Und weiter geht’s:
Beim Kino angekommen wird die Geschichte von den Ekelhänden erzählt (Anne, dazu hast Du doch auch noch was zu berichten!?).
Beim Popcorn-Kauf geschieht ein Wunder: Anne bekommt das Herzgeld, offenbar genau den Schein, den ich Ende letzter Woche irgendwo ausgegeben habe, als Wechselgeld zurück. Man stelle sich das vor!

Der skeptische Björn hat natürlich andere Theorien zur Verbreitung derart herzig beklebter 10-Euro-Scheine, aber Anne und ich, wir wollen ein Wunder (Anne: Fotobeweis?).
Wir schauen Death at a Funeral und haben sehr viel Spaß. Der Film ist aus, und Anne entscheidet, daß sie für diesen Abend noch nicht genug Spaß hatte. Ich kann zwar nicht behaupten, daß der Tag nicht schon voll genug gewesen wäre, aber — da geht noch was. Sneak Preview im Filmtheater am Friedrichshain, da wollen wir jetzt hin.
Den Elviswitz von Björn hat immer noch niemand verstanden, aber Anne und ich entdecken das hier. Dean Reed, der Elvis des Ostens! Der Film!
Über Schwarze Schafe, den Film, den uns die Lotterie beschert, hat Johnny bei Spreeblick bereits sehr viel geschreiben und so fühle ich mich der Aufgabe entbunden, über diesen wunderbaren Film mehr zu schreiben als: Geht da hin! Seht ihn euch an!
Von sovielen Bildern und Lachen und Staunen und Wundern bin ich ganz berauscht, so daß ich auf dem Heimweg beschließe, ein Stückchen zu laufen, die letzte S-Bahn ist sowieso um 1.15 weg. Ich laufe also die Warschauer Straße hinunter, am Speicher nahe der East Side Gallery in Richtung Treptower Park. Der Karpate ruft an: Auch er ist noch in der Stadt unterwegs, um sich vor der Arbeit zu drücken und verspricht, mich abzuholen. Ich laufe weiter und warte und schaue, ob ich nicht endlich sein Auto erspähe. Auf die Vorbeifahrenden muß ich leicht verzweifelt wirken bei meinen Bemühungen, im Dunkeln einen dunkelgrauen Golf auszumachen. Nachts sind alle Wagen grau und grau kann auch mal scharz oder dunkelblau sein, ich bin wohl kurzsichtig und nachtblind. Und außerdem gar nicht gut darin, Autoformen auseinanderzuhalten. Also laufe ich und laufe und weil die Nacht so schön ist und ich glücklich bin, laufe ich weiter, bis irgendwann ein Auto hinter mir langsam zum Stehen kommt: Der Karpate!
Auch er ist etwas nachtblind, hatte ein Problem mit seinem Wagen und ist bereits einmal an mir vorbeigefahren. Naja, den einzigen Fußgänger auf einem Kilometer Strecke übersieht man schonmal … Mein Weg kam mir gar nicht so lang vor, jedenfalls weiß ich jetzt, daß meine Schühchen #41 äußerst bequem sind und daß ich noch viel weniger Schlaf brauche, als ich jemals geglaubt hätte. Wenn man nach dem Döneressen nämlich erst gegen drei Uhr daheim ist, braucht man auch gar nicht mehr ins Bettchen zu gehen für vier Stunden Schlaf.
(Sollten sich auch in diesem Text soviele Fehler wie in den anderen zu diesem merkwürdigen Montag finden, dann schiebt es auf ebenjenen Schlafmangel. Gute Nacht allerseits, ich geh jetzt schlafen.)
schlaf schön :) ich spinne jetzt ein bisschen weiter…
Kommentar von anne am 24. Julie 2007 um 15:23 | Link
OK, ich seh’s ein keine Spaßvögel die Berlin mit unzähligen aufgehübschten Zehn-Euro-Scheinen versorgen. Auch so schräg genug.
Kommentar von Björn Grau am 24. Julie 2007 um 23:48 | Link
kommentar-recycling, herr grau?
Kommentar von anne am 24. Julie 2007 um 23:53 | Link
Frau Anne, ich wollte nur Ihnen beiden kundtun, dass ich von meinen hohen Ross der Verschwörungstheorie absteige. Ich wollte höflich sein! Tsss….
Kommentar von Björn Grau am 25. Julie 2007 um 12:23 | Link