Komm baden, Tiffy!

Oktober 23, 2007 | In Soso | 3 Comments | TrackBack-URL

Pok Pok. Ist da wer?

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Oktober 23, 2007 | In Soso | 26 Comments | TrackBack-URL

Ab jetzt wird es hier: Niedlich, rührselig, aufgeregt, puschelig, ergreifend, gefühlig.

Stellt euch schon mal drauf ein. Und sag mir hinterher niemand, ich hätte nicht gewarnt!

Oktober 23, 2007 | In Soso | 5 Comments | TrackBack-URL

Auf zur Seefahrt!

Ich mach’s jetzt wie die Elsa: Früh aufstehen rockt! Wenn man nur früh genug ins Bettchen kommt, ist das auch alles gar kein Problem.

Morgens ist ja meist die Welt noch in Ordnung. Die Sonne scheint, die Vögel zwitschern und Kutte von gegenüber ist noch nüchtern. Wenn er jetzt aus dem Fenster rotzt, weiß man: Das war Absicht.

Von Kutte hab ich noch nichts geschrieben, oder?

Kutte wohnt, wie gesagt, gegenüber, auf der anderen Seite der Straße. Wir wohnen im dritten Stock, seine Familie im vierten. Kutte ist das personifizierte Elend von Schöneweide. Sein Alter kann man nur erraten, immer hat er so dicke Augenringe, daß man sie auch auf solch eine Entfernung deutlich sehen kann. Was man ebenfalls deutlich sehen kann, ist seine Langeweile.

Entweder er ist weg, dann sieht man eine gilbige Gardine mit zwei Schwänen, denen das Fensterkreuz die Hälse durchtrennt, oder er ist daheim, dann hängt er auf dem Fensterbrett und guckt so herum.

Als wir gerade eingezogen waren, dachten wir ja: Das ist ein ganz ekliger Spanner, deshalb hatten wir in Ermangelung einer ordentlichen Badezimmergardine einen blauen Müllsack als Sichtschutz vor dem Badfenster hängen, aber jetzt, mit der neuen Holzjalousie, die ich neugierig immer ein wenig auseinanderschiebe, wenn ich mich auf der Toilette langweile, weiß ich: Der guckt gar nicht. Der ist so gelangweilt, den interessiert gar nichts mehr. Höchstens vielleicht Feuerwehreinsätze in der Straße. Oder wie sein Sohn mit dem Schulbus zur Sonderschule gefahren wird. Oder wie seine Frau vom Einkaufen heimkommt. Wenn sie den richtigen Eingang findet. Oft geht sie eine Tür weiter, braucht eine ganze Weile um zu merken, daß da was nicht stimmt mit der Tür und hört dann das Kichern von oben. So ein erstickter Laut, der auch bald in ein Husten übergeht. Das ist Kutte. Naja, der muß ja auch mal Spaß haben.

Wenn er so richtig Spaß haben will, steigt er auf sein Fahrrad, und wenn dann später der Spaß vorbei ist, sind seine Hosen kaputt. Weil er sich immer hinlegt mit seinem Fahrrad. Auch im Winter, auch im Schnee. Zweimal haben wir ihm wohl schon das Leben gerettet, im tiefsten Winter, nachts, einmal vorletztes Jahr zu Silvester, einmal zu Weihnachten. Paßt doch, oder?

Wir schauen beinah automatisch rüber, aus dem Wohnzimmerfenster, ob Kutte da drüben auf der anderen Seite der Straße ist. Eigentlich ist er immer da, und je älter der Tag ist, umso frustrierter sieht er aus. Gegen Abend ist er fast immer besoffen, wenn er da aus dem Fenster rotzt, kann er nicht mehr anders. Ihm kommt die Galle hoch und die ganze Straße hört es. Wer sich dann in seinem Fenster blicken läßt, wird von ihm beschimpft, wüst und böse.

Dann tut er mir immer am meisten leid. Dieses atemlose Toben bis er ganz abgekämpft ist wirkt so hilflos. Heruntergekommen und wütend. Armer Kutte.

Oktober 22, 2007 | In Soso | 3 Comments | TrackBack-URL

Ein Abend auswärts

In Kreuzberg läßt es sich leben. Glaube ich.

Zumindest läßt es sich dort mitten in der Nacht angenehm einkaufen. Fruchtsaft zum Beispiel. Und dabei mit einem Türken im Spätkauf flirten, bei dem man nicht weiß, ob er gleich Blumen oder ein Messer zückt. Ja, der sah aufregend gefährlich aus, der Junge!

Und reden läßt es sich dort gut. Ich rede immer viel zu viel, wenn ich dort bin.

Und wenn man dann so am Reden ist, merkt man, wie gut man sich selbst und wie wenig den anderen kennt. Je mehr wir reden, umso weniger verstehe ich ihn. Umgekehrt scheint es genauso zu sein. Da sollte ich öfter hingehen …

Oktober 22, 2007 | In Soso | No Comments | TrackBack-URL

Sonnenjens

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Oktober 22, 2007 | In Soso | No Comments | TrackBack-URL

Komische Sachen essen wollen,

so ganz verrückte Nahrungsmittelkombinationen, das ist das Klischee, was man über Schwangere pflegt.

Das Seltsamste aber, was ich bis jetzt bei mir beobachten konnte, war eine unstillbare Lust auf Cocktailrispentomaten mit Hüttenkäse. Und Obst.

Irgendwas stimmt nicht mit mir …

Oktober 22, 2007 | In Soso | 5 Comments | TrackBack-URL

Wow! (Den Titel gab’s schon mal, aber egal)

Oktober 22, 2007 | In Soso | 2 Comments | TrackBack-URL

Musikfreude teilen

Was mir noch einfällt zum Thema „Freude teilen“, zum Beispiel auf Konzerten:

Wenn jemand sagt „Allein würde mir das gar keinen Spaß machen, ich würde nie ohne meine Freunde auf ein Konzert gehen“, dann habe ich manchmal eher das Gefühl, diese Leute genießen die Musik selbst gar nicht so sehr, sondern berauschen sich in ihrer Unsicherheit nur gegenseitig an dem Gefühl, gerade etwas ganz Tolles zu erleben, immer sich rückversichernd, daß alle anderen gerade auch ganz dolle viel Spaß haben. Möglichst sichtbar muß er sein, damit man selbst auch weiß, was man gerade fühlt (fühlen soll) und daß man dabei nicht allein ist.

Oktober 21, 2007 | In Soso | 5 Comments | TrackBack-URL

Maximo Park, 19.10.2007, Columbiahalle Berlin

Maximo Park, Mando Diao, Chris Cornell – ich würde sagen, das waren die Konzerte, die ich am wenigsten genossen habe.

Nicht, daß es schlecht gewesen wäre, aber: Es war zu poppig. Um das halbwegs nachvollziehbar erklären zu können, muß ich wohl weiter ausholen:

Meine musikalische Sozialisation im Kreise anderer Jugendlicher meines Umfeldes war, gelinde gesagt, von Einsamkeit geprägt. Die bekannteren meiner Lieblingsbands sagten anderen entweder nur vom Namen her oder wegen eines Riesenhits, der damals bereits eine halbe Dekade zurücklag etwas, die Gemeinsamkeiten mit ihren Vorlieben beschränkten sich daher auf sehr wenige Berührungspunkte. So kam es, daß ich irgendwann aufgab, jemanden dazu zu bewegen, den zweiten Gästelistenplatz neben meinem in Anspruch zu nehmen. Auch der geschenkte Gaul ist nur eine unbrauchbare Mähre, wenn er von mir kommt, so mein damaliges Fazit. Daß jemand auch noch Geld dafür ausgegeben hätte, mit mir auf ein Konzert zu gehen, ist nie passiert. Ich will mich jetzt nicht in selbstmitleidigem Gejammer ergehen, aber nachdem ich mal jemandem eine Karte für die Queens of the Stone Age geschenkt habe und er mitten im Konzert einfach abgehauen ist, habe ich beschlossen, daß ich allein mit der Musik glücklicher bin. Und auch viel besser die Leute kennenlernen kann, denen es ähnlich geht.

Also entwickelte ich eine Konzerthaltung, die geprägt war von freudiger Erwartung vorher, uneingeschränkter Versenkung in die Musik und meinen Körper während des Gigs und dem nie vorhersehbaren (und daher umso mehr genossenem) Wiedersehen mit losen Bekannten nach dem Konzert. Mit Freunden zwischendurch zu schwatzen, mehr als nur das Nötigste mit meiner Umgebung zu tun zu haben, stört mich irgendwie. Im Kino ist es genauso. Ich will den Film sehen, dabei gibt es für mich wirklich nur mich und den Film, bei Konzerten ist es genauso. Mal ganz abgesehen von Bekannten, die „mal sehen wollen, wie du so richtig abgehst“. Hmm, wie soll ich sagen: Das ist mir unangenehm. Ein Kumpel hat das mal gemacht, von meiner äußeren Erscheinung während des Donnerwetters von der Bühne auf die Intensität meines inneren Genusses zu schließen. Und mich mitten in Songs zu fragen, ob ich denn auch Spaß hätte. Nein, verdammt! So nicht! Weil das jedesmal wie ein Wecken ist, wenn ich gerade mitten in den schönsten Träumen bin. Ich will meine Ruhe!

Und meine Ruhe, so merkwürdig das klingen mag, habe ich auf so gut wie allen Konzerten gehabt, bei denen es so richtig geknüppelt hat. Bei denen die Musik nicht poppig und nett und so ich geh mal mit meinen Kumpels zur neuen coolen Indiechartband-mäßig ist. Da entstand dann immer dieses Mehr, diese Stimmung, die einen hineinsaugt in die Musik, raus aus dem nervigen Scheiß im Alltag, aus allem, was einen bedrückt. Musik, die auch wegen eines anderen Publikums anders wirkt, weil es eben doch so etwas wie einen Code gibt, sich dazu zu bewegen, sie aufzunehmen. Wenn zehn kleine Indiemädchen um einen rumstehen und die ganze Zeit schnattern, dann weiß ich: Ich bin falsch (Mando Diao). Wenn ein durchgeknalltes Groupie, das die besten Jahre weit hinter sich hat, in solcher Ekstase schreit, daß ihr feuchtes Höschen bis zur Bühne stinkt, bin ich auch falsch (Chris Cornell). Und wenn häßliche Britpop-Spacken in zu engen Hosen selbstverliebt hinter Keyboards hampeln oder als Sänger immer die gleiche ach so dramatische Pose einnehmen, dann gehe ich, zumal der Sound grottenschlecht war gestern.

Lieber einen grimmen, tätowierten Riesen hinterm Mikro, der mit aller Kraft auf seine Gitarre eindrischt und sich jegliche „Berlin, you are so cool, die beste Stadt der Welt, thank you, thank you, thank you“-Sprüche verkneift. Da setzt am Anfang der erste Ton ein und ab da bewegt man sich in einem oft pausenlosen Sog durch zwei Stunden, aus denen man ganz entrückt nur langsam wieder zu sich kommt, ganz erstaunt, wie naßgeschwitzt und kraftlosglücklich man sich in der Zeit hat tanzen und trancen können.

Poppigere Acts, so meine Erfahrung, spielen ihren Stiefel runter, alle Hits sind dabei und jedes Lied wird hübsch einzeln so gespielt, wie man es von der CD kennt. Keine Jams oder Zwischenstücke, und selbst wenn die Songs vorher und nachher heißgeliebt in meinem Walkman oder MP3Player rotieren, als Konzerterlebnis ist das oftmals schal. Herr Cornell kann nur noch krächzen und Mando Diao zerstören beinah mutwillig den Zauber ihrer Perlen, wenn alles in anderthalbfacher Geschwindigkeit runtergespult wird.

Tja, und Maximo Park gestern … haben eigentlich nichts falsch gemacht, vielleicht war es mein neues Körpergefühl, vielleicht auch nur die Mädels um mich rum, die, nachdem wir kurz ins Gespräch gekommen waren (Erstaunt: „Bist du etwa ganz allein hier?“ – „Ja.“ – Entsetzt und mitleidig (?): „Oh. Na, ich bin die Janka.“) immer wieder fragten, ob ich dies oder jenes kennen würde, und „Haaaa“-kreischend: „Der ist so süüüüß!“ Alles klar.

Vielleicht hätte ich woanders noch etwas tanzen können und die Musik genießen, wenn nicht alle Menschen um mich herum nur aus unberechenbar herumwirbelnden Ellenbogen in Höhe meines Bauches bestanden hätten oder der Baß weniger in meinen Magen gefahren wäre, ich weiß es nicht. Ich weiß nur, liebe Patsy Jones, ich bin nach „Books from Boxes“ gegangen, ohne zu bereuen, daß ich da war, aber eben auch ohne das Gefühl, noch etwas zu verpassen.

Oktober 21, 2007 | In Soso | 7 Comments | TrackBack-URL

Auf uns aufpassen

Es ist mehr als sicher und nur, wie weit es ist und ob auch alles gut ist, kann mir erst der Arzt sagen, aber: Ich bin jetzt wir, und wir müssen nun gut auf uns aufpassen!

Das machen andere Menschen bereits sehr sehr lieb, sie streicheln meinen Bauch und bekochen mich, schauen mich liebevoll an und wünschen mir alles erdenklich Gute.

Nur wenige können sich nicht so recht mitfreuen, wie etwa der Freund des Karpaten, der nur ein säuerliches „Na dann Glückwunsch“ hervorbrachte. Vielleicht, weil er fürchtet, von der Babywelle überrollt zu werden und nicht mehr dazuzugehören …

Ich war ja immer recht sorglos, was den Umgang mit meinem Körper anging: Herzkrank, eßgestört und größenwahnsinnig wußte ich, was ich abkann und was nicht. Das war bestimmt nie mehr als andere ertragen, aber ich mutete mir immer das bißchen mehr zu, und ja, zu-muten hat auch mit Mut zu tun. Erst kletterte ich auf die höchsten Bäume, später stürzte ich mich von den lautesten Bühnen, und jetzt – jetzt horche ich in mich hinein und spüre Panik in mir aufsteigen, wenn das bereits nach wenigen Wochen wohlbekannte Gefühl des Drucks und der Schwere nicht mehr da ist. Was wenn …? „Kann ja noch soviel passieren, gerade in den ersten drei Monaten”, sagen sie und ich mir selbst. Aber es geht eben nicht mehr nur um mich.

Wir müssen jetzt gut auf uns aufpassen.

Oktober 21, 2007 | In Soso | 12 Comments | TrackBack-URL

Vielleicht

Vielleicht muß das ja immer zwicken und schmerzen, damit man in jedem Moment weiß: Da ist noch was.

Oktober 20, 2007 | In Soso | 1 Comment | TrackBack-URL

Chef is’ schon ein netter Kerl!

Keiner ist perfekt, nur manchen Menschen kann man echt nicht böse sein:

Leicht grantig betrat ich eben noch sein Büro, mit dem festen Vorsatz, ihm Kopien auf den Tisch zu knallen, die auf einmal doch ganz dolle wichtig waren obwohl ich ja gar nicht wirklich arbeite heute. Aber: “Wer im Büro zu finden ist, tut was ansteht”, so das Motto hier. Ich war da, ich war doof, ich hab’s erledigt. Und bockig war ich auch, aber wenn ein graumelierter, charmant säuselnder Österreicher fröhlich ruft: “Ich bin schon da!” und ich dann sage: “Ich bin allhier”, und er dann entgegnet: “I bin alldor’” und wir zwei Hübschen dann eine halbe Stunde über das “Hase und Igel”-Märchen plaudern … jaja, manchen Menschen kann man einfach nicht lange böse sein.

Oktober 19, 2007 | In Soso | No Comments | TrackBack-URL