Wenn das schon als Ankündigung auf einem Plakat steht, weiß man doch, was einen erwartet: Alte Witze.
Die mögen ja bei einem Jürgen von der Lippe, je nach Geschmack, gar nicht mal schlecht sein, trotzdem: Behaglichkeit und Witz schließen sich irgendwie aus. Behaglichkeit heißt, man lehnt sich zurück und kann sich entspannen. Und sicher sein: Es wird schon nicht zu böse werden, zu pieksig, zu wild. So etwas nennt sich dann (deutscher) Humor und der Bürger lacht gern. Er lacht auch laut, schließlich soll ja jeder sehen und hören, daß er Gschpass hat.
Witz muß auch wehtun, so wie es früher bei Harald Schmidt war. Erst schockiert sein, unsicher, dann langsam begreifen und vielleicht immer noch irritiert gucken und noch ganz lange drüber nachdenken können, was mit dem Gesagten eigentlich alles zusammenhängt. Jede Pointe eine kleine Welt.
30 Jahre alte Witze als Best Of. Klingt ziemlich schrecklich, finde ich.
Es ist übrigens Karneval :) Weiß auch nicht, warum mir das bei alten Witzen einfällt.
Kommentar von robert am 31. Januar 2008 um 12:37 | Link
” So etwas nennt sich dann (deutscher) Humor und der Bürger lacht gern.”
ich weiß ja nicht wie sich das mit dem amharischen humor so verhält, aber in den mir bekannten westlichen kulturen funktioniert es genauso wie hier.
es handelt sich mit hin also nicht um ein deutsches spezifikum.
Kommentar von westernworld am 31. Januar 2008 um 12:42 | Link
Tja, vielleicht mal das Programm besuchen?
Es werden die alten Sachen mit aktuellem Hintergrund gespielt. Vieles kennt man, meint man, und dann kommt es doch anders.
Z.B. Guten Morgen liebe Sorgen als Jazz-Version, oder die sehr sehens- und auch hörenswerte Orgelspielerin.
Aber so ist der Deutsche halt, erst mal meckern…
Kommentar von Mal gesagt am 18. Februar 2008 um 05:59 | Link