Ist das eine Frage?

Erwachsen werden = keine Dummheiten mehr machen? Oder gerade? Wissen, wann man sich für etwas schämen muß und wann man einfach genießen darf?

Nachts durch Berlin tigern, mit einem Nachtbus fahren, von dem man nicht weiß, wo er endet, irgendwo aussteigen, die Frühlingsluft spüren. Allein sein. Mal keine Angst haben vor morgen, der nächsten Abrechnung, der Frage, ob ich noch dünn genug bin um mir selbst zu gefallen. Mal nicht den Bauch einziehen und so schauen, als wüßte ich alles. Ja, klar, den Witz habe ich verstanden, natürlich! - Wie oft weiß ich nicht, wovon ihr redet.

Was ich erzähle, klingt für euch oft wahnsinnig cool und spannend und exotisch, für mich ist vieles langweilig geworden. Ein paar Sprachen die keiner kennt … und wo spricht man das? Uups, schon wieder so ein Betroffenheitspost.

Musik hilft. Und laufen. Nachts allein durch Tempelhof. Wo war ich? Irgendwie findet man immer den Weg zurück zum Hackeschen oder zum Zoo, und von da nach Hause. Wenn ich dort ankomme, ist dort alles so wie vorher, nur ich bin anders, jedes Mal.

April 30, 2007 | In Soso | No Comments | TrackBack-URL

Woher weiß man, daß man stolz auf sich sein kann?

Man weiß, daß man auf sich selbst stolz sein kann, wenn man an einem Tag es schafft, gefühlte 10000 Artikel in Wordpress zu kopieren und außerdem, äh, nicht nur 200 Seiten einer strunzlangweiligen Dissertation gelesen hat, einen Streit mit dem Nachbarn aus dem Weg geschafft hat, endlich mal wieder alle unerledigten Arbeiten für’s Studium abgearbeitet und außerdem noch fröhlich geschrieben hat, sondern auch noch so ein nettes Mädel ist, daß man der Blumenomi von nebenan schnell noch Butter und Sahne aus dem nächsten Supermarkt holt. Ja mei, und da sag noch einer, nur weil ich heute die Uni geschwänzt habe, ich wäre nicht fleißig gewesen!

Nachtrag: Und wenn man sich mal wieder hat breitschlagen lassen (denken: ‘Nein. Beim besten Willen. Ich hab mir geschworen …’, sagen: “Ja, wenn sich sonst keiner findet, dann übe ich nochmal mit denen, kein Problem”), ohne Vergütung eine Lerngruppe zu leiten, weiß man, daß man noch einen langen Weg vor sich hat.

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April 30, 2007 | In Soso | No Comments | TrackBack-URL

Wenn ich ein Mann wäre, wäre ich gern Jan Ullrich

Denn als Mann kann man markige Sätze sagen wie “Was ich sagen kann, ist, daß ich mir nichts vorzuwerfen habe. Ich habe in meiner ganzen Karriere keinen betrogen und auch keinen beschädigt - und das ist ganz groß.” (Jan Ullrich auf einer Pressekonferenz am 26.2.2007)

Da ich aber nun einmal ein Mädchen bin und mich damit abfinde (Schwachsinn: Ich liebe es!), -

blöder Anfang für einen Post, oder?

Realitätsverlust jedenfalls ist keine Falle, in die ich so schnell tappen kann, weil ich Freunde habe, die mir im Zweifelsfall den Kopf zurechtrücken. Trotzdem gibt es Momente im Leben, in denen einem die Wirklichkeit, zumindest der zeitliche Rahmen, in dem wir uns befinden, schnell mal entgleiten kann.

So wie gestern beim Billard. Ohne auf Einzelheiten eingehen zu wollen: Ich war schnell betrunken, habe eigentlich gar nicht soooo schlecht gespielt, habe beachtliche Serien hingelegt, die die Jungs von Nebentisch fasziniert haben, was wiederum meinen Freund wahnsinnig stolz machte (”Ja, das ist mein Schatz! Wollt ihr mal gegen uns spielen?” - “Nee, lieber nicht” *kneif*), auf einmal war es vorbei und es stand 10:0. Und wo war ich in der Zeit?

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April 30, 2007 | In Soso | No Comments | TrackBack-URL

… und was bitte hat das alles mit mir zu tun?

“wer hat schuld daran dass es dem deutschen wald so schlecht geht julie paradise”

Wie jetzt? Bin ich etwa schuld? Was will der Referrer mir damit sagen? - “ich weiß nicht, wie es passieren konnte”

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April 30, 2007 | In Soso | No Comments | TrackBack-URL

Was macht man, wenn man von einem unsinnigen Post ablenken möchte, den man betrunken verfaßt hat (ohne grobe Rechtschreibfehler, immerhin) und den man hinter sich lassen möchte?

Man schiebt ganz viele tolle Videos raus und anderen Kram, damit der Post, von dem man ablenken möchte, weil man ihn betrunken verfaßt hat, schnell weit nach unten rutscht, denn wie wir alle wissen (?), liest kaum jemand Posts, die älter sind als 2-3 Klicks.
Hier also der weitere Hurricane-Countdown:
Queens.of the Stone Age - Auto Pilot (live)

Editors - Munich

Sonic Youth - Little Trouble Girl

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April 30, 2007 | In Video | No Comments | TrackBack-URL

10:0, ich bin besoffen und R-Bloggerin, ich kenne den liebsten Menschen der Welt und überhaupt

Hallo, kleines Update aus dem Hause Paradise/ Karpate: Julie und ihr Seelenklempner waren gerade mal wieder Billard spielen, das Ergebnis kann man in der Überschrift ablesen, und nein, die 10 Punkte hab nicht ich erspielt. Vielleicht gibt es demnächst eine eigene Rubrik für solche halbnächtlichen Ausflüge in die Billardhölle, wo ich öfter als man denkt 4er- und 5er-Serien hinlege, um die entscheidende Kugel dann doch zu versemmeln. So sehn Sieger aus, schalalala, und die Verliererin, die postet dann eben ihr Unglück.

Unglück ist jetzt aber zuviel gesagt, der liebste A-Blogger der Welt hilft mir ja gerade beim Umziehen, also, mit Wordpress und eigener Domain und so, da darf man dann auch mal mitten im Content(freien, sein wir doch mal ehrlich, wieviel Inhalt bekomme ich betrunken schon hin - und sonst ja auch?) ein dickes DANKE platzieren.Ich weiß, bedanken ist out, aber was muß das muß!

Woher weiß man übrigens, daß man angekommen ist? - Man will nie wieder weg. Nehmt das als mein Wort zum Sonntag.

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April 29, 2007 | In Soso | No Comments | TrackBack-URL

Nähmaschine, Marke Louis Littauer

Ich habe eine Nähmaschine geerbt.

Nachdem meine Oma im November starb, war es schwer mitanzusehen wie die Verwandtschaft ihr Haus plünderte, obwohl doch eigentlich nur meine Mutti in dem Haus aufgewachsen ist, das nun mit gierigen Augen nach Verwertbarem durchsucht wurde. Eine Tante ist mit Kisten voll Geschirr und Bettzeug und Kleidung abgerückt, sie hatte sich extra den Kombi einer Freundin ausgeliehen um mehr mitnehmen zu können.

Meine Schwester hat viel von Omis Handarbeit bekommen.

Meine Mutti renoviert jetzt ihr Haus.

Und ich repariere die Nähmaschine.

Wenn es irgendetwas gibt, das ich immer mit meiner Omi verbunden habe, dann war das das Nähen. Sie hat auch sonst viel Handarbeit gemacht, wirklich sehr schöne Decken gehäkelt und geklöppelt, Eierwärmer, Kissenbezüge und Topflappen, Kuscheltiere und Schals, nicht ganz so schöne Strickkleidchen, und supermodische Jacken - zumindest nach den Maßstäben von 1986. Vor allem aber hat sie genäht.

30 Jahre lang hat sie als Näherin gearbeitet, hat fast jeden Tag mit geradem Rücken an der Maschine gesessen, der Rücken, darauf hat sie immer geachtet. Gerade zu sitzen, aufrecht zu gehen, einen festen Charakter zu haben, das war für sie eins. Haltung bewahren, egal, wie es in einem aussieht. Bis zum Schluß ist ihr das bewundernswert gelungen.

Die letzten Jahre konnte meine Oma nicht mehr richtig sehen, sie litt an Grauem und Grünem Star, deshalb ist die Nähmaschine etwas heruntergekommen und verstaubt, an einigen Stellen ist das gußeiserne Fugestell sogar angerostet, aber sie funktioniert noch einwandfrei. In den 50er Jahren, als meine Großeltern nach Berlin kamen, wurde sie gebraucht gekauft, meine Omi hatte mir einmal erzählt, daß die Maschine so alt sei wie sie. In diesem Jahr wären das 89 Jahre.

Ich habe alle beweglichen Teile ausgebaut und gereinigt, die Mechanik geölt, die Holzwürmer vertrieben, den Lederriemen, der den Antrieb des Fußpedals weitergibt, gefettet und wieder zusammengenäht, das Holz lackiert, das Metall poliert, den Unterbau abgebürstet und mit Hammerit gestrichen und bei all der Arbeit oft an meine Omi denken müssen. Und daran, daß außer mir niemand an der Nähmaschine, an der sie soviele Jahre gesessen hat, interessiert war.

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April 29, 2007 | In Soso | 1 Comment | TrackBack-URL

300-300=0 vorerst, jedenfalls

Ich wollte mir gestern “300″ anschauen. Man hat ja schon viel über den Film gehört. Jetzt also selber gucken. Hhm, da stoße ich auf die Kritik bei den 5 FilmFreunden, lese dort, daß der Malte auch schon etwas darüber geschrieben hat und entsinne mich, daß Björn ebenfalls das Schlachtfest thematisierte. Also las ich und las - bis ich gar keine Lust mehr hatte, den Film zu schauen.

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April 29, 2007 | In Soso | No Comments | TrackBack-URL

Bürobedarf

“Schatz, wo ist der zweite Locher in diesem Haushalt neben mir?”

April 29, 2007 | In Soso | No Comments | TrackBack-URL

Wie blöd muß man eigentlich sein …

damit einem Rhabarber anbrennt?
Und stinken tut’s auch noch.

April 28, 2007 | In Soso | No Comments | TrackBack-URL

So, und jetzt mal Butter bei die Fische, Herr Stein!

Herr Stein, der ja ein sehr ansehnlicher Vertreter des männlichen Geschlechts ist, behauptet bereits seit Wochen von sich, er wäre im Besitz von Fotos, die ihn beim Nacktbloggen zeigen. Auch erzählt er fortwährend, daß er durch eben dieses Nacktbloggen, auf seinem Balkon betrieben, regelmäßig die Sekretärinnen im Bürohaus gegenüber kirre machen würde (Anspielungen auf Coke-Werbespots gehören hierbei zum Standardrepertoire).
Wie oft schon habe ich gebettelt: “Send pix!” aber er hat sich nicht erweichen lassen. Daher gehe ich nun in Vorleistung, und sollte der feine Herr nicht imstande sein nachzuziehen, wird er sich was gefallen lassen müssen …

Nachtrag: Nein, das ist nicht der erste Teil des JulieParadise-Starschnittes. Ts ts, was manche so denken …
Nachtrag: Geht doch. Und wie!

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April 28, 2007 | In Soso | No Comments | TrackBack-URL

“Wie heißt eigentlich …

die Frau von dem X?”

“Nicole?”

Schatzmeister (mit einer Quittung in der Hand - er macht die Abrechnung für den Laden seines Onkels) prustet los: “MALGORZATA!!! - Da hätte ich auch gesagt, daß ich Nicole heiße.”

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April 28, 2007 | In Soso | No Comments | TrackBack-URL

Viele seltsame Wörter bilden in meinem Kopf eine lustige Assoziationskette und ich bin verwirrt und frage mich: Wer gibt DAS ernsthaft in die Suchmaske ein?

Mit DAS meine ich Suchanfragen-Fragmente wie 25 Jahre zusammen schöne Sprüche: Ach Kinners, das ist zwar nett, aber soooo lange bin ich noch nicht dabei! oder
Bastelgeschenk von Groupies für den Hasischnuffel, der vom Holz stapeln immer (Ich habe) Durchfall bekommt, außerdem natürlich von den Süßigkeiten, klar.
Das P2P Paradise ist nicht weit, und gleich kommen auch die Rechtsverstöße von SA (Hä?) dazu.
Und ich verstehe auch nicht ganz Zielgruppe von axe bodylotion - ich bin eine Zielgruppe für alles Mögliche, aber so?
Und daß jemand nach der Kombination bib titten blog sucht um dann über dänische vanillesoße kaufen bei fickmusik zu landen? Wobei an letzterem das Musikmagazin VISIONS schuld ist, die hatten 1994?/1995? anläßlich der VÖ des Kyuss-Albums “Sky Valley” genau solches getitelt: “Wüstensöhne machen Fickmusik”. Das waren noch Zeiten, ich war jung und unbeschwert und hätte nie so etwas gedacht oder gesucht wie “isch habe ein kloss im hals, links“, “ich weiß nicht, wie es passieren konnte“.
Wer “julia paradies” eingibt, findet mich auch, nicht wahr, Herr Papa (waren Sie das?), aber vielleicht war das auch der gleiche Mensch, der Telefonsex Paradies, Telefonsex Paradise, Paradise Telefonsex und Paradies Telefonsex eingab. Der war hartnäckig, und gründlich, man beachte die ordentliche Großschreibung. War das vielleicht auch der mit stockings paradise war erst 5 Jahre alt aber schon… - iieeehhh, ich will’s gar nicht wissen, ich brauche erst mal eine Pause von diesen Suchanfragen.

April 27, 2007 | In Soso | No Comments | TrackBack-URL