Einmal noch

tapezieren, so richtig Dreck fressen (man glaubt ja gar nicht, wie viel Staub in so einem alten Haus herumschwebt), mit Tapetenkleister herumschmieren, mich von Mutti zuschreien lassen (wenn sie gestreßt ist, brüllt sie gern) und zurückschreien. Wozu bin ich 26 Jahre alt?

Am Ende müssen wir dann beide lachen.

(Streiten mit meinem Freund funktionierte übrigens genauso!)

Sonntag ist erstmal Selbstmord Pause, übernächste Woche geht es dann weiter.

(Vorhin vergeblich ein Tocotronic-Video zum Song “Sonntag ist Selbstmord” gesucht, aber das wäre für meine Zwecke wohl sowieso zu martialisch gewesen, Einladungen klingen gemeinhin anders.)

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März 30, 2007 | In Soso | No Comments | TrackBack-URL

Planschkuh und Powerfrau

Ich habe gerade gebadet. Oder so etwas in der Art. Baden heißt bei mir, daß ich am Sonntag mittags oder abends unsere Badewanne unvernünftig volllaufen lasse, viel zu viel Badeschaum darin verteile und dann eine halbe Stunde einweiche. Danach geht es sofort ins Bett.

Ja, auch mittags. Nach dem Baden kann man nur schlafen, am besten in einem frisch bezogenen Bett.

Aber darum ging es mir jetzt gar nicht.

Ich habe gestern und heute meiner Mutti dabei geholfen, ihr Häuschen zu renovieren, wir haben an zwei Tagen drei Zimmerdecken gestrichen, in einem Raum Laminat verlegt, zwei Türen ausgehängt, großzügig Spachtelmasse auf die Wände gebracht, zwei Zimmer leergeräumt, ein Zimmer tapeziert und diverse Kleinigkeiten erledigt. Ich habe zwei Schränke und ein Regal zusammengebaut. Nebenbei waren wir zweimal im Baumarkt, haben 500€ für äh, ja für was eigentlich? ausgegeben, 6 Buletten und 5 Eibrötchen gemampft, viel Arbeit und sogar noch viel mehr Spaß gehabt. Und drei Lachkrämpfe. Und einmal Durchfall. Egal. Die Toilette steht ja noch.

Sowas nennt man Frauenpower!

Und jetzt also baden. Wann hatte ich eigentlich das letzte Mal so ein quietschvergnügtes Badevergnügen? (Schwimmen läuft außer Konkurrenz!) Heißes Wasser, ganz viel Duschgel genommen, plansch plansch, hihi, das kitzelt,

oh mein Gott!!!

Wann war ich das letzte Mal so dreckig? Muß schon so 20 Jahre her sein …

Man stelle sich vor, das Badewasser umschwappt mich, die Badewanne ist halbvoll - und das Wasser völlig trübe. Meine Zehenspitzen konnte ich noch sehen, gerade so, ganz knapp. Iiiieeh!

Jetzt bin ich aber wieder sauber und rieche gut und wie ein Mädchen, nicht mehr wie ein Bauarbeiter nach der 20-Stunden-Schicht.

Früher als Kind hatte ich manchmal Angst mich schmutzig zu machen, weil ich dachte, daß das nie wieder abgeht. Jetzt aber bin ich ja eine Powerfrau und habe nur Angst, daß die Tapete wieder runterkommt, um den Dreck in meinen Haaren mache ich mir da weniger Sorgen.

Eher schon um meine Mutti, weil die aus Sorge um mich alle schweren Sachen schleppt und zieht und hievt. Ich schimpf dann immer mit ihr, so wie sie mit mir schimpft, wenn ich mehr als 5 Kilo trage. Irgendwie schaffen wir das alles, und wenn man nicht so pingelig ist wie mein Schwiegervater, dauert das Renovieren des Hauses auch nicht 25 Jahre (!), sondern nur 2 Monate. Im Sommer sind wir fertig!

Es grüßt die taffe Planschkuh

März 29, 2007 | In Soso | No Comments | TrackBack-URL

Mit Messern spielt man nicht

Ich muß jetzt mal etwas beichten, was ich, glaube ich, bisher nur sehr wenigen erzählt habe, das mich aber beschäftigt.

Vor 13 Jahren etwa bin ich nach dem Brotschneiden mit dem Messer in der Hand aus der Küche in das Wohnzimmer gegangen, habe mit meiner Mutti geredet, die auf dem Sofa saß, wir haben gelacht und gescherzt, und ich habe mir mit der stumpfen Seite des Messers auf den linken Arm geklopft. Meine Mutti hat dann irgendwann gesagt, daß ich vorsichtig sein solle, mit dem Messer, das könnte böse ins Auge gehen. Wir haben weiter geredet, irgendwann hat sie mich nocheinmal ermahnt, ich habe es besser wissen wollen und ihr gesagt, daß nichts passieren könne. “Guck mal, ist doch alles in Ordnung, ist ja die andere Seite”, sagte ich und hieb in ihren Arm, den sie mir ungeduldig entgegengestreckt hatte um mir nun endlich das Messer wegzunehmen. Diesmal war die scharfe Seite unten.

Ich weiß bis heute nicht, wie das passieren konnte, ich weiß nicht, was mich überhaupt dazu gebracht hatte, mit dem Messer herumzuspielen, ich hatte immer großen Respekt vor allen potenziell gefährlichen Geräten und habe ihn heute natürlich umso mehr.

Meiner Mutti habe ich in diesem Moment 2 Sehnen und Muskeln im linken Arm durchtrennt, bis heute kann sie keine komplizierten und kraftvollen Bewegungen mit dem Arm und der Hand ausführen.

Eigentlich ist sie ein recht cholerischer und heftiger Mensch, manchmal kann sie auch nachtragend sein und alte Angelegenheiten wieder aus der Vergessenheit holen, wenn ein Streit ansteht, die Sache mit ihrem Arm allerdings haben wir beide beinah immer vermieden anzusprechen, sie hat mir nie Vorwürfe gemacht oder Unterstellungen. Vielleicht weil sie weiß, daß ich mir selbst seitdem immer wieder Schuld gebe an dem was geschah. Wer hackt schon seiner Mutter den Arm kaputt?

März 28, 2007 | In Soso | No Comments | TrackBack-URL

kopf schmerz

kein zusammen hängender gedanke geht mehr jetzt schlafen aua müde

März 27, 2007 | In Soso | No Comments | TrackBack-URL

Megatorte

Die liebe Julie mag es eigentlich nicht, wenn Menschen von sich selbst in der 3. Person sprechen, das hat sowas von mit Kleinkindern reden. Aber Julie ist ja auch noch sooo jung. Klein Julie hat heute erfahren müssen, wie wahr Werbung sein kann, nämlich die aktuelle Werbekampagne eines deutschen (? - so genau weiß man ja die Konzerne gar nicht mehr zuzuordnen) Fertigsuppenherstellers, in dessen Spots Dinge des Alltags ganz plötzlich zu leckerem Essen mutieren. Im meinem Fall war es vorhin ein Blumenbeet, noch winterlich grau-braun-matschig, das plötzlich eine Megatorte wurde. Maulwurfkuchen, analysierte ich blitzschnell.

März 26, 2007 | In Soso | No Comments | TrackBack-URL

Wenn man schizophren ist

oder sogar eine multiple Persönlichkeit aufweisen kann - ist man dann bereits eine Zielgruppe?

Normale Menschen müßte man in diesem Schema ja Zielperson nennen, und dabei muß ich an Schießscheiben und Jagd denken und daran, daß Jäger (oder Politiker, wer war das noch gleich?) immer mal wieder auch Spaziergänger im Wald “abschießen”. Was mich zu Paparazzi führt … und unserem Bedürfnis (?) nach steter Information, aber dafür bin ich vielleicht doch nicht die richtige Zielgruppe. Bin ich schizophren?

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März 25, 2007 | In Soso | No Comments | TrackBack-URL

Julie Paradise

Hey, die haben ja einen Song, der so heißt wie ich!
mehr - noch mehr - und noch was mehr … auch noch mehr

März 24, 2007 | In Video | 1 Comment | TrackBack-URL

In meinem Kühlschrank

kann man Voltaren-Schmerzgel direkt neben Gehwohl-Frischebalsam finden. Sie teilen sich ein Abteil mit Milchschnitte und Yes-Törties.

Bin ich pervers?
Oder war ich es nur, als ich für unsere kleinen Nagetiere Mehlwürmer mit altem Brot als Futter in einer alten Lätte-Packung kühl lagern mußte?

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März 24, 2007 | In Soso | No Comments | TrackBack-URL

Es könnte alles so einfach sein …

Egal was du zu sagen hast, ein Blog verleiht dir eine Stimme im Internet und kulando hilft dir dabei diese einfach und von überall zu veröffentlichen. Wie nett von denen. Meine Stimme im Internet ist aber leider nur meine Schreibe im Internet. Naja, für so Mädchen ist einfach auch relativ, einiges hier ist mir immer noch schleierhaft. Wo, zum Beispiel, ist mein Blogscout-Logo hin? Kann man an diesen Themes wirklich kaum noch etwas verstellen?
Eigentlich hatte ich aber anderes im Sinn, als ich mich eben hier eingeloggt habe. Nämlich den Host von Julies Musikparadies. Und was dahinter steckt. Und die Nachvollziehbarkeit des Ganzen. Und virale Marketingkampagnen. Und daß die Welt vielleicht doch nicht nur schlecht ist. Und überhaupt.

Julies Musikparadies ist eine feine Sache, und so naiv ich auch manchmal sein mag, mir ist schon bewußt, daß hinter solch riesigen Plattformen auch Geld stehen und zumindest eine kostendeckende Politik gefahren werden muß. Daß verhältnismäßig wenig Werbung auf den Profilseiten auftaucht, diese auch nur zielgruppengerecht, hat mich ein wenig stutzig gemacht, noch mehr sogar die Info, daß Subscriber, also Abonnenten gar keine Werbung mehr empfangen (zum fairen Preis von 2,50€ monatlich, außerdem werden bei drohender Serverüberlastung zuerst die normalen User (Benutzer) rausgekickt, man erhält also einen VIP-Status). Wenn man last.fm anklickt, erscheint unten im Browser manchmal ganz kurz die Angabe “warten auf indieclick.campaign …” - da dachte ich mir also vorhin: Hinterher, JP! Hin und wieder erscheint in der Werbeleiste auch ein Hinweis auf “Indieclick.com, es fehlt dort allerdings jeglicher Hinweis darauf, daß eben diese Agentur hinter last.fm und anderen Plattformen steckt. Erklärtes Ziel ist es, mittels besagter Plattformen gezielt, und im Verhältnis zum sonst zu betreibenden Aufwand, spottbillig und höchst einfach eine ganz bestimmte Zielgruppe anzusprechen, auf der Indieclick-Homepage werden sie als die tonangebenden Mediatoren bezeichnet. Ob das tatsächlich auf jeden einzelnen Benutzer zutrifft, mag bezweifelt werden, aber die ständige Verlinkung von Songtiteln, Alben, Künstlern, Benutzern, deren Freunden, (wöchentlichen) Nachbarn, die aus den mitge”scrobbelten” (ein Plug-In überträgt Informationen vom Musikprogramm an last.fm) Musiktiteln generiert werden, sowie den Journals ist frappierend und wäre so vor wenigen Jahren technisch schier unmöglich gewesen.
Wenn es gelingt, in solch ein System eine neue Band zu schleusen, sie über die Empfehlungsfunktion einzelnen bekannt zu machen, dann ist der Aufwand für weltweite PR sehr gering, da das Ganze viral, also quasi von selbst ansteckend funktioniert. “Wenn meine Freunde das hören, und mir kostenlose Streams angeboten werden, dann höre ich da auch mal rein, aha, läuft zwar noch nicht im Radio, aber wenn die Platte erscheint, oder es im Onlineshop meines Vertrauens erhältlich ist, gebe ich dem doch eher eine Chance, als etwas, das ich gar nicht kenne. So entsteht auch schnell Hype à la Arctic Monkeys. Und das ist noch nicht einmal bösebösegruselig, denn wir alle (mein Umfeld an Freunden und Bekannten) stecken viel Zeit und Geld und Gefühl in Musik, der “Soundtrack unseres Lebens” ist für uns durchaus real, warum soll man sich also nicht auch durch solche Mechanismen mit neuer Musik bekannt machen?
Böse könnte das Ganze erst dann werden, wenn zum Beispiel eine Software nicht nur den mittels ID3-Tag kodierten Künstler-+-Titel-des-Musikstücks erfaßt, sondern vielleicht auch noch die Herkunft des Materials (legal oder illegal?), oder installierte Spyware (ist ja auch sonst in erschreckend vielen harmlos wirkenden Programmen versteckt) Bereiche des Rechners ausspäht, die privat sind und bleiben sollten.
Da wäre man dann schnell beim Thema der Nachvollziehbarkeit. Und bei Blogscout. Und der Kartenfunktion. Solange man das Ganze nicht allzusehr individualisieren kann, gibt es nichts dagegen einzuwenden, aber über die Refer(r)erfunktion sehen zu können, ob jemand wirklich nur seine Mittagspause nutzt, um zu surfen, ist schon ein wenig Big Brother-mäßig. Das ist nur solange harmlos und lustig, wie die Informationen nicht gegen einen verwendet werden, und wie schnell das geht, mußte ich selbst in den letzten Wochen erfahren:
Bei einer P2P-Community habe ich jemanden dadurch gegen mich aufgebracht, daß ich meine Regeln (wer nichts tauscht, wenigstens potentiell irgendetwas freigibt, darf auch von mir nichts erwarten) verteidigt habe. Wenn man dann, wie ich bisher, auf dieser und anderen Plattformen den gleichen, vielleicht markanten, Benutzernamen verwendet, kann man Benutzer eben auch in ganz anderen Kontexten wiederfinden. Von P2P zu Blog zu Musikplattform zu Kommentaren in von mir besuchten anderen Blogs usw. Und selbst wenn diese virtuelle Verfolgung anderer nur halb so gefährlich scheint, wie reale Stalker (gegen die es jetzt in Deutschland zwar ein Gesetz, für die aber bisher keine deutsche Bezeichnung gibt), kann auch sie nerven und beunruhigen.
Letztlich ist die Welt aber doch nicht so schlecht, wie Björn Grau und Miss Sophie in den oben zitierten Posts andeuten (auch die beiden haben eigentlich eine mutige und positive Lebenshaltung, wie man ihren Blogs auch entnehmen kann), wie die deutsche Hochschulpolitik manchmal suggeriert, wie die technischen Möglichkeiten es durchaus zuließen, wie einige Freaks es bisweilen durch Spamming versuchen, wie die aktuelle Klimadebatte vermuten ließe, wie weltweites Elend und das Große und Ganze einem weismachen könnten. Im Kleinen und Konkreten ist viel Glück zu finden, und gar nicht so selten läßt sich dieses sogar größer und ganzer machen, mit anderen teilen.

März 23, 2007 | In Soso | No Comments | TrackBack-URL

Autsch! - potentiell

Das kann schon mal schiefgehen, wenn man die abendliche Abschminkroutine durchläuft und spontan noch schnell den Nagellack entfernen will, wo doch sonst das Gesichtswasser an der Reihe ist. Kurz vor dem beherzten Ansetzen des Wattebauschs am linken Nasenflügel hatte ich mich aber wieder gefangen und mich doch meinen Fingernägeln zugewandt.

Gerade noch mal gut gegangen!

März 22, 2007 | In Soso | No Comments | TrackBack-URL

Die Seriennummer des Netzteils meines Laptops lautet

ungelogen! - SEX23456762410289.

Ok, die restlichen Zahlen sind nicht ganz so aufregend (PEA23456762013065 76G01B65F-5A), aber wer kümmert sich schon um das Ganze, wenn der Anfang so Großes verspricht?

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März 22, 2007 | In Soso | No Comments | TrackBack-URL

Und gleich

mitten hinein in die Schweinigeligkeiten:

Es soll ja Leute geben, die haben ab und mal Sex - wenn sich denn jemand findet, der es mit ihnen treibt.

Und dann gibt es Menschen wie mich, die so unverschämt glücklich sind, ständig jemanden zum Lieb- und Lieberhaben, nicht aber zum sprichwörtlichen Gernhaben um sich zu haben. Von dem ganzen Haben hier um mich geht manchmal bei anderen ein gewisses Auch-Haben-Wollen aus, das allerdings liegt außerhalb meines Einflußbereichs.

Böse Wortspiele mit Ausflußbereich oder so, im Gegensatz zum Einflußbereich, machen jetzt in meinem Kopf die Runde, aber das führe ich doch besser nicht noch weiter aus.

Mit Körperflüssigkeiten kann ich in diesem Post nicht dienen, allerdings mit einem kleinen Erfahrungsbericht der neuen “Axe - Best of Summer - Bodylotion”. Die hat nämlich mein Freund getestet. Und weil der alles noch besser weiß als ich, hat er meine Warnungen ignoriert, daß selbst der mildeste Selbstbräuner nur mit Vorsicht zu genießen ist (schön dünn und gleichmäßig cremen, Gelenke und Hautfalten möglichst aussparen, Hände hinterher waschen …) Und was macht mein Hase? Pappt soviel Creme auf seine blassen Unterarme, daß heute morgen eine kleine Abreibung, besser: Abschrubbung fällig war.

(Kennt eigentlich noch jemand das Märchen vom Bademännchen, das durch den Wannenabfluß kommt und kleine Kinder sauberschrubbt, bis sie rot sind, wenn sie sich nicht freiwillig waschen?)

Jetzt sieht er aber wieder schön gleichmäßig aus, mein Schatz .

März 21, 2007 | In Soso | No Comments | TrackBack-URL

wie im Paradies

fühlte sich die kleine Julie, als sie die große weite Welt des Internetz für sich entdeckte, und auch schnell mitbekam, daß man da ganz viele Schweinigeligkeiten ungestraft und halbwegs anonym herausposaunen konnte - wobei manchmal die eigene Taubheit schuld daran war, daß sie nicht bemerkte, ob sie überhaupt laut genug geblasen hatte. Manchmal gab es auch einfach niemanden, der ihr zuhörte. Klein Julie aber war all dies egal, und so begab sie sich fröhlich hinaus in die weite Welt und schrieb, was ihr so gerade in die Finger floß …

März 21, 2007 | In Soso | No Comments | TrackBack-URL