekramt, hätte hineingekritzelt und über Thomas geschrieben oder Daniel, jetzt treibt ein kleiner Sido sich in meinem Kopf herum, doch Scherz beiseite: Die Müdigkeit macht mutig und meschugge, gerade eben noch bin ich nach der letzten Tram gerannt und erst zum Schluß, als sie schon anfuhr, besann ich mich und kehrte um. Der Heimweg ist jetzt kürzer, selbst wo er länger ist, denn mein Zuhause ist es mehr denn je.
Meine Gedanken und Gefühle, ja, leider auch die Ängste wohnen hier, vor allem aber lebt hier mit, was mir das Allerwichtigste ist. Wir sind hier, und manche von euch sind hier auch, die Elfe mit den bebenden Nasenflügeln, der Junge mit den Augenbrauen, der Wolf und der Peter und das Mädchen mit dem Lachen, das so wahnsinnig ansteckend ist. Schon daran zu denken macht lächeln.
Schlaft schön.
viel öfter lieb sein, mehr vertrauen, mich hübscher anziehen, freier lachen, weniger die Schultern einziehen, mich selber mögen, anderen meine Meinung sagen und zwar ehrlich, auch wenn es wehtut, regelmäßig essen, nicht geizen beim Heizen und auch mal fernsehen, genüßlich verplempern und nicht soviel bereuen, mich nicht mehr so schämen für michmichmich und manchmal auch sagen: Ich liebe Dich.

24 Stunden am Stück zu bloggen, was einem beim Fernsehen so in den Sinn kommt, macht richtig Spaß und ist konditionstechnisch bei weitem nicht so schwierig, wie anzunehmen wäre. Also saßen wir gestern im Redaktionsbüro der Nommers, futterten Chips mit Dönergeschmack, die nicht nach Döner schmeckten, lachten über schlimme Weihnachtsfilme und ekelten uns bei American Psycho, gingen teilweise kurz heim um die Babies oder Katzen zu füttern und dann mit Baby wieder zurückzukehren zum lauschigen Brummen der Netzteile, zum Murmeln der nerdigen Sprücheerfinder und dem allerleckersten Schokokuchen ever.

Ich habe fünf Eheringe.
Den ersten kauften wir an einem kalten Novemberabend, spontan im Kaufhof. Wir hatten eigentlich ein etwas größeres Budget bereitgestellt, aber die Ringe, die uns an einem der Billigstände entgegenblitzten, waren es einfach. Mit “Billigstände” meine ich diese Kästen, in denen die Ringe von vornherein als das ausgestellt werden, was sie sind: Massenware, erhältlich in jeder Größe zu günstigem Preis, jederzeit.
Einer eben jener Ringe hatte es mir angetan, nur leicht abgewandelt, etwas breiter und höher, fand sich auch gleich ein passendes Modell für den Karpaten. Mein Modell kostete 12 Euro, das des Karpaten war mit 22 Euro auch nicht annähernd als teuer zu bezeichnen.
Nun muß man berücksichtigen, daß ich im letzten Jahr ziemlich fett war, daher mußte es Ringgröße 54 sein. Zwei Wochen später allerdings, einen Tag vor der Hochzeit, war mir dieses Exemplar aber schon zu weit, es rutschte einfach so vom Finger, also besorgte ich ein kleineres.
Als ich mich wenig später mit jemanden traf, bei dem es mir äußerst wichtig war, schon anhand des Eheringes als verheiratet erkannt zu werden, hatte ich ausgerechnet an dem Tag vergessen, meinen Ring anzulegen. Also bin ich stracks in einen auf dem Weg liegenden Kaufhof gelaufen und habe mir, tadaaa! einen weiteren Ring gekauft.
Wenig später war ich ebenfalls in der Stadt unterwegs und dachte, ich hätte schon wieder einen meiner beiden Ringe in Größe 52 verloren. Und weil ich mich ohne Ehering wirklich unwohl fühle und Situationen anstanden, in denen ich mich mittlerweile daran gewöhnt hatte an meinem rechten Ringfinger herumzuspielen, habe ich mir noch einen Ring gekauft. Dummerweise gab es nur die Größe im Kaufhaus, die ich soeben glaubte verloren zu haben, aber lieber einen zu großen Ring als gar keinen!
Zwei, drei Monate später hatte die Schwangerschaftsübelkeit ihr Möglichstes getan, um auch diese Ringe zu groß werden zu lassen, also mußte ich mir noch einen Silberring kaufen, diesmal in der 50.
So bin ich zu meinen fünf Eheringen gekommen.
Zur Erklärung: Der eine Ring als solcher ist mir egal. Unsere Ringe haben Kaugummiautomatencharme, und ich liebe es! Ich mag es, einen der Ringe zu tragen, den, der mir gerade paßt (im Moment der kleinste). Und was den Preis angeht: Ich habe testweise schon Leute beschummelt und gesagt, jaja, 180 Euro für solch ein edles Stück, wie günstig, und niemandem fiel etwas auf.
Also ich bin ja jetzt gar nicht hier, sondern da. Und weil ich so eine schwerbeschäftigte Mutti bin, die sich nachts die kinderfreie Zeit aus dem Hirn klaubt und keinen Schlaf mehr braucht, übernehme ich die 4-Uhr-Schicht (Hoho Ho!).
Hach, das wird ein Spaß, wenn wir erstmal alle viereckige Augen haben, nachts um vier: Die Nommers Anne, Herm und Philipp starten nom24 - 24 Stunden Fernsehen, diesen Samstag bis Sonntag, von 18 bis 18 Uhr. Und ich bin dabei!
Außerdem verlustieren sich noch die exquisiten Gäste Nerdcore René, Jeriko, Björn Grau, Miss Sopie, Benjamin Nickel (aka Der Tierpfleger), pasQualle, Retroaktiv Ben, Nilzenburger und Peter Noster.
Wir bloggen!
24 Stunden!
Fernsehen!
Live!
BÄMM!
Mein bescheidener Beitrag dabei wird sein, gegen 4 Uhr morgens (auf PRO7) am Sonntag die Filmperle, die sich Santa’s Slay — Blutige Weihnachten nennt und ein Horrorslasher vom Feinsten zu sein verspricht, mitzukommentieren.
Schlafen kann ich, wenn ich tot bin. Dein Reich sind meine Nüsse. Oder so.
