Der perfekte Zugsong

von René

Solange Frau Paradies in Grippenhausen weilt, putze ich hier den Boden, räume ein wenig die Möbel um und pass auf, dass niemand was klaut. Außerdem trage ich mein Schärflein zur paradiesischen Unterhaltung bei, mal sehen, was mir so einfällt mit Tierchen und so. Mäuse habe ich keine zu bieten, dafür entschuldige ich mich bereits jetzt. Aber ich hätte da zwei Giraffen zu bieten.

Mit dem Bus fahre ich äußerst selten. In den letzten Jahren nur ein einziges Mal, als sich ein unglücklicher Mensch nicht weiterzuhelfen wusste und sich vor einen Zug warf. Da wurde die Pendlerhorde aus den Zügen in drei Busse verfrachtet, was ziemlich eng war. Dafür spielte mein Pod „Everybody hurts“, als ob er wüsste, was los sei.

Es gibt einige Songs, die sich vorzüglich zum Reisen eignen. Selten sind dies die Hurra-Partyknaller der Fratellis oder der Wombats, zu hektisch sind die und zu fröhlich. Eine Reise besteht ja bekanntlich aus zwei Gleichzeitigkeiten. Einerseits lässt man Dinge zurück, andererseits besteht das Ziel darin, irgendwo anzukommen. Deshalb ist der ultimative Reise-Song mit einigem Abstand „1979“ von den Smashing Pumpkins. Melancholisch genug, um den vorbeifliegenden Häusern und Bäumen Auf Wiedersehen zu sagen und mit genug Drive um die Dynamik der Fahrt abzubilden. Mal ganz davon abgesehen, dass „1979“ sowieso der beste Song der Pumpkins ist.

Ich liebe es, diesen Song zu hören und der Gegend beim vorbeibrausen zuzusehen, manchmal den Blick auf die Scheibe fixiert, damit alles zu tanzenden, bunten Schlieren verschwimmt, manchmal die Augen auf die Gegend fixiert, dass sie wie irre in den Höhlen zucken. Aber immer mit mit diesem Song im Ohr.

pumpkins.jpg

We feel the pull in the land of a thousand guilts
And poured cement, lamented and assured
To the lights and towns below
Faster than the speed of sound
Faster than we thought wed go, beneath the sound of hope
Justine never knew the rules,
Hung down with the freaks and the ghouls

September 28, 2007 | In Soso | | TrackBack-URL

  1. ach, der herr w bloggt,alwieder fremd. wie sich das wohl mit seinem aktuellen post vertägt? hörnse mal herr w sie sind ein first mover die blogosphäre muss sich hinten anstellen. und statt sich gedanken über trennungen zu machen, sollten sie einfach weiter das machen, was sie am besten können:kratzen, beissen und nicht still sein wollen. so mögen wir ihn doch alle, oder?

    an die hausherrin: bessern sie sich ;-) dürfte aber schwer fallen, bei dem niveau

    Kommentar von Þórr am 29. September 2007 um 00:08 | Link

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