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Eigentlich sollte ich jetzt müde sein. Aber ich bin aufgedreht, völlig aufgewühlt und könnte meilenweit marschieren. Den ganzen Frust aus mir raustreten. Stampfen. Oder schreien.

Ich habe einmal versucht, auf einer leeren Wiese zu schreien. Ich konnte es nicht. Ich kann nicht aus dem Nichts heraus brüllen, wie auch die meisten Erwachsenen nicht auf Kommando in ihre Hosen nässen können, so stark sind Scham und die Erziehung, der Zwang, immer beherrscht und leise zu sein. Nur nicht auffallen.

Ich will jetzt schreien können.

Beim Hurricane-Festival habe ich das letzte Mal mit Stolz gemerkt, wie laut ich sein kann. Ich habe gejubelt und geschrien, habe gerufen, gebrüllt und gesungen ohne die Angst, es wäre falsch oder schief, habe alle Luft aus mir gepreßt und Freude geatmet und Freiheit. Warum aber brauche ich den Lärm der anderen, um selbst laut werden zu können?

September 9, 2007 | In Soso | | TrackBack-URL

  1. 10.09.2007 - links for 2007-09-09 | Endl.de | Zielpublikum Weblog
  2. 28.09.2007 - Julie Paradise — !
  1. Vermutlich, weil man genau weiss, dass jeder um einen herum in diesem Moment genauso denkt wie man selbst, was auf der Wiese nicht gegeben wäre. Aber genau dafür liebe ich Konzerte :-)

    Kommentar von Jeriko am 09. September 2007 um 04:01 | Link

Rock my Boat!