China-Tag

Ich bin ja da wieder heile rausgekommen, daß man von der chinesischen Botschaft aber fast in den Sage-Club fällt, war mir auch nicht bewußt.

Überhaupt messe ich administrativen Einrichtungen wohl zuwenig Wert bei, man latscht da eben dran vorüber, aber was sich hinter den Mauern und Fassaden verbirgt, interessiert solange nicht, bis man dort etwas zu erledigen hat. Zum Beispiel für den Chef eine Dreiviertelstunde lang in einem Saal stehen, der in vier Schalter mündet, hinter denen kleine, maschinenhafte Chinesen sitzen und mit einer Mimik auf die abzufertigenden Leute reagieren, als wären sie Kaffeepausenstörer — ich dachte immer, sowas machen nur Deutsche, also das Stören und das Sichstörenlassen(wollen). So kann man sich irren und: Wieder was gelernt. Heute ist auch Floskel-Tag, wie zu bemerken ist.

Morgen darf ich da übrigens wieder hin — das Visum abholen. Vielleicht unterschreibe ich dann auf einer der Listen, die Aktivisten (Zufall, die Sache mit dem Reim?) einige Meter weiter auslegen, damit man seinen Unmut mit dem chinesischen Staat äußern kann, oder so.

Widerstand als Tageslaune, da muß ich aber noch an mir arbeiten, so wird das nichts mit dem politischen Blog.

Und jetzt zur Musik:

LOUIS PRIMA China Town (youtube)

THE GRATEFUL DEAD China Cat Sunflower (Live in Oregon, 1972) (youtube)

RED ROCKERS China (youtube)

September 11, 2007 | In Video | | TrackBack-URL

  1. Ich musste mal wegen eines Visums ins nächstgelegene Indische Konsulat in Hamburg. Glaub mir, die Angestellten waren dort ganz genau so. Was ich aber mehr verwirrt hat, das war eine etwa hüfthohe Säule mit einem roten Buzzer oben drauf, die dort direkt mittig im menschenleeren Treppenflur hinter der großen Eingangstür rumstand. Einfach so. Mitten im Eingangsbereich. Leider habe ich mich nicht getraut, draufzudrücken. Ich hatte Bedenken, danach weder lebenden nach indien noch aus dem Konsulat zu kommen.

    Kommentar von Philippp am 11. September 2007 um 19:48 | Link

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