Die Bekloppten (O-Ton Karpate) und Frau Paradise trafen am Freitag am Flughafen Düsseldorf aufeinander. Die Bekloppten haben sich ihren Namen dadurch verdient, daß die meisten von ihnen einer US-Kapelle mit Marmelade und Perlen im Namen bereits seit Wochen durch Europa hinterherreisen. Die Bekloppten sind übrigens auch alle (bis auf Curly, aber Ausnahmen bestätigen die Regel) äußerst liebenswerte Zeitgenossen.
Neun Gefährten auf dem Weg vom Pearl Jam-Konzert in Düsseldorf zum Hurricane, ein Bus, eine Italienerin am Steuer und die sechs Jungs völlig außer Rand und Band bei der Aussicht, gleich auf die famous doitschä Autobahn zu fahren. Von wegen kein Speedlimit und so.
Von der ersten Sekunde an Bootlegs unserer Helden im CD-Player haben wir uns warmgesungen und gelernt, daß Musik Menschen zusammenbringt, mal ganz kitschig gesagt. Wir waren: Marit aus Köln, Robert aus Norwich, Aiya (?) aus Lettland, Pablo und Curly aus Argentinien, John aus New York, noch jemand, Barbara aus Italien und ich. Alle waren einigermaßen heiser, aber Pearl Jam-Fans kann nichts aufhalten, Stimmausfälle, so sie denn nicht bei Eddie Vedder auftreten, schon gar nicht.
Busfahren selber ist nicht so spannend, aber ich möchte an dieser Stelle doch erwähnen, daß Marit und ich Orientierungstalent irgendwann beschlossen, die Streckenvorbereitung zu ignorieren und einfach über Bremen Richtung Hamburg zu fahren und von dort aus zu schauen, wie wir weiterkommen. Angekommen sind wir schließlich, nicht ohne Barbara, die sehr temperamentvoll fuhr, mit den Feinheiten deutscher Autobahnabzocke vertraut zu machen. Unterwegs mit 150 km/h nach einem Hinweisschild, welches eher eine Geschwindigkeit um 120 km/h empfahl, entfuhr ihr nämlich ganz erstaunt
What’s about the flashlight up there?
Sie hat geschimpft wie ein Rohrspatz, als wir ihr erklärten, daß man in Deutschland nicht vor Blitzern gewarnt wird. Kann sein, daß das noch teuer wird …
Rock my Boat!