Die Lippen bereits leicht geöffnet, hungrig, setzt der Verstand ein: Wie kannst du nur?
Ich will, ich wollte, ach! ich will immer noch, doch ich weiß: Es ist nicht nur die Brombeere, die gleich in meinem Mund steckt, er wird den Finger hinterherschieben, meine Zunge wird an seinem Daumen spielen, dann entgleitet alles, und die Kontrolle …
Ich bin die spröde Frau, die, die ihn abweisen muß, und mit starren Lippen, das Lächeln in seinen Augenwinkeln erloschen, wird er mich enttäuscht ansehen, auch ein wenig fies dabei die Mundwinkel nach unten rutschen lassen, sich zurücklehnen, die Arme verschränken, etwas von “Scheißabend” und “ich hab’s doch immer gewußt” zischen und nie wieder der charmante Kavalier sein, den ich anstrahlte mit allem Licht, aller Wärme, die ich zu geben vermochte.
Herrgottnochmal, Du wirst meine Selbstachtung zertreten und es wird schön sein und es wird schrecklich sein, nur: Du bist hinterher ein wenig Geld los und ich eben noch ein wenig mehr Selbstachtung, das Ganze läuft ab dann bei mir als “Erfahrung” nebenher, immer wenn es um Essen und Sex geht, um Zucker und den Moment, in dem …
Ich will nicht, denn ich werde mich danach schmutzig fühlen und du wirst es merken und nicht begreifen, es weglächeln wollen doch bald ungeduldig werden, dann genervt, zuletzt aggressiv. Jedes Törtchen, jede Praline, das du mir bis dahin, verheißungsvoll und erwartungsfroh lächelnd, zugesteckt hast, wird zuviel sein, zu teuer, denn es geht nicht um mich, den Moment, den Spaß, es geht um dich und ums Ficken. Ohne diesen, deinen, letzten Sieg hört der Spaß ganz schnell auf.
Ich bin nicht mehr begehrenswert, denn das Spiel in den Grenzen von schwer erreichbar, aber für dich zu haben, wird vorbei sein, lange bettelst du nicht, doch hätte ich vorher nachgegeben — Schlampe.
Die bin ich jetzt auch, dich abweisen, pah! was eben noch sinnlich und weiblich war, ist jetzt fett und formlos. Aus ist es mit dem Fingerschlecken, zuviel gegessen, zuviel Zucker, zuviel Heuchelei.
Die unterste Stufe der Erniedrigung, als ich mich übergeben muß, der Ekel kriecht mir den Hals hoch, wenn ich dich jetzt ansehe.
Du steigst in dein teures Auto und ich schleppe mich zum Nachtbus.
erotische spiele? unterwerfung, macht, verlangen. grausames ernüchterndes ende.
Kommentar von sunny am 27. November 2007 um 20:29 | Link