Es ist ja jetzt schon wieder einige Tage her, daß ich Built To Spill und Kate Mosh im Postbahnhof gesehen habe, daher nur einige kleine Impressionen:
Kate Mosh klingen wie die kleinen Brüder von The Notwist, nur daß sie nicht an die Computer dürfen und etwas wilder sind. Und sie waren anfangs extrem verunsichert, haben sich dann aber gemacht. Das war so Kopfhörermusik, vorm Einschlafen weiche Indiemelodien mit vielen Ausbrechern ins Rockige, insgesamt war’s aber schön, ich werde da auf jeden Fall dranbleiben.
Ja, und dann Built To Spill. Man muß wissen, daß dieses Konzerterlebnis ein Geburtstagsgeschenk meines besten Freundes war, der meinem Musikgeschmack bisher immer getraut hat. Das wird sich nun wohl ändern … Die "You In Reverse", das letzte Studioalbum von BTS hatte ihm ja schon nicht so zugesagt, aber als Freund ist man da schmerzfrei, schließlich: Versprochen ist versprochen. Ihm schwante allerdings schon Übles, als die Herren die Bühne betraten: "Die sehen alle aus, als hätten sie kein Zuhause" - na, und so haben sie denn auch gespielt, so, als hätten sie keine Heimat in die es sich lohnen würde zurückzukehren.
Wo der Haynes doch so auf knackigkurze Rock/Popsongs steht. Ich liebe es ja, wenn eine Melodie ausgewalzt wird, nochmal und nochmal, dann geht ein Song in den anderen über, so wie zum Beispiel bei Masters of Reality, irgendwann Ende der Neunziger, und am Ende hatten sie es geschafft, fast eine halbe Stunde durchzuspielen. So auch BTS. Haynes neben mir sah immer leidender aus, konnte sich das Gähnen nicht verkneifen, bekam ganz kleine Augen und sah aus, wie ein kleiner Junge, der nur noch ins Bettchen will. Hab ich heimlich beobachtet. Denn immer wenn ich ihn direkt angeschaut habe, hat er mir aufmunternd zugenickt und so getan, als hätte er Spaß. Ich bekomme ein ganz schlechtes Gewissen, wenn ich daran denke …
Also, wer die Chance hat, Built To Spill live zu sehen und sich von ihnen in Trance spielen lassen möchte, nutze die Gelegenheit, denn erstens waren die Tickets mit 18€ wirklich recht billig, und zweitens war das Konzert bei weitem nicht ausverkauft, in anderen Städten dürfte es ähnlich aussehen.
Mit Kate Mosh hat unsere Band vor Jahren einmal den Proberaum geteilt und ein, zwei Gigs gemeinsam gespielt. Sehr nette Jungs, die außerdem noch richtig gute Musik machen. Du tust gut daran, da dran zu bleiben :-)
Kommentar von Faktotum am 23. Mai 2007 um 10:36 | Link
Mit Kate Mosh hat unsere Band vor Jahren einmal den Proberaum geteilt und ein, zwei Gigs gemeinsam gespielt. Sehr nette Jungs, die außerdem noch richtig gute Musik machen. Du tust gut daran, da dran zu bleiben :-)
Kommentar von Faktotum am 23. Mai 2007 um 10:36 | Link