Menno

Bereits das dritte Mal in Folge vergessen, bei einem Geschenk den Preis abzupulen. Wie peinlich.

Im Streß sollte man keine Geschenke verpacken oder zusammenstellen.

(Vielleicht ist das aber auch gar nicht so schlimm, da die Beschenkten dann entweder wissen, daß es gar nicht so teuer war, wie sie dachten [Geschenk No.1], viel teurer war, als sie mir zugetraut hätten [No.2] oder gerade soviel kostet, daß sie es sich später auch selbst gern kaufen können [No.3].)

Julie 25, 2008 | In Soso | 2 Comments | TrackBack-URL

Wer weiß was

Dick sein ist mit das schlimmste, was ich mir vorstellen kann. Für mich, wohlgemerkt.

Der Körper anderer ist mir relativ schnuppe, das tut mir nicht weh, aber mich selbst hasse ich für jedes Kilo über 45 potenziert und exponentiell (in Mathe war ich schon immer eine Niete, aber Potenzen konnten was, daran erinnere ich mich). Ich habe viel zu hassen.

Nach einem unschönen Erlebnis im Zusammenhang mit meinem Gewicht im Alter von 13 Jahren mache ich Diäten oder das, was ich dafür halte, immer wieder mal, erfolglos. Ich bin weder besonders dick noch besonders dünn, objektiv gesehen, aber irgendwann verschiebt sich eben die Wahrnehmung des eigenen Körpers, wenn er ständig überkritisch betrachtet wird. Ungesund ist sowohl die tiefgehende, nichtsdestoweniger oberflächliche Reduktion des Wunders Körper auf das Schlanksein, als auch die Verflechtung von Wohlgefühl und ebenjener unerreichbaren Marke, an der man endlich dünn genug wäre. Einst habe ich für kurze Zeit einmal 47kg gewogen und mich selbst da noch zu dick gefühlt, geradezu angeekelt von der für mich kaum zu ertragenden “Leibesfülle”. Jemand hat mal gesagt: “Eine Frau kann niemals zu dünn oder zu reich sein”, und selbst wenn der Verstand es besser weiß (und “ja, aber” schreit), mindestens im Hinterkopf stimme ich doch zu.

Zum Zwecke der Gewichtsreduktion gibt es verschiedene Möglichkeiten, alle mehr oder weniger ungesund, mehr oder weniger elegant. Freß- und Kotzattacken gehören wohl zu den weniger eleganten Maßnahmen.

Man will ja nicht dick werden, aber sich ständig etwas zu versagen führt irgendwann dazu, daß jegliche Beherrschung des Appetits flöten geht und die Nutellastulle unausweichlich wird. Wäre es eine einzige, gäbe es kein Problem. Werden es fünf, sechs, sieben, neun, wenn man schon einmal dabei ist, dann erfüllt sich das Gefühl, platzen zu müssen, welches nach der ersten Stulle, dem ersten Bissen schon, einsetzte. Der Gedanke, etwas “Verbotenes” zu essen, bereits beim Essen zuzunehmen, ist nach dieser Logik am Anfang so groß wie nach dem Verschlingen wahrer Nahrungsmittelberge, und wie dumm wäre es da, wenn man dem nicht abhelfen könnte. Kann man ja. Ganz einfach. Kotzi.

Damit kenne ich mich aus, so wie sich Quartalssäufer ganz kühl in ihrem Suff auskennen, und ebenso erlebe ich diese Krankheit, denn um nichts weniger handelt es sich, in Schüben. Je belasteter ich mich fühle, umso schlimmer wird es. Niemand muß etwas davon sehen, denn anders als Magersüchtige sind Bulimiker meist nicht einmal besonders dünn. Man könnte ja etwas mitbekommen, bemerken, daß da etwas entgleist ist, außer Kontrolle. Kontrolle, die man sich wiederholt, über einen Körpervorgang, der unausweichlich scheint und doch so leicht auszuhebeln ist. Wenn ich schon meinen Appetit nicht zügeln kann, dann muß ich zumindest die Verdauung nicht geschehen lassen — weil ich es kann. Wenn ich es will.

“Wenn ich es will kann ich jederzeit aufhören.”

Ob es Alkohol ist, Drogen oder der Wahn, in einem anderen Körper als dem eigentlichen zu stecken, sobald dieser Satz zum Mantra wird, hat man eigentlich schon verloren.

Und ich bin ja nicht allein.

Das merke ich an einem anderen Blog, das ich führe. Es gibt nämlich einige kleine Tricks, mit denen man diese ganze beschissene Sache etwas weniger schädlich machen kann, und eben diese teile ich dort mit, als alte Häsin quasi, und ich bin dabei immer wieder über meine Kaltschnäuzigkeit erstaunt. Wie Junkies tauschen wir uns aus, und für manche mag durch meine Tipps auch die Hemmschwelle sinken, ich weiß es nicht.

Vielleicht hätten wir alle irgendwann einfach nur feste in den Arm genommen werden müssen, vielleicht vielleicht. Gut ist das jedenfalls nicht, aber wir können ja jederzeit aufhören.

Juliee 25, 2008 | In Soso | 8 Comments | TrackBack-URL

40 Millionen Bundestrainer

Die Deutschen sind ein Volk von Besserwissern.

Jeder muß zu allem seinen Senf zugeben, Ketschup obendrauf, und am allerwichtigsten: “Die anderen haben ja alle keine Ahnung!” Hallo Stammtisch.

Es gibt Männerbesserwisserthemen und welche speziell für Frauen, bei denen für Frauen dreht es sich zu meinem Leidwesen häufig um Kinder und ihre Erziehung und Pflege.

Mein Baby hat seit drei Wochen äußerst unschöne Pickelchen im Gesicht, die sich bis vor kurzem sogar auf Hals und Nacken ausgebreitet hatten, dort aber zum Glück rückstandslos wieder verschwunden sind. Gestillte Kinder können sehr empfindlich auf Nahrungsbestandteile reagieren, die sie über die Muttermilch aufnehmen und man kann sich vorstellen, wie sehr mich das schlechte Gewissen plagte, als die Kleine nach meiner Kiwidummheit (ich habe eine halbe Kiwi gegessen) einen furchtbar wunden Po hatte. Wund, mit allem Drum und Dran, Pusteln, nässende Quaddeln und offene, blutige Stellen. Das über zwei Tage und offenbar nur ausgelöst durch die Fruchtsäure in der Kiwi. Ähnliche Durchschlagskraft sagt man übrigens auch Ananas Orangen nach, sowie den entsprechenden Säften.

Nun also Pickelchen im Gesicht, und egal wen ich treffe, jeder hat einen anderen Tipp, was ich denn Falsches gegessen haben könnte:

Nektarinen — Uh, ganz böse!
Pfirsiche — Weiß man doch, daß das Reaktionen gibt!
Erdbeeren — Wie kannst Du nur?
Himbeeren — Du hast …? (vorwurfsvolle Blicke) und so geht es weiter, von Bananen über Tomaten und Vollkornbrot, dieweil das Gesichtchen von Leia von Tag zu Tag übler aussieht, obwohl ich gezielt Dinge esse oder über Tage weglasse, um eine Reaktion ihrer Haut abwarten zu können. Und, wie sollte es anders sein, immer weiter bequatschen einen die Leute, was denn nun de_fi_ni_tiv das Nahrungsmittel des Bösen sein MUSS, welches mein kleines perfektes Töchterchen so arg verschandelt.

Gestern nun war mir alles zu viel, ich habe etwas gegessen und getrunken, was nun wirklich nicht im Verdacht steht, allergen zu wirken: Stilles Wasser und Zwieback, zwei Scheiben. Und siehe da — die Kleine sah heute früh schlimmer aus denn je! Aus den irgendwann einmal einzeln (und in Massen) auftretenden Pickelchen war über Nacht auf jeder Seite auf Wange und Öhrchen eine große schuppige Fläche geworden, wie man sich eine Flechte vorstellt, weiße Borke auf knallroter Haut.

Ein Grund für das Auftreten von Hautirritationen bei Säuglingen kann aber auch einfach die Hormonumstellung nach der Geburt sein, Säuglingsakne genannt, ohne daß man gleich mit Spatzen auf Kanonen oder umgekehrt schießen muß, also mir, der Mutter, Vorwürfe zu machen braucht. Immer aber, wenn ich diese Möglichkeit ins Feld führe, kommt als Antwort so etwas wie ein zweifelndes “Hhm”, gefolgt von einer Variation der Aussage “nein nein, das muß etwas im Essen sein”, so als könnte ich nicht auch einfach recht haben und nicht schuld sein am Aussehen der Kleinen.

So lautete nun auch die Diagnose des Arztes.

Aber, wie gesagt, es gibt ja auch 40 Millionen bessere Bundestrainer in Deutschland.

Juliee 24, 2008 | In Soso | 1 Comment | TrackBack-URL

“Du bist ganz schön bedient”

Nähme mir jemand meine eigenen Worte und beließe mir als Ausdrucksmöglichkeit nur Zitate aus den Songs von, sagen wir, drei Künstlern und Bands, ich wählte Funny van Dannen, Tocotronic und [ich kann mich nicht entscheiden]. Es gibt Bands, da reicht ein Songfragment, um wochenlang meine Stimmung zusammenzufassen, zum Beispiel At The Drive-In mit “This station is non-operational”.

Zitate aus Popsongs statt eigener Worte zu verwenden mag leicht pubertär sein und hat so seine Tücken, ebenso wie es aber auch Vorteile hat. Der hat das gesagt. Nicht ich. “Ich mach meinen Frieden mit euch. Hallo Arschloch. Ich bin einer von euch.” Das Problem mit dem Frieden, wenn wir schon einmal dabei sind, ist leider, daß am Ende immer allen anderen meinen Frieden haben und ich nur die Arschkarte, aber dafür können Tocotronic ja nichts.

“An meinem Bett sitzt ein Engel und hält mir die Augen zu, er flüstert: Du bist wie ich und wer bist Du?” Ich weiß nicht, aber wenn ich es herausgefunden habe, dann, ja, “dann ist es Julie.”

Juliee 23, 2008 | In Soso | No Comments | TrackBack-URL

Blinde Melonen

BLIND MELONMouthful of Cavities Youtube-Link

BLIND MELONToes Across the Floor Youtube-Link

Juliee 23, 2008 | In Video | 11 Comments | TrackBack-URL

Die Temperatur der anderen

Braucht mein Baby einen Schnuller?

– Solange es nicht von selbst am Daumen nuckelt wohl nicht.

Schläft die Kleine heute Nacht wieder fünf Stunden am Stück?

– Ja, dankenswerterweise (selbstverständlich ist das nicht).

37,5°C oder wieder 39°C?

– Eher 39°C.

Schaffe ich es, die erste Mahlzeit vor dem Mittag zu mir zu nehmen?

– Nein, mal wieder nicht. Dafür trinke ich an die 4l am Tag.

Wie oft bin ich heute so richtig ohnmächtig geworden und wie oft nur beinahe?

– 1x / 5x.

Interessiert das irgendjemanden?

– Wohl kaum.

Komme ich neben dem Babybetuttern und der Freude über jede Lebensäußerung dieses Wunders dazu, meine durchaus noch vorhandenen Ideen als Text auszuformulieren?

– Nein. Seit Donnerstag war der Computer nicht einmal angeschaltet und weil hier soviel los ist im Moment, wird sich an der jetzigen Postingfrequenz bis auf weiteres wenig ändern.

Noch Fragen?

(– Ja: Wie oft wollen die das eigentlich noch “diskutieren”?)

Juliee 21, 2008 | In Soso | 4 Comments | TrackBack-URL

Wieviel Tränen

passen in ein kleines Mädchen?

Juliee 17, 2008 | In Soso | 8 Comments | TrackBack-URL

Egal was

Es mag Menschen geben, die sind genervt von der Manie anderer, jeden noch so kleinen Link aufzubauschen, mit einem Drumherum an Text zu versehen, daß es nur so ziept und überhaupt zu redenredenreden, obwohl das, was gesagt werden soll, mit einem Satz heraus wäre.

Diesen Menschen ist vielleicht nicht immer bewußt: Es geht gar nicht um den Link oder, in der Offlinewelt, um die Information, es geht um das Sprechen, das Miteinander- und Zueinanderreden als solches. Darum, daß wir uns oft so hilflos und dumm anstellen, wenn wir füreinander da sein wollen. So wie ich oft mit meinem Baby Blödsinn brabbel, wenn es meine Stimme braucht um sich zu beruhigen und zu wissen, daß ich da bin, so brabbeln auch wir Erwachsenen oft nur vor uns hin, verbrämen dies aber, kultiviert wie wir nun einmal sind, dann doch mit klug klingenden Worten und garnieren dieses Gebrubbel schließlich und endlich mit einem Link.

Juliee 15, 2008 | In Soso | 4 Comments | TrackBack-URL

Diplom in angewandter Feigheit

Immer diese Dinge, die einem auf der Seele liegen und doch nicht ausgesprochen werden.

Normalerweise sagt man die wichtigen Dinge ja so, daß sie einer Freundin passiert sind, einer Bekannten eines Kumpels, jemandem, der immer nur ein “jemand” sein und bleiben kann. Klar, wir alle haben dann immer plötzlich ganz viele Bekannte.

Ich bleibe da lieber ich. Halte meine Klappe oder sag einfach, was los war. Nur eben nicht am Stück, auf einmal, sondern nach und nach.

– “Ich also habe mir einmal wehtun wollen.”

Pause. Sehen, ob ich weiter gehen kann.

– “Siehst du das Kreuz auf meinem Arm?”

Reaktion? Nachfrage, wie denn …?

– “Jaja, mit Rasierklingen.”

Schluck.

– “Hat gar nicht wehgetan.”

Ich kann den Stolz darüber, daß ich soviel abkann ebensowenig verhehlen wie mein Gegenüber sein Entsetzen, egal, wer es ist.

Die Logik dahinter, sich ein schniekes Kreuz (es sollte, ganz morbide, ein Grabkreuz werden) in den Arm zu schnitzen, war ja, daß, wenn mir schon jemand anders wehtun muß und ich mich nicht wehren und diesen Vorgang nicht zu verarbeiten vermag, ich ihn wenigstens überbieten kann. Irgendwie. Anstatt also denjenigen zu bestrafen / bestrafen zu lassen, der mich verletzt, verletze ich mich selbst, um wenigstens in diesem Punkt das letzte Wort oder jene Macht zu haben, die mir vorher verwehrt geblieben war. Das mag jetzt nach pubertärer Logik klingen und Einweisung, aber manchmal … braucht man sowas. Nicht jeder-man, aber ich. Irgendwann wird man feige, geht von den offensichtlichen Schnitten und Narben, von denen ich ja nun genügend habe um auch so schon aufzufallen, über auf subtilere Methoden. Angewandte Feigheit ist das, das Fach, in dem ich Klassenbeste bin. Krass sein müssen, aber bitte nicht zu feste. Aus dem Rahmen fallen ohne allzu sehr aufzufallen. Ich will ja keinen Ärger machen. Immer schön funktionieren und nebenher ab und an etwas austicken, aber nur ein bißchen.

“Eine Bekannte von mir hat einmal …” so etwas ist zwecklos, wenn dir jemand an den Armen ansieht, daß du eine gehörige Klatsche hast.

Juliee 14, 2008 | In Soso | 4 Comments | TrackBack-URL

Eine Mädchenabendanleitung

(Eigentlich bin ich ja gar nicht da, Fieber und so, aber mein treu ergebener Diener und Schreibassistent — Heiraten lohnt sich! — sitzt mir zu Füßen und pflückt sich begierig jedes meiner wirren Worte von meinen Lippen, um sie wunderbar gewandelt in einen sinnvollen Text zu gießen.) Möge der Mädchenabend beginnen!

Ähm … eigentlich weiß ich ja auch nicht, wie der ultimative Mädchenabend auszusehen hat, aber zumindest den Anschein, ich wäre in solcherlei Dingen erfahren, scheinen dieser und dieser Post zu erwecken. Nun denn:

Das Wichtigste an einem Mädchenabend sind ja wohl die Mädchen, ohne geht es schlechterdings nicht. Mädchen sind zunächst einmal alle weiblichen Wesen überhaupt, desweiteren alle diejenigen Männer, die sich nicht zu fein sind, ernsthaft Clive Owen und Ryan Gosling (oder ähnlich prachtvolle Exemplare des männlichen Geschlechts) anzuschmachten. Wer als Mädchen dennoch Bier mit Zähnen oder Augenbraue, meinetwegen auch noch mit Hilfe eines Feuerzeuges aufbekommt und bei Bedarf ordentlich zu rülpsen versteht, ist ebenfalls qualifiziert. Männermänner müssen draußen bleiben.

Das zweitwichtigste Ingredienz für einen Mädchenabend ist das Essen (und die gelassene Haltung zum Verzehr desselben, mindestens für die Dauer des Mädchenabends). WICHTIG! Alles Essen landet sowieso direktamente auf der Hüfte, da kommt es auf die Mädchenabendnahrung auch nicht an. Als Mädchenabendfutter eignet sich alles, was subjektiv als lecker empfunden wird. In meinem Falle wäre dies (kleiner Auszug):

Eis (mit Sahne, Früchten, Nutella, Honig, noch mehr Eis, Vanillesoße, auf Kuchen, zwischen Schokopudding, zu Waffeln, Schokolade, als Shake, mit Kaffee oder heißer Schokolade, im Teigmantel oder in Form noch nicht vollständig aufgetauter Windbeutel, welche in Cappuccino ersäuft und in letzter Sekunde gerettet werden)

Schokolade (in jedweder Form, gern auch heiß und flüssig als Getränk oder aus einem dieser neumodischen Schokobrunnen quellend)

Kuchen, Torte, Tarte und Törtchen

Obst (Jahaawollja!)

Außerdem braucht es: Eine gemeinsame Leidenschaft — ist diese Leidenschaft, die die Mehrzahl der anwesenden Mädchen teilen sollte, bereits das Essen, dann braucht es meist nicht einmal den nachstehend erwähnten Alkohol (den es eigentlich zum Zwecke der Stimmungshebung sowieso nicht unbedingt brauchen sollte). Diese Leidenschaft kann auch der Film Noir, Clive Owen (da isser wieder!), Winnie the Pooh oder der Haß auf den Biolehrer sein, egal, die Hauptsache ist, daß diese gemeinsame Leidenschaft beste Voraussetzungen für Gespräche bietet.

Eine DVD mit, nein, nicht ihm (Mr. “bei dir ist sogar Brusthaar sexy”-Clive Owen), aber vielleicht mit ihm? Ein anspruchsvollerer Mädchenabend könnte sogar Sozialkritik à la Half Nelson vertragen, gemeinhin sollte aber nach leichteren Themen gesucht werden, wenn ein Film das Rückgrat des Abends bilden soll. Am besten ist es sogar, man schaut gar keinen Film an, sondern eine möglichst bekloppte US-Serie, zu meiner Zeit war das etwa Buffy. Dann läuft man nämlich nicht Gefahr, Teile einer etwaigen Handlung zu verpassen, wenn das Gespräch urplötzlich auf die Sexyness von Lars aus der 12. oder Ryan Gosling in “Half Nelson” kommen sollte, aber das nur nebenbei.

Spiele an einem Mädchenabend halte ich für gefährlich, denn nicht jede ist eine gute Verlierin. Gesellschaftsspiele bergen obendrein die Gefahr, zu schnell zu ernst zu werden, Tat oder Wahrheit zum Beispiel hat wegen der Untiefen, die auch noch junge Leben bereithalten, so manche Party gekillt. Es kann eben nicht jede Runde so obskur und dennoch knapp am Rande des Abgrunds mit gutem Ende verlaufen wie Charlotte Roches legendärer Abend.

Girlanden oder Verkleidungen, sowohl der Wohnung als auch der Mädchen, finde ich eher peinlich. Wer allerdings in der Nähe der sogenannten Karnevalshochburgen wohnt, mag das anders sehen. (Verzeihlich ist es dennoch nicht!)

Essen geht immer, aber das erwähnte ich ja bereits.

Gute Laune ist zum Teil hilfreich, ein guter Kater kann aber die gute Laune zumindest einer Teilnehmerin hinreichend ersetzen.

Wodka-Lemon, Pullerbrausencocktail (niedrigprozentige Cocktailfertiggetränke), Bier und überhaupt alles, was knallt, gefällt, bunt ist oder schlicht verfügbar wäre daher das Mittel der Wahl.

Ansonsten kenne ich mich mit Mädchenabenden nicht wirklich aus, wie gesagt, ich weiß nur: “Spaß ist, was ihr draus macht!” und “Sind wir nicht alle ein bißchen Bluna?”

Juliee 14, 2008 | In Soso | 6 Comments | TrackBack-URL

Gleich knallt’s hier.

(Plopp.)

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Ich bin ja eher ein leiser Mensch.

Juliee 10, 2008 | In Soso | 2 Comments | TrackBack-URL

Und ich frage dich

Was noch?

Ich meine, ich will ja nicht jammmern, beginne ich den Satz, und weiß genau in diesem Moment, daß da eine erneute Klage anhebt.

Ich will ja nicht jammern, und tue es doch. Manchmal bleibt einem hinterher nicht mehr als die Beschwerde. Über die Beschwerden, das, was sich plötzlich als Folge vor und hinter und über einem auftürmt.

Mein Turm ist höher als Deiner! Triumph des Leidens.

Nur langsam rücke ich heraus mit der Sprache, niemals habe ich den Mut, alles vorzubringen, was in mir herumgeistert. Millimeterweise öffne ich mein Herz, wieder, und schließe es sofort, wieder, man weiß ja nie.

Ich will ja nicht jammern, sage ich, aber … Ein zentnerschweres Aber, du kennst es, es hat tausend Gesichter und alle sind sie Fratzen für dich, die sich irgendwann mit meinem Gesicht verkettet haben werden. Irgendwann wirst du sie alle sehen, wenn du mich anblickst, so untrennbar werden ich und das Aber miteinander verbunden sein.

Das ist der Moment, den ich am meisten fürchte.

Trotz allem, ich wünsche mir, daß du mich siehst, mein Gesicht, mein Lächeln, meine Augen. Und nicht nur diese Fratzen, bitte.

Und ich frage dich: Was noch?

Und du antwortest: Ich weiß es nicht.

Und umgekehrt: Was noch?

Ach, nichts weiter.

Juliee 7, 2008 | In Soso | No Comments | TrackBack-URL

Brustbügeln

Aus der Sammlung Wikipedia-Links, denen man besser nicht gefolgt wäre.

Juliee 7, 2008 | In Soso | 9 Comments | TrackBack-URL