Zusammenhangloses und Karl Otto ist kein Taschendieb, im Gegenteil

Ambitionierte Genußmittelfotografie scheitert oft an banalen Kleinigkeiten: An der Unachtsamkeit der Post, die gern hochfeine Pralinen in einem Zustand liefert, der an eine Stampede wildgewordener Riesenkarnickel über liebevoll beschleifte Päckchen erinnert und an dem nie, NIE! zu unterschätzenden Appetit von Schwangeren, gepaart mit der Rechnung

15 kleine feine Leckereien, die Gematschten sehen auf Fotos sowieso nicht so chic aus, die eß ich gleich, mit heißer Schokolade.

Bleiben noch 4, wenn ich die nett herrichte … Aber die weiße kann ich noch gleich, wegen der Symmetrie … 3, das lohnt kaum noch ein Foto, wie sieht denn das aus?

Lecker!

Und so kommt im Leben eines zum anderen, und so vieles kommt gar nicht, verhindert, sagt man dann. Verschlampert, verbaselt, in Zürich vergessen, nicht nachgemessen und dann alles gefressen.

Die kleinen Fetzchen im Kopf, für Texte zu seltsam, zum Umkommen zu schade, was tut man damit? In kleine Kistchen stopfen und auf Zettelchen klopfen und dann zu faul zum Sortieren sein. Am Ende fliegen sie doch in den Müll, nur manche wird man nie mehr los.

Guten Freunden gibt man ein Küßchen, oder auch zwei.

Anderen macht man hilflose Komplimente, zum Beispiel wenn sie seltsamerweise rheinische Frohnaturen genannt werden, denen ich sagen möchte, daß sie eine so dermaßen großartige Art zu lachen haben, daß ich wünschte, mehr Zeit mit ihnen und ihrer guten Laune verbringen zu dürfen. Ich spreche hier von zwei Frauen, die beide äußerst ansteckend und zutiefst weiblich lachen, kehlig, rauh, dreckig, in genau der richtigen Färbung dunkel, aufreizend, selbstbewußt und so universenweit entfernt von gackeriger Hysterie wie nur irgend möglich.

Eine dieser Lachen war mir neulich ein akustisches Mitbringsel, ein erinnertes Souvenir der letzten Tage, es hallt in mir nach so wie leckere Dinge auch nach Stunden noch wohliges Entzücken im Gaumen auslösen. Und mehr noch: Ein gutes Gefühl.

Gefühle, gute zumal, sind die besten Geschenke. Der Nutzwert verblaßt dann hinter der warmen Erinnerung oder dem heißen Erschrecktsein freudiger Überraschung. Ich weiß jetzt nämlich: Mich liebt die Zuckerfee!

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März 25, 2008 | In Soso | | TrackBack-URL

  1. :-)

    Kommentar von Karl Otto am 25. März 2008 um 17:40 | Link

  2. Karl Otto ist ein Mädchen, Karl Otto ist ein Mädchen! *hihi*

    Kommentar von Julie Paradise am 25. März 2008 um 23:32 | Link

Rock my Boat!