RRRRRRROOOOOAAAAAARRRRRRRRR

Falls sich jemand wundert, wieso es hier heute so still war — mir ist so GWWWOAAARRRRRRRR!!!!!!

(GWAR in der Joan Rivers Show - youtube)

August 31, 2007 | In Video | No Comments | TrackBack-URL

Geißeln der Menschheit

Wenn es - neben Bettwäsche mit eingebautem Geräuschfilter - etwas gibt, das ich mir von den genialen Technikern der Zukunft wünschen würde, dann sind dies Hosen, denen nie die Knie zerbeulen.

Hosen mit ausgebeulten Knien sehen automatisch schlampig, ranzig, oll aus, sie sitzen schlecht und unvorteilhaft. In solcherart zerknitterten Hosen sieht man immer aus, als hätte man die Nacht in einer Bahnhofsvorhalle verbracht, mit dem Geschmack alten Gummis im Mund. Was soll man denn von Menschen mit zerbeulten Hosen halten? Ich finde so etwas nämlich noch schlimmer als ungeputzte Schuhe (so es sich denn bei den ungewienerten Fußkleidern um Damenschühchen oder Lederschuhe handelt, Turnschuhe werden ja, so die Meinung mancher, nicht geputzt).

Die Kniekehle sieht aus wie der faltige Halsbereich eines alten Geiers, während der Anblick von vorn groteske Stoffverdrehung offenbart. Meist beschreiben die Hosen dann nämlich einen Knick, welcher, enstanden aus einer immer spitzer werdenden Beule ab der Mitte des Oberschenkels, etwa eine Handbreit unter Knie, anatomische Wurzel des Beulenübels, nach außen stakt. Von dort eine kleine Drehung nach innen und der abschließende Schwung auswärts, von wo aus die Hose wieder in meist gerader Linie auf die Schuhe fällt.

Bei frontaler Betrachtung beider Beine hat das Gegenüber des Beulenträgers nun also den Anblick eines unansehnlichen, o-beinigen Wesens zu verkraften.

Da man nun schlecht die Funktionsweise des Knies, in Millionen Jahren der Evolution erprobt, ändern kann, möchte ich dies hier als Aufruf an alle Hosenproduzenten verstanden wissen, etwas gegen die Knieknittrigkeit von Hosen zu unternehmen. Dann bräuchte ich auch meine Lieblingsjeans, die doch noch gar nicht dreckig sind, nicht immer nur deshalb waschen, weil sie so ausgebeult sind, wenn aushängen oder bügeln nicht weiterhelfen.

August 31, 2007 | In Soso | 3 Comments | TrackBack-URL

Ach Gottchen

Von Cute Overload ist man ja so einiges gewohnt: Süße Tierchen oder Megabrummerkater, aber Äpfelchen? Niiiedlich!

redonkcoziesm.jpg

August 31, 2007 | In Soso | 1 Comment | TrackBack-URL

Gliederungen und tausend Füßchen

Ab und an merkt man es ganz deutlich: Gedanken zu gliedern, bevor sie sich als Text in die Welt wagen dürfen, ist eine sehr schwierige Angelegenheit. Und wenn etwas heraus muß, warum auch immer, dann scheiß ich da auch gern mal drauf.

Es ist ja nicht so, daß einem nicht manchmal die Schwächen der eigenen Texte bewußt wären, da murkst hier etwas und dort knarzt es in der Argumentation, aber bevor ich dann gar nichts sage, obwohl es mir doch wichtig ist, mache ich das Durcheinander lieber sichtbar. Böswillig könnte man dann zuweilen auch sagen: Ich gebe meine Gefühle und Gedanken zum Abschuß frei und heule hinterher rum, ich wäre mißverstanden worden, egal.

Mit einer guten Gliederung ist es nämlich wie mit Tausendfüßern, denen man die Schühchen zubinden soll: Es gibt beinah keine größere Kunst, als einen Text mit vielen verschiedenen Aspekten so detailliert auszuführen, daß zwar alles Wichtige beleuchtet wird, dennoch die Spannung erhalten bleibt. Lauter kleine Beinchen, die tanzen, herumzappeln, wuseln, alle irgendwie dazugehören, mit ihrer Gestalt aber keine Reihenfolge erzwingen und so irgendwie alle durcheinanderpurzeln. Dann ist es vielleicht wichtiger, daß sie überhaupt da sind. Leben und so.

August 31, 2007 | In Soso | 1 Comment | TrackBack-URL

Rose

August 31, 2007 | In Soso | 1 Comment | TrackBack-URL

Das ungewohnte Gefühl, irgendwie verstört zu sein

Ist alles ein wenig merkwürdig in letzter Zeit. Nicht würdig, zu merken, aber bemerken, daß es anders ist. Würde steckt da eher weniger drin. Es ist ja nicht besonders würdevoll, verrückt zu werden, empfangen, verlieren, mitsamt den Bildern im Kopf, und danach seine Seele auszuspeien. Es kann auch der Magen sein, der da geht.

Magensäure zersetzt dann alles, bis hinauf in meine Gedanken, die hinter müden Augen liegen, schwer und schwerer werden, bis sie sich nicht mehr rühren können, ein Gefühl, welches mich zuletzt nach Haschkeksen plagte. Das waren veritable Halluzinationen, und ich sage jedem, der es hören kann: Es ist ein furchtbar beängstigendes Gefühl, in den Boden zu fallen bis die Schulterblätter und der Grundwasserspiegel eins werden.

Und all das wegen Menschen, bin ja selbst einer. Manchmal vergesse ich das glatt. Das nennt man dann Jugend.

Kommt nicht wieder vor.

August 31, 2007 | In Soso | No Comments | TrackBack-URL

Nachdem ich heute

zum x-ten Mal erklären mußte, warum der Karpate und ich das Haus meiner Mutter renovieren, obwohl nicht wir dort einziehen wollen, sondern eben meine Mutti, frage ich mich schon: Ist das nicht ganz normal, daß man seinen Eltern hilft, mit aller Kraft, die man hat, denn nichts anderes haben unsere Eltern doch auch ihr Leben lang für uns getan (von traurigen Ausnahmen abgesehen)?

August 31, 2007 | In Soso | 4 Comments | TrackBack-URL

Und wieder einer weniger

rosetotcsm.jpg

August 31, 2007 | In Mennofaktur | No Comments | TrackBack-URL

Jungs und Mädels und Papa ist nicht wichtig

Eigentlich — habe ich nicht darüber nachgedacht, was ich gestern hätte lostreten können, wenn ich meine Ankündigung einer Jungswoche ernst gemeint hätte. Das habe ich nämlich von Anfang an nicht getan.

Klischees über Jungs und Mädels und das von einer 27jährigen. Hui, ja! Obwohl: Ich würde sagen, inzwischen gehe ich eher als Frau durch und die Tatsache, daß ich mich selbst lieber als Mädchen bezeichne, hängt entweder von der seltsamen Wahrnehmung ab, man sei doch gar nicht so alt oder von ersten Anzeichen der Verzweiflung: Man ist doch schon so alt. Dabei habe ich eigentlich immer noch den naiven Glauben, alles sei schon gut so, wie es ist und würde nur noch besser werden. Kleinigkeiten wie Bindegewebsschwächen mal außen vor gelassen.

Jungs und Mädels, also Männer und Frauen, wenn wir an dieser Stelle den Tatsachen mal ins Auge sehen wollen, sind doch gar nicht so verschieden. Der Karpate hat mehr Kraft und braucht keine BHs, ich kann im Stehen nicht so gut pinkeln, aber was sonst unterscheidet denn Männlein und Weiblein so grundlegend, wie immer behauptet wird? Ich bin immer noch der Meinung, daß jemand, den ich liebe, auch eine Frau sein könnte. Mit Sex hat das wenig zu tun, auch nicht mit der frühpubertären Phase, in der jeder mal herumexperimentiert, worum es mir geht, ist DER Mensch. Derjenige, der für mich da ist, mich versteht, mit mir lacht und heult und säuft und mich nachts zudeckt. DER Mensch kann durchaus auch eine Frau sein.

An dieser Stelle fällt mir ein: Ich habe mich mit dem Kollegen Björn Grau gestritten. Gestern. Glaube ich jedenfalls. Ich habe noch schnell eine Kleinigkeit erledigt, nebenbei fiel hier ein Wort, da ein Satz, es ging um den Film Prinzessinenbad, Björn ging darauf ein, ich plapperte gedankenlos und etwas genervt und plötzlich sprachen wir sehr laut und grimmig aneinander vorbei. Ich weiß gar nicht mehr so recht, wie es dazu kam, auch was ich wirklich sagte habe ich vergessen, ebenso seine Worte. Wenn ich den letzten Rest Gesprächserinnerung, den ich zusammenkratzen kann, überdenke, muß es wohl in etwa folgender roter Faden gewesen sein:

    Die gezeigten Mütter sind mit ihren Kindern überfordert. Ein wichtiger Grund ist, daß sie alle alleinerziehend sind. Das heißt, die Väter haben sich entweder aus dem Staub gemacht oder sind von ihren Frauen zum Teufel gejagt worden. (Das Gegenbeispiel, den alleinerziehenden Vater, nehme ich hierbei aus.)

    Die Töchter sind unter anderem deshalb orientierungslos, weil sie ohne Vaterfigur aufwachsen mußten/müssen. Das ist nicht gut für die soziale Entwicklung eines Kindes. Vater, Mutter, Kind(er), das ist die ideale Familie, wo dies nicht gegeben ist, da fehlt etwas. (Das behauptete Björn, glaube ich jedenfalls.)

    Meine Entgegnung, auch ich wäre ohne Vater (nicht gänzlich, aber monatlicher Kontakt ist quasi das Gleiche) aufgewachsen und mir hätte nie etwas gefehlt, kann auch als illegitime Subjektivierung der Diskussion aufgefaßt werden, weiß ich nicht. (Das ist der Punkt, an den jede (?) Diskussion irgendwann kommt: Ich habe zwar keine Argumente mehr, aber ich weiß, was ich erlebt habe. — Warum fällt mir dabei immer Miss Sophies Wahlspruch ein: “Don’t discuss with idiots - they only drag you down to their level and beat you with experience”?)

Danach waren wir beide beleidigt und haben nicht weiter darüber gesprochen.

Und jetzt also die Jungswoche bei mir, als unbedachte Antwort auf die Mädchenwoche bei Nilz, die schon nach einem Tag keine mehr ist, weil mir nur Klischees einfallen, was man mit, zu, für, über Jungs machen könnte. Mit dem vielleicht naiven Glauben auf meiner Seite, daß zwar unsere Körper verschieden sein mögen, aber das ganze Gedöns drumherum doch nur ein Spiel ist. Mit der Überzeugung, daß Kinder nicht beide Elternteile brauchen, um glückliche, beziehungsfähige Menschen zu werden, eben weil die Geschlechter doch gar nicht so anders ticken. Mit der Unsicherheit, ob Björn mit einigen seiner Argumente nicht doch recht hatte, oder ob hier meine Ost-Kindheit, in der es ganz normal war, daß viele Frauen alleinerziehend sind ohne als arme überforderte Frau zu gelten und ständig mit einem Bein am sozialen Abgrund zu stehen auf seine gutbürgerliche Westvergangenheit stößt. Vielleicht ist das auch nur wieder ein Klischee, welches ich hier vorbringe, als für mich einfachere Antwort auf eine Frage, in der keiner recht haben kann. Oder …

Jungs, ich bin verwirrt. Mädels: Genau!

August 30, 2007 | In Soso | 4 Comments | TrackBack-URL

Schlechtes Timing

Jetzt wo der Sommer beinah vorbei ist, bin ich langsam so braun, daß meine Haut auch zu kürzeren Klamotten schön aussieht. Aber nun ist es zu kalt, eben diese zu tragen. Ob ich im nächsten Frühjahr doch mal ins Sola——-

fffoump’! Die Sache mit den komischen Geräuschen. Immer wenn ich Solarium denke, kommt mir so ein Brutzelgeräusch ins Ohr. In genau diesem Moment erledigt sich dann auch regelmäßig der Gedanke, meine vornehm blasse Haut diesem Unsinn auszusetzen.

August 30, 2007 | In Soso | 7 Comments | TrackBack-URL

Kleiner Textbaukasten: Dramatik

Blut ist immer gut, Worte wie schwellend, überwältigend, monströs gehen auch, die Elemente harren ihrer Verwendung und tränenschwer zucken die Lider klingt auch ganz passabel.

Lippen, Brüste, Busen, Lenden: Körperteile schaffen Stimmung, ganz klar, die Liebe reißt jeden miesen Text raus. Trauer, Weh und Herzeleid — Federkleid? Aber wenn ich schon bei Tieren bin: Nicht alle Viecher sind gleich gut für dramatische Texte geeignet: Löwen, Jaguare, Tiger wirken einigermaßen majestätisch, Hyänen, Hunde, Esel sollte man sich für Beschimpfungen aufsparen.

Habe ich den Mond eigentlich schon erwähnt? Die heiße, glühende Sonne? Lavamassen bahnen sich ihren Weg durch zerfurchtes GesteinStädte als Moloch, die Wüste aus Beton

Ich will mich hier über gar nichts lustig machen, nur bemerkte ich in letzter Zeit, wann immer ich etwas las oder schrieb, daß es leider viel zu oft die gleichen Textbausteine sind, die sich dort zu bedeutungsschwangeren Texten zusammenfinden, ach was, zusammengeklatscht werden, solange, immer und immer wieder, bis auch das letzte Bißchen Erhabenheit seine Würde verliert und selbst das Berührendste banal wird.

Krawehl Krawehl: Melusine

August 30, 2007 | In Soso, Video | No Comments | TrackBack-URL

Narbenstöckchen

Da wollte jemand wissen, wieviele Narben ich habe und welche Geschichten dahinterstehen.

Eine Geschichte wäre die hier, eine andere ist damit gut wiedergegeben, zu der dritten Narbe schreib ich mal was, wenn ich gaaaanz weit ausholen möchte und der Rest ist unspektakulär. Jeder hat doch zuviele Narben, gemessen an dem, was ihm seine Liebsten an Leid zugestehen und zuwenige im Vergleich dazu, was er durchgemacht hat.

August 30, 2007 | In Soso | 4 Comments | TrackBack-URL

Nochmal die Katze

CAT POWER - Maybe Not (youtube)

August 30, 2007 | In Video | No Comments | TrackBack-URL