Zwergzeit

Saint, ich hab doch keine Zeit für sowas!

(Yeah, den Januar hab ich geknackt!)

August 31, 2008 | In Soso | No Comments | TrackBack-URL

Gedanken beim Windelnwechseln

Wenn ich den erwische, der meinem Mäuschen immer diesen Schmodder in die Buchsen tut, doh!

August 31, 2008 | In Soso | No Comments | TrackBack-URL

Holz

Nicht, daß jemand denkt, ich hätte ihn vergessen: Ich habe hier noch sieben Stöckchen herumliegen. Sobald das Holz trocken ist, mache ich Brennholz draus. Im Winter gibt es dann ein Feuerchen und wir wärmen uns alle dran. Oder friert jemand jetzt schon?

August 31, 2008 | In Soso | 1 Comment | TrackBack-URL

Morgenstern

Gestern noch habe ich gejammert, daß ich zu nichts kommen würde, seit das Baby da ist, aber spätestens nach diesem Morgen muß ich künftige Eltern auch einmal beruhigen und für sie mithoffen, daß es ihnen genauso ergeht:

Die Kleine schläft ja seit 6-7 Wochen meist so zwischen 21.00 und 6.00, wenn nicht gerade Bauchschmerzen dazwischenkommen, was ja schon einmal großartig ist. Seit einigen Tagen allerdings ist auch das Aufwachen mit ihr wunderschön, denn ich werde nicht mehr durch Hungerquengeln wach, sondern durch Babygurren oder Kieksen, Quietschen oder “Ürrre”-Laute, die Kleine erkundet nämlich gerade ihre Stimme. Die Steigerung der Morgenfreude über diese herzallerliebsten Geräusche mit hohem Skurrilitätsfaktor aber ist das Lächeln, welches nun schon sechs Tage in Folge meinen Tag beginnen läßt: Die Süße lächelt das allerschönste Babylächeln der Welt, strampelt vor Freude, daß sie mich sieht (bilde ich mir zumindest ein, und ich bilde es mir gern ein!) und wartet sogar noch brav einige Minuten im Bettchen, mit eben diesem fröhlichen Gesicht, bis ich angezogen bin und mir einen Tee aufbrühen konnte, bevor es ans Wickeln und Stillen geht.

Dann weiß ich: Wir haben das wunderbarste Baby der Welt!

Die Hebamme flüstert immer wieder: Das mit dem Durchschlafen, das kann sich noch einmal ändern, wenn die Zähnchen kommen, aber darauf hören wir einfach nicht, denn was ist, ist, und was kommt, kommt. Dasistdannebenso.

August 31, 2008 | In Soso | No Comments | TrackBack-URL

Ihr bloggt so schön

Ich komm ja zu nichts mehr.

Zum Lesen schon noch, immerhin, aber zum Ausformulieren der Gedanken reicht es nicht mehr. Neben dem Hobby Zeichnen und einer ganz in Ruhe genossenen Mahlzeit am Tag bleibt abends, wenn die Kleine endlich im Bettchen liegt, keine Zeit mehr. Mein Problem ist: Ich kann nicht etwas nebenher erledigen und gleichzeitig auf Abruf bereit stehen, dabei fehlt mir die Ruhe, mich auf die eine Sache, die ich gerade tue zu konzentrieren. Es könnte ja jederzeit der Ruf erschallen, und was, wenn gerade jetzt …? Das führt dazu, daß ich Dinge ganz verschiebe oder schnell schnell erledige, um ja nicht unterbrochen zu werden.

Schnell schnell kann man aber keine Texte schreiben, zumindest ich kann das nicht. Schnell schnell nebenher kann man übrigens auch keine Freundschaften am Laufen halten, aber das ist ein anderes Thema.

Und so lese ich eure schönen, interessanten, anregenden Texte, denke mir meinen Teil, kommentiere auch hin und wieder und bin ansonsten verstummt, obwohl ich doch auch soviel zu erzählen hätte.

Soviele seltsame Dinge erlebt man, wenn man mit einem Baby in der Stadt unterwegs ist. Da war zum Beispiel die Frau in der S-Bahn, die auf meine an Leia gerichtete Erklärung, warum denn die Bahn nicht weiterfährt, erstaunt bemerkte: “Sie sprechen mit dem Baby ja ganz so, als wäre es ein richtiger Mensch!”

Da sind die Leute, die gerührt in den Kinderwagen schauen und sagen: “Sie sieht ja aus wie eine Puppe.” Der andere, ebenso häufige Kommentar, das Baby sähe aus “wie ein kleiner Engel”, fühlt sich ebenso falsch an, ist insgesamt aber hübscher. Babypuppen sehen aus wie Babies, warum also soll ein Baby nun aussehen wie eine Babypuppe? Was soll das?

Mit Baby erlebt man auch, wie mächtig Klischees sind.

Der Karpate arbeitet eigentlich offiziell 30 Stunden in der Woche, aufgrund von Filialeröffnungen, urlaubenden Kollegen und Krankheitsfällen in der Firma sind es momentan aber statt dreier Tage eher sechs in der Woche, die er tagsüber nicht daheim ist, und das bereits seit fünf Wochen. Und so kommt es, daß unser Kind, ohnehin sehr mit mir verbunden, ihn kaum mehr als jemand besonderen wahrnimmt, denn selbst meine Mutter ist öfter mit ihr zusammen. Und ich, mich alleingelassen fühlend, bin entweder krank oder shoppen. Ich gebe unser Geld aus, das doch eher seines ist, denn ich verdiene ja jetzt nichts mehr. Verdienen, doppeldeutig, ihr versteht?

Irgendetwas gibt es immer zu besorgen und seine zahllose Verwandtschaft sorgt für beinah wöchentliche Geburtstagsgeschenknot, so daß ich loslaufen muß, denn “Du hast doch jetzt Zeit für sowas”. Also verbrate ich all meine prima Geschenkideen, die ohnehin dünn gesät sind, für seine Verwandten, die sich bei ihm überschwänglich für die schönen Gaben bedanken, während ich, weil es zu spät zum Mitkommen war oder ich mal wieder krank bin, daheim bleibe und vor mich hin grummle. So ein Baby macht eine Menge Arbeit und selbst im Sessel sitzen und stillen ist anstrengend. Und schön. Aber anstrengend ist es eben trotzdem. Weil die Mischung so seltsam ist:

Man ist beinah den ganzen Tag beschäftigt mit dem kleinen Wunder, aber auf eine bestimmte Art und Weise langweilt man sich doch. Die ganzen kleinen, vielleicht banalen, Entscheidungen und Unsicherheiten (Was soll sie anziehen? Zu warm oder zu kalt? Muß sie wegen des Ausschlags nun wieder zum Arzt? Ist das jetzt normal? Was, wenn ich sie überfordere / unterfordere? Mache ich auch alles richtig?) beanspruchen all meine Gedanken und Gefühle, ich für mich aber bin ziemlich abgemeldet, mein eigenes Gedanken- und Gefühlsleben liegt brach oder verpufft, weil ich zum Beispiel beim Stillen gute Ideen für Texte hätte, diese aber einhändig nur notdürftig notieren kann. Schlafe ich dann genau wie die Kleine ein, weiß ich hinterher nicht mehr, was ich eigentlich wollte. Stilldemenz, es gibt sie wirklich.

Alles ist so neu und toll und schrecklich und seltsam und schön und ganz wunderbar und ermüdend und großartig und das leider alles gleichzeitig und somit zuviel. Zuviel, um öfter als alle paar Tage einmal eine Kleinigkeit zu tippen.

Das Bloggen, habe ich für mich gelernt, braucht Freiraum, Freizeit, lange Weile, Ruhe. Unter Druck, wenn ich müde bin, wenn etwas anderes drängt, schließe ich mich ein um die letzten Kräfte zu sparen, um für mich zu sein. Dann werde ich maulfaul, tippfaul, mag gar nichts mehr sagen und bin froh, wenn ich überhaupt noch anderen zuhören kann, daß andere sprechen, wo ich zu matt bin zum reden, daß andere schreiben, wo ich kaum noch einen klaren Gedanken fassen kann zwischen Gequengel, Wäschebergen und Schlafmangel.

Ihr bloggt so schön. Bald bin ich auch wieder dabei, bis dahin aber müssen Bilder reichen, wenn für Worte keine Zeit mehr ist:

papaleaswcsm.jpg

Gute Nacht!

August 30, 2008 | In Mennofaktur, Soso | 10 Comments | TrackBack-URL

Auf was für Ideen man so kommt, mit Kind …

Ich würde mich gern mal wieder langweilen.

August 25, 2008 | In Soso | 3 Comments | TrackBack-URL

Schlafsackbingo

Spaß ist harte Arbeit, man muß sich schon etwas einfallen lassen für das Amüsemang, von nix kommt nix, nicht einmal das Lachen. Und so ergab es sich, daß ich mein Töcherchen für billiges Vergnügen mißbrauchte, erst einmal, dann öfter, nun regelmäßig:

Schlafsackbingo!

Man nehme: Ein Baby und einen Babyschlafsack und plaziere das Würmchen wie vom Hersteller dieser Bettdeckenersatzweichware vorgesehen.

schlafsackcsm.JPG

Anstatt allerdings die Ärmchen durch die Ärmellöcher zu stecken, beläßt man sie im Inneren des Schlafsäckchens und starte das spannende Spiel. Wird das Baby über Nacht keinen, einen oder gar beide Ärmchen herausbekommen?

Es ist ein unfaires Spiel, denn als Mutter habe ich meist den Tag mit der Kleinen verbracht und weiß daher, ob sie eher wilde Träume haben wird (dann sind zwei freie Ärmchen wahrscheinlich) oder friedlich vor sich hin schlummert. Wenn einmal ein Arm den Weg nach draußen gefunden hat, so folgt der zweite sehr oft, das Kind scheint eine Abneigung gegen asymmetrisches Schlafen zu hegen, sie ist da etwas berechenbar.

Und so spielen wir abends Schlafsackbingo mit Babyärmchen, hach, eigentlich ist es so leicht, Spaß mit Kindern zu haben.

August 22, 2008 | In Soso | 2 Comments | TrackBack-URL

Der Lauf der Welt

Meine Mutter hat meine Großmutter zum Kaffee eingeladen und diese hat zugesagt. Vor 25 Jahren, als die Zeiten andere waren und Charlotte mit der Macht der Staatspartei im Rücken meiner Mutti drohte, sie werde mich ihr wegnehmen lassen, wäre daran nicht zu denken gewesen. Nun aber ist sie eine alte Frau, die ideologisch unbeirrt im Feindesland lebt, das bisherige Leben ihrer Enkelin verpaßt hat und nicht auch noch das ihrer Urenkelin missen möchte.

August 20, 2008 | In Soso | No Comments | TrackBack-URL

Was ich wohl ich nie mehr lernen werde:

Mir mit nur einer Hand zufriedenstellend, d.h. erschöpfend, die Nase putzen.

Andere können zum Glück auch nicht alles.

August 20, 2008 | In Soso | No Comments | TrackBack-URL

STURMFREI!

Juchhuuuu!

Jau.

Ja, also …

Ähm.

Hmmmpf.

Früher, mit 14, war das irgendwie besser.

August 20, 2008 | In Soso | 3 Comments | TrackBack-URL

Der Einfluß der Popkultur auf meine Gefühlswelt

Etwas stimmt nicht mit mir.

Damit bin ich wahrscheinlich nicht allein und so wahnsinnig schlecht fühle ich mich damit nun auch wieder nicht, aber: Wenn das zweite, das mir beim Anblick der toten Jens-Maus (Fotos seiner prachtvollen Statur zu Lebzeiten hier, also hier) einfiel, nachdem wir ihn drei Tage nicht gesehen hatten und den vom Sandtopf plattgedrückten Körper aus der Streu bargen, das hier (.pdf) ist, dann hat sich doch die Popkultur ganz gehörig in meine Gehirnwindungen geschraubt.

Traurig war ich übrigens trotzdem.

August 20, 2008 | In Soso | 4 Comments | TrackBack-URL

Geringschätzung

“Ach, dann bist Du ja jetzt Hausfrau! Viel Zeit, nicht wahr?”

Wenn die wüßten … Ja, ich bin jetzt Hausfrau, ohne “quasi”, Studentin im Babyurlaub. Urlaub, wie das schon klingt!

Ich ertappe mich dabei, wie ich das, was ich tue, selbst herabwürdige, abwerte, lächerlich mache. Ganz so, als wäre ich nicht vierundzwanzig Stunden am Tag damit beschäftigt, einem kleinen Wesen den bestmöglichen Start ins Leben zu ermöglichen. Ernsthaft, die Geringschätzung, die ich für mich selbst hege, erschreckt mich:

Hausfrau und Mutter, was ist das schon? Das sind die Weiber, die zu faul zum Arbeiten sind.

Ich weiß, es ist nicht wahr, aber manchmal, oft, ertappe ich mich noch dabei, mir und anderen bei solchen Äußerungen insgeheim zuzustimmen. Obwohl es nicht zurtifft. Vielleicht ja auch, weil es nicht stimmt? Wie glaubhaft klingt es denn für jemanden, der vielleicht noch nicht einmal seinen eigenen Haushalt zu schmeißen hat, daß man den ganzen langen Tag damit beschäftigt sein kann, ein Baby zu stillen, zwei Ladungen Wäsche zu erledigen und mit vier Kannen den Balkon zu gießen? Mutti sein ist ein Knochenjob und neben den Kreislaufproblemen, die ich seit längerem kenne, macht sich jetzt das Familienerbstück bemerktbar — Rheuma. “So hat das bei mir auch angefangen”, sagt meine Mutti, wenn ich manchmal meine Zehen und Finger schmerzverzerrt strecke und krümme. Aber weg von der Rentnerbeschäftigung zurück zum Klischee der faulen Daheimgebliebenen.

Man kann sich das Leben mit einem Säugling sehr einfach machen: “Klappe zu, Affe tot.” Oder zumindest still, wenn das Baby mit dem Schnuller ruhiggestellt wird und “einfach schreien lassen” Teil des täglichen Umgangs mit dem kleinen Würmchen ist. Oder man füttert nach Bedarf, geht davon aus, daß jedes Schreien dieses Wunders einen Grund hat und gibt ihm, wenn man auch nicht immer sofort hinzueilt, doch die Sicherheit, daß man da ist. Wer wollte mir nicht schon alles einreden, daß ich mein Kind verwöhne, wenn ich ihm zum Trinken die Zeit gebe, die es braucht, wenn ich kuschle und halte und wiege, bis es ruhig ist, wenn ich immer da bin!? Was anderes als verwöhnen kann man denn tun mit seinem Baby? Und wie könnte man ein Kind mit Liebe überhaupt verwöhnen? Es gibt kein Zuviel an Zuwendung, solange man sich auch zurückzunehmen weiß und nicht erdrückt!

Innerhalb weniger Wochen ist die Kleine jetzt immerhin vom schnell brüllenden Winzling zu einem meist zufrieden glucksenden Mädchen geworden, das jedes Lächeln beantwortet, äußerst wach seine Umgebung und sich selbst erkundet und sich länger auf etwas konzentrieren kann als damals mein zwölfjähriges Nachhilfegör. Dies erreicht zu haben ist eine Mischung aus ihrer Veranlagung, Glück und meiner Erziehung bisher, meinem Verhalten. Ich habe also bereits die ersten Früchte meiner Bemühungen der letzten zehn Wochen mit ihr vor Augen und dennoch habe ich abends oft das Gefühl, ich hätte nichts zustande gebracht, nichts geleistet, nichts geschafft. Und dann trifft sich die Familie des Karpaten zu einer Familienfeier und der Tenor dort, zumindest der anwesenden Männer, ist ebenfalls: “Nur”. Ich bin für sie lediglich ein einziges großes “Nur”. Früher war ich manchmal ein “Sogar”, jetzt bin ich ein Mängelwesen. Man kommt in unsere Wohnung und bemerkt, was ich alles nicht geschafft habe, das Staubwischen hier und das Putzen dort, was ich alles schaffe, sieht niemand, fast niemand, der Karpate weiß aber –.

Und Geduld, durchwachte Nächte, Zärtlichkeit, Sorgfalt, ausgestandene Ängste und zurückgestellte eigene Bedürfnisse, die kann man nicht sehen. “Aufopferung” mag sehr peinlich nach Eigenlob klingen, aber es kommt dem, was ich Tag für Tag für die Kleine tue, sehr nahe. Ich bin für sie da, immer wenn sie ruft. Ich verzichte auf vieles, was ich gern esse und tue, weil sie es nicht verträgt und es jetzt eben nicht geht, und ich stehe morgens um fünf mit einem Lächeln an ihrem Bettchen, und ich stehe gern dort, denn sie lächelt zurück.

Und muß mir doch öfter vergegenwärtigen, daß all dies Arbeit ist. Mühe. All meine Kraft und Gedanken sind bei diesem kleinen Ding, das für mich jetzt wichtiger ist als eine abgearbeitete Literaturliste, als der Staub auf dem Regal und allem “was sollen denn die Leute denken”, wichtiger auch als die Mißachtung der Ahnungs- und Lieblosen.

August 18, 2008 | In Soso | 5 Comments | TrackBack-URL

Als ich ihm mitteilte, daß ich keine Krötenprinzen küsse, war er beleidigt.

kroetewandsm.JPG

August 18, 2008 | In Mennofaktur | 5 Comments | TrackBack-URL