Sachen raus und erledigt?
Wie wär’s mit Zettel, Stift, aufschreiben, was einem gerade durch den Kopf geht, ganz umsonst und genauso direkt? (Nachtrag: Direkt für mich! Nicht für andere.) Jaja, ich weiß, am Ende hockt man auf einer Wiese im Park oder läßt einen Bus weiterfahren, weil man so in seinem Notizbuch klebt, daß man die Welt um sich herum vergißt, schreibt Seiten und Seiten und streicht und korrigiert und geht am Ende ein Eis essen, weil man den Termin verpaßt hat. Zuhause ist man dann zu faul, den Text nochmal abzutippen, und schließlich geht er den Weg aller Notizen: Zerknüllt vermüllt zwischen Blätter geschoben, beim nächsten Aufräumen wehmütig angeschaut und doch weggeworfen, und wenn dann davon noch was übrig bleibt - blog ich das?
(hier abgelassen und da bereits verwurstet) - Jetzt fällt mir noch mehr dazu ein:
Ich mag ja die Spontanität beim Bloggen. Genau dies wäre eigentlich auch ein Argument zum Twittern, aber die Begrenzung auf 140 Zeichen stört doch sehr (egal, ob man per Handy oder über den Browser oder sonstwie twittert, Sebas!). Beim Simsen mache ich mich schon lächerlich, wenn ich immer alles ausschreiben will und, ganz förmlich, auch meistens Anrede und Grußformel mitsende. Im Blog-Bistro und im BatzLog wird Twittern als Kunstform mit der Reduktion auf eine knackige Pointe witzig genutzt, aber nicht jeder kann das so gut wie ihr!
Beispiele gefällig? Batz:
Für ein Merkel-Watchblog müsste man erst den Ekel überwinden
Blog-Bistro:
Oh mein Gott. Andrea Kempter war mal Moderations-Talent. Jetzt sagt sie das Wetter auf N24 an. Schlimm.
Rock my Boat!