Zeit: geplant/gewollt/gemußt –> getan

5:55 Wach werden (Radio). –> [Keine Handlung].
6:00 Aufstehen. –> [].
6:30 Mit duschen und Haare waschen fertig sein. –> [].
6:40 Frühstücken. –> Wach werden.
6:41 Wä? –> Ich muß mal.
7:00 Losfahrenlaufen – ist ja Streik heute. –> Kopfkatzenwäsche.
7:15 S-Bahn. –> Anziehen. Aber was?
7:16 Ich muß mal. –> Ich geh mal.
7:30 Umsteigen. –> Die schwarze Hose?
7:40 Umsteigen –> Die schwarze Hose.
7:45 Gut in der Zeit! –> Wir müßten dann jetzt los …
7:53 Ankommen. –> Losfahren.
8:00 Termin mit dem Prof. –> Stau vor der Stadtautobahn.
8:01 Ich muß mal. –> [].
8:05 Ich muß mal. –> [].
8:10 Ich glaube, mir wird schlecht. –> „Lakritze hilft da jetzt auch nicht!”
8:15 Ich muß mal. –> Stau auf der Stadtautobahn.
8:30 Unterricht. Kleines Referat halten. –> Schon die halbe Strecke geschafft. Meeensch, toll!
8:45 Ich muß mal. –> Unfall auf der Abfahrt.
8:55 Ich muß mal. –> Ich geh mal.
9:00 Fertig mit dem Referat! –> Entschuldigung stammeln und mit dem Referat beginnen. Atmen nicht vergessen!
9:20 Ich muß mal. –> [].
9:45 Ich muß mal. –> Ich geh mal.
10:00 Ich muß mal. –> Klo verstopft. Zu faul zum weiterlaufen. Ich hab das gar nicht nötig. Ist gar nicht so dringend.
10:05 Ich … geh dann mal.
10:15 2. Seminar beginnt. Pünktlich, ordentlich, satt dasitzen. –> Schon halb fertig mit dem Brötchen. Schon? – Erst. – Alles eine Sache des Standpunktes.
10:30 Ich … –> [].
10:50 Ich … –> Man könnte sich ja ablenken, indem man was sagt, oder Julie? – Joa, könnte …
11:10 Eine spannende Seminardiskussion! –> Ich geh mal. Ist eh nichts los gerade.
11:30 Und es wird noch spannender! –> Laaangweilig. Hunger!
11:31 Ich … –> [].
11:45 Ende Gelände! Wochenende! –> Ja, denkste ich muß noch arbeiten!
12:00 Essen mit dem Graubrot. Und PB. Und J. Und S. –> Essen mit J. S. kommt später. PB kommt gar nicht. Herr Grau hat kapituliert. Vor dem Streik. Und dem inneren Schweinehund.
12:10 Ich glaub, mir wird schlecht. –> Nette Unterhaltung!
12:15 Ich … –> [].
12:30 Jetzt der Nachtisch! –> Kann nich määhr!
12:45 Arbeiten! –> Laaangsam zur Sekretärin schlendern. Ich …
13:00 Fertig mit Postholen. –> Loslaufen zum Postholen.
13:02 Ich … –> Ich …
13:10 Noch schnell zwei-drei private Mails lesen und beantworten. Danach aber wirklich arbeiten. –> Huups. Postholen? Jetzt auch nicht mehr.
13:20 Vielleicht noch was bloggen? –> Mir wird schlecht!
13:30 Endgültig vom Feedreader losreißen. Arbeiten! –> Meine Güte, ist mir schlecht!
13:45 Frische Luft! –> Ich …
14:00 Wieder ein paar Mikrofilme bestellt. –> Yammyammm, ein Apfel. Was schreibt denn der XXX? Und bei Twitter?
14:30 Lange nicht mehr … –> Ich …
15:00 Und noch mehr Mikrofilme bestellt. –> [].
15:07 ? –> Egal, kopieren muß auch noch sein.
15:10 Ich … –> Freundschaft mit Lulu, der Ameise schließen, während ich …

Lulu die Ameise

Was machen Ameisen eigentlich im Winter?

Ganz einfach, sie immatrikulieren sich und hören sich in der Uni Vorlesungen an. Zwischendurch besuchen sie, wenn sie Lulu heißen, die Damentoilette. (Lulu mag, ganz platt gesagt, nur eine kindische Anspielung auf die Tätigkeit des Lullerns sein, aber irgendwie schien sie sich mit dem Namen wohl zu fühlen, denn obwohl die Kabinen nur durch unten spaltbreit offene Stellwände getrennt sind, blieb Lulu bei mir. Und ich bei Lulu. Ich konnte ja nicht anders, sie aber tat es freiwillig.)

Lulu leistete mir Gesellschaft, las mit mir den auf dem Boden liegenden Protest gegen die Schließung der Indienforschung in den Berliner Universitäten, erklomm tapfer den Unrat, den andere Frauen, die sich besser Schlampen nennen sollten oder Gören, wenn sie auf jedem Klo solches Chaos hinterlassen, und Lulu lief im Kreis herum. Lulu lief im Kreis herum wie eine wildgewordene Tanzmaus.

„Lulu!” Da Lulu leider doch nicht wie ein Hund aufs Wort hörte, veschwand sie irgendwann unter einem Abfalleimer.

Tschü! War nett mit Dir.

16:00 Fertig mit kopieren. –> Lulu leistete mir Gesellschaft, las mit mir den auf dem Boden liegenden Protest gegen die Schließung der Indienforschung in den Berliner Universitäten, erklomm tapfer den Unrat, den andere Frauen, die sich besser Schlampen nennen sollten oder Gören, wenn sie auf jedem Klo solches Chaos hinterlassen, und Lulu lief im Kreis herum. Lulu lief im Kreis herum wie eine wildgewordene Tanzmaus.

„Lulu!” Da Lulu leider doch nicht wie ein Hund aufs Wort hörte, veschwand sie irgendwann unter einem Abfalleimer.

Tschü! War nett mit Dir.

16:45 Noch kurz was bloggen. –> Fertig mit kopieren.
17:00 Fertig mit Bloggen. –> Ah …
18:00 Einsehen, in der Wirklichkeit, daß sowieso alles anders kommt, als man es möchte und geplant hat. Ich … geh dann mal.

Februar 1, 2008 | In Soso | | TrackBack-URL

  1. und hiermit verspreche ich feierlich das ich zur feier dieses wunderbaren posts nächstes jahr an karneval als “lulu” gehen werde…:)

    Kommentar von nilz am 03. Februar 2008 um 00:01 | Link

Rock my Boat!