Es gibt so Momente im Leben, da möchte man, ich wiederhole mich da gern, ein wütendes Gesicht machen, dazu unmenschliche Laute von sich geben und mit allem um sich schlagen, was immer nur greifbar ist.
Einen solchen Moment erlebte ich gestern: Wäääääähhh!!!!!!
Seit März versuche ich, die Krankenkasse zu wechseln, Stichtag ist der 1. Juni, quasi überübermorgen. Ja, man könnte langsam sagen, daß es knapp wird. Also war ich heilfroh, daß ich genau vor einer Woche endlich alle Bescheinigungen und Bestätigungen über Ansprüche und Nichtansprüche, Immatrikulation und Beendigung eines Arbeitsverhältnisses, garniert mit all dem gesammelten, verschwurbelten und wieder entwirrten Unwissen zweier Krankenkassen beisammen hatte und der Antrag auf Familienversicherung ausgefüllt, akzeptiert und abgeschickt werden konnte. Wer verheiratet ist und nix weiter verdient, hat nämlich ein Recht darauf, familienversichert zu sein. Beim Mann, der mit Nachnamen Karpaty heißt, selbst wenn man selbst seinen paradiesischen Nachnamen behalten hat, so wie ich es tat.
Falls ich es noch nicht erwähnte: Wäääääähhh!!!!!!
Denn selbst wenn man nun denken könnte, daß alles gut wird, kann noch etwas schiefgehen. Gestern kamen die ersten Unterlagen, die ich auch dringend bis, huch, überübermorgen, als Nachweis über eine bestehende Krankenversicherung an meiner Universität brauche um nicht exmatrikuliert zu werden, ja, und was muß ich sehen: Krankenversichert ist Julie Karpaty, nicht Madame Paradise! Und heute kam auch gleich die Chipkarte hinterher, ebenfalls auf den falschen Namen ausgestellt.
Wäääääähhh!!!!!! oder, wie der Herr Karpaty immer so schön sagt: Ick dreh dorsch!
Schlimm sind sie, die beiden Namen in einer Ehe. Wer nicht den selben Namen trägt nämlich, wird da draußen von den ganzen Schwachmatem auch nicht als verhochzeitet anerkannt. Komische Welt.
Kommentar von Saint am 30. Mai 2008 um 00:47 | Link
Stimmt. Deshalb habe ich den Beweis der Verhochzeitung auch immer bei mir, damit ich auch seine Pakete abholen darf. Sonst könnte ja jeder kommen … Grrrr.
Eigentlich ging es mir ja eher darum, meinen schönen Namen behalten zu können, weil: Ich mag den wirklich. Und nach uns (Mutti, Schwester, mir) wird er auch nicht weitergegeben werden.
Daß aber eben jetzt, wo es wirklich knapp wird und ich Besseres zu tun habe, als nochmal Streß mit der Krankenversicherung und der Uni zu haben, so etwas Blödes passiert, ärgert dann doch. Nur weil jemand zu blind ist zu schauen, ob Madame Ehegattin nicht vielleicht einen eigenen Namen hat, der ja immerhin doppelt auf dem Formular steht. “Wäääääähhh!!!!!!” hab ich schon gesagt, oder?
Kommentar von Julie Paradise am 30. Mai 2008 um 01:09 | Link
oh mann, und ich hatte so für dich gehofft, dass dies nun ein ende hat :-/ wie sagt der dude? bekackt.
Kommentar von anne am 30. Mai 2008 um 09:37 | Link
Das Namenwechseln bringt dafür anderen Mist mit sich. So habe ich viermal böse Post von den Rundfunkgebühren an meinen alten Namen bekommen, dass ich mich bitte anmelden soll. Selbstverständlich habe ich auch vier mal böse geantwortet. Beim letzten zweiseitigen Brief haben sie’s dann kapiert. Es passt irgendwie nicht ins Bild, dass die Ehefrau (und nicht der Mann) die Gebühren zahlt und dann auch noch nen neuen Name hat.
Eine Freundin von mir hat genauso oft vom Finanzamt Post an ihren alten Name bekommen, dass sie ihre Steuererklärung abgeben soll, sonst passiere übles. Dabei war die Erklärung schon lange unter dem neuen Name abgegeben.
Kommentar von AnJu am 30. Mai 2008 um 09:51 | Link