Tanz auf dem Vulkan - Was tun, wenn Menschen völlig unberechenbar sind - Warum ist mir das so wichtig - Alterstarrsinnigkeit - Bin ich zu weit gegangen? - Hierarchie - So langsam hab ich keine Lust mehr
Professoren wird ja gern mal nachgesagt, sie seien schwierig, verwöhnt, lebensfremd und was nicht noch alles. Ich habe ein Beispiel dafür und eines dagegen. Dem Professor, der das Gegenbeispiel darstellt, habe ich heute dafür gedankt, daß die Arbeit mit ihm trotz vieler Nervigkeiten (ja gut, das habe ich ihm so nicht gesagt) sehr entspannt abläuft und bisher seine Kritik meist sehr sachlich und nachvollziehbar war. Der andere Professor hingegen hat mich langsam so weit, daß ich Angst habe. Und eine gehörige Portion Wut.
Wut ist eigentlich kein Gefühl, welches mich oft heimsucht, und wenn, dann nur kurz. Jetzt aber paart sich Wut mit Hilflosigkeit und dem Gefühl, daß es kaum mehr besser werden kann, nachdem ich so mit dem Professor aneinandergeraten bin, daß ich mich vor dem Unterricht morgen graule. Was geschehen ist? Es gab ein eigentlich kleines Kommunikationsproblem, welches sich ausweitete, weil wir uns wieder mißverstanden, er ist laut geworden und äußerst unsachlich, ich habe nicht rechtzeitig den Mund aufbekommen und jetzt hab ich den Salat. Danach nach einem Vertrag für meine Arbeit zu fragen, damit ich etwas Schriftliches in der Hand habe, war zwar mehr als legitim, aber trotzdem nicht eben ein günstig gewählter Zeitpunkt:
“Vertrag? Wozu brauchen Sie einen Vertrag? Glauben Sie etwa, der Verlag will sie verscheißern!?” (ansteigende Lautstärke, Höhepunkt natürlich beißend scharf bei verscheißern)
Dahinter komme ich wohl so schnell nicht mehr zurück.
Es ist ja immer eine feine Linie, die die Kommunikation mit anderen durch friedliche Gewässer führt. Einmal zu weit zur Seite getreten gerät man in den Strudel aus Mißverständnissen, Enntäuschung, Schweigen aus vielerlei Gründen und scheitert schließlich in dem Versuch, miteinander zu reden. Meist ist reden synonym für miteinander auskommen …
An Deiner Stelle würde ich versuchen, ihn in einer neutralen Situation zu erwischen. Vielleicht ‘nen Brief schreiben.
Jedenfalls so, daß er nicht den Eindruck hat, daß er sein Gesicht verlieren müsse.
Ist nicht leicht, vor allem, wenn man sich selbst im Recht sieht, kann ich mir vorstellen.
Kommentar von Lars am 30. Mai 2007 um 18:50 | Link