Der Karpate hatte ja bereits am Karfreitag einen kleinen Moment der Erkenntnis durchlebt:
Wenn Du jetzt … also, im achten Monat … dann … dann sind das ja nur noch zwei Monate, acht Wochen, zehn vielleicht, oder so, oder auch einfach …
– Jetzt!?
Grundsätzlich glaube ich ja fest daran, daß er mit allem viel besser klarkommt als ich, manchmal bin ich doch leicht hysterisch veranlagt, während er — Männer sowieso — eher die Ruhe weg hat. Und immerhin spricht er seit Jahren davon, daß ein Baby doch prima in unser Leben passen würde, etwas ganz Großartiges wäre und überhaupt, das gehört eben dazu. Familie.
Ein wenig Hosenflattern ist aber wohl ganz normal, schließlich haben wir das noch nie erlebt. Jetzt plötzlich wirklich nur noch wenige Wochen davon entfernt zu sein, (hoffentlich!) ein kleines Bündel im Arm zu halten, das unseres ist und all unsere Liebe und Kraft und Aufmerksamkeit einfordert, ist eine große Sache.
Gestern allerdings wurde er noch einmal darauf gestoßen, wie plötzlich dieses Wesen nicht mehr in meinem Bauch sondern in unserem Leben sein kann, als ein Kunde vom letzten Donnerstag seinen Laden betrat. Neue Matratzenschoner wären wohl nötig. Auf denen von letzter Woche, eigentlich auf der gesamten neuen Matratze, hätte seine Frau am Freitag eine Frühgeburt ausgestanden. In der 31. Woche. Alles in bester Ordnung, nur die Matratze …
Ganz blaß ist er heimgekommen, der Karpate.
Oh…
Alles halb so schlimm, meine ich. Klar, wird sich Eure Zweisamkeit verändern, aber es wird viel größer das alles. Und schön ist das auch noch, wenn auch ungewohnt. Gerade für ihn. Du musst auf ihn aufpassen - soviel ist klar. Vergiss ihn nicht, das könnte seine Angst sein.
Kommentar von Saint am 26. März 2008 um 12:39 | Link
Wir haben beide unsere Ängste, aber dat dat schon allet jut wird, da zweifle ich nicht dran, sonst wären wir nicht da, wo wir sind. Momentan sind wir nur so … schwammig … saugen alles auf, was mit dem Thema zusammenhängt und versuchen dennoch, uns nicht verrückt machen zu lassen. Wenn man dann solche Geschichten hört, schluckt man doch erstmal.
Die Gefahr, jemanden aus meiner Gefühlswelt auszuschließen, der mir nahesteht, besteht nicht, wirklich nicht, gerade das nämlich ist eine meiner größten Stärken und gleichzeitig Schwächen, je nachdem. Aber schön, wie Du das formuliert hast!
Grundsätzlich ist die Stimmung hier vorfreudig, aufgeregt, hibbelig, glücklich, ängstlich, besorgt, hoffnungsfroh und liebevoll. Das alles im Extrem und alle paar Minuten im Wechsel. Schön also. ;-)
Kommentar von Julie Paradise am 26. März 2008 um 12:59 | Link
Ich glaube, ein bisschen blass wurde dabei auch die Julie, die diese Zeilen schreibt :-S
Keine Sorge, dat wird schon alles gut verlaufen! :)
Kommentar von Manniac am 31. März 2008 um 05:33 | Link