Joanna, geboren um Liebe zu geben

Noch jemand da?

Ich jedenfalls bin noch hier. Denn wenn schon die einstige Unbeschwertheit weg ist, früher bewundert von ebenjenen, die uns zeigten, wie man sich eine Elefantenhaut zulegt, dann muß es eben ohne Unschuld weitergehen. Unschuld wird sowieso überbewertet.

Anklage: Schuldig des Besitzes von Andrea Berg-CDs (zwei, einst angeschafft als Geschenk für die Karpatenmutter, die diese aber bereits besaß, und nun aufgehoben, bis im Frühling die Tante Geburtstag hat). Ich bekenne!

Wer Schlager nachmacht oder fälscht oder nachgemachte oder gefälschte Schlager in Umlauf bringt, wird mit Schlagertrupps nicht unter zweitausend Mann bestraft.

Und der Running Gag bei der Namenssuche: Johanna ist ein schöner Name, Joanna auch, aber wo ich an Joanna Newsom (Wikipedia) denke, singt der Karpate das hier.

So etwas läßt sich eigentlich nur steigern durch die Geschichte rund um seinen ehemaligen Mitschüler Iven, der zu eben jener Zeit neu in die Klasse kam, als die Backstreet Boys mit ihrem Song Quit playing games with my heart Erfolg hatten, der ja folgerndermaßen begann:

Baby…Ooh…
Even in my heart, I see / You’re not being true to me
Deep within my soul, I feel / Nothing’s like it used to be
Sometimes I wish I could / Turn back time
Impossible as it may seem / But I wish I could
So bad, baby / Quit playing games with my heart

Quit playing games with my heart / Before you tear us apart (with my heart)
Quit playing games with my heart [...]

Immer wenn der Lehrer den armen Iven beim Namen rief, begann die gesamte Klasse (nach einer kurzen Eingewöhnungsphase von vielleicht drei Versuchen, und neben dem Karpaten können dies auch seine Freunde bezeugen) den Song zu singen — und zwar komplett. Nach etwas mehr als einer Woche war der Spuk vorbei, denn die Lehrer hatten sich darauf verständigt, Iven fortan nur noch beim Nachnamen zu nennen.

Manchmal wünsche ich, ich hätte den Karpaten früher kennengelernt und wäre mit ihm auf eine Schule gegangen. Wir hätten uns beiden viel Frust erspart und wären die perfekte Ergänzung zum Abspicken gewesen, denn unsere guten Fächer und die schlechten ergänzen sich perfekt. So aber bleibt uns nur die Erinnerung und eine Vielzahl grausiger Schlager und schlimmer Popsongs, und, ganz pathetisch, die Zukunft: Mit Anita!

Januar 29, 2008 | In Soso | | TrackBack-URL

  1. Noch schlimmer ist die Joana Ballermann-Version von Peter Wackel. Da wird die Lücke nach Joana noch mit dem einem gegrölten “Du geile Sau” bzw. “Du Luder” der Fans gefüllt. Ich hab das Lied gerade im Skiurlaub kennen lernen müssen.

    Kommentar von AnJu am 01. Februar 2008 um 13:08 | Link

  2. haha auf meiner “recherche” für einen tweet warst du ganz oben in bei google

    Kommentar von jamade am 10. Julie 2008 um 22:27 | Link

  3. Mein Gott, das Lied ist ein Hit und wird in jedem Bierzelt gesungen, regt euch doch nit wegem sowas auf… Muffel!

    Kommentar von Chris am 27. Juni 2009 um 23:14 | Link

Rock my Boat!