Nach vorn zur Straßenbahn gehastet, ein flüchtiger Blick zur herannahenden Tram: Nein, das ist nicht die 63. Ist doch aber schon 45!?
In Berlin gibt es zwei deutlich verschiedene Straßenbahntypen: Die älteren Modelle und die barrierefreien Niederflurbahnen. Seit gefühlten zehn Jahren bereits wird eine solch moderne Flüsterbahn als Linie 26 (neuerdings 27) eingesetzt, die anderen zwei Linien, die mich zum Bahnhof befördern, werden durch alte Modelle bedient.
Im morgendlichen Tran hielt die kleine Missus Julie es denn auch nicht für nötig, mal zur Anzeige zu schauen, die ihr hätte verraten können, daß das Unfaßbare eingetreten war: Ein Wechseln der gewohnten Verteilung der Bahnen.
Sieht schön doof aus, wenn man im letzten Moment in die sich bereits schließenden Türen hechtet, hängenbleibt, einen Schuh durch den Wagen schleudert, daraufhin die Tasche fallenläßt, deren gesamter Inhalt samt Tampons (nein, ich habe auch diese Peinlichkeit nicht verhindern können) sich in den Schoß eines blendend aussehenden Jünglings ergießt, während ein Charmeur alter Schule den Latsch apportiert.
Das kenn ich (allerdings die Version ohne Tampons), ist ein absoluter Klassiker. Gibt’s wahlweise auch noch in der Version mit hinterherzischelnden alten Damen: “Diese jungen Leute, immer sans im Streeeß”
Kommentar von Benedikt am 07. August 2007 um 10:45 | Link
Der Charmeur beließ es bei einem Lächeln und der Frage: “Noch nicht ganz wach, die junge Dame, wie?”
Kommentar von Julie Paradise am 07. August 2007 um 10:47 | Link
und da hieß es in der werbung immer, tampons seien diskret. pah!
Kommentar von anne am 07. August 2007 um 11:19 | Link
ich muss spontan an “natürlich blond ” denken
Kommentar von shubidu am 07. August 2007 um 12:25 | Link
@ anne: pah! sindse nich!
@ shubidu: soll ich’s sagen? ich bin
natürlicheigentlich blondKommentar von Julie Paradise am 08. August 2007 um 17:52 | Link