Wie ja schon öfter angedeutet, pfuscht einem mit etwas Pech so eine Schwangerschaft mächtig in die Verdauung. Beziehungsweise, da es meist gar nicht so weit kommt, in den sonst gern eher nachlässig behandelten Zusammenhang von Nahrungsaufnahme und dem Einbehalten eben jener Stoffe.
Der einzige Vorteil, der für eitle Menschen wie mich aus dem hier angesprochenen Problem resultiert, ist, daß was nicht ankommt, gar nicht erst fett machen kann. Schön schön, aber ab und an etwas im Magen zu haben wäre auch nicht sooo verkehrt.
Was ich lernen mußte: Alles kann gehen, wenn nichts mehr geht. Je mehr ich versuche, mich ausgewogen zu ernähren, Kohlehydrate, Fette, Ballaststoffe, Spurenelemente und Vitamine in ausreichender Menge aufzunehmen, weil so ein Kindchen im Werden gut versorgt sein will, umso mehr muß ich einsehen –
ICH WERDE VERARSCHT!
Von meinem Magen. Vielen Dank auch, aber: Wir waren ja noch nie so richtig dicke Kumpels, nicht wahr, Keule!?
Auf der einen Seite stehen da nämlich die landläufig als gesund wahrgenommenen Nahrungsmittel: Obst, Gemüse, Vollkornkram, Mageres, Mildes, Zuckerarmes, gesunde Fette in Fisch und Nüssen, auf der anderen Seite steht DAS BÖSE. (Mein Magen hat den Evil-Test mit Bravour bestanden!) Das Böse ist Fett, Zucker, Salzmassen, Glutamat, beigemischte Alkohole als Konservierungsstoffe (Milchschnitte und Yes-Törties), die völlige Abwesenheit jeglicher Vitamine und Spurenelemente, Koffein.
Habe ich mich nun den ganzen Tag über vorbildlicher ernährt, als die beste Ernährungsberaterin es je könnte, kommt irgendwann der große Peng!, Kreislauf, Bääh! alles eklig. Dann geht nicht einmal mehr Wasser, dahinsiechend überlege ich, was ich nur falsch gemacht habe. Was soll ich tun? Was kann ich denn jetzt überhaupt noch essen? Bis irgendwann der Hunger und das Loch im Magen zu groß werden, dieser sich eine alles verschlingende Kammer aus Stahl mit Kuhmageneigenschaften verwandelt und siehe da: Vanille-Sahne-Pudding mußte es sein, mit Kompott aus heißen Kirschen und nochmal einer extra Portion Dänischer Vanillesoße angereichert. Oder Schwarzwälder Kirschrolle. Oder eine ganze Packung Chips. Oder Erdnüssepistaziengummibärchen.
Das soll einer verstehen!
Der Karpate denkt über eine Sprachreform nach. Der Magen sollte weiblich werden — die Magen. Anders sei das nicht zu erklären.
gratuliere zum gestopften googleloch :)
Erdnüssepistaziengummibärchen
Kommentar von westernworld am 19. Februar 2008 um 14:28 | Link