Meine Bille-Kiste “Life 2″

Bei Barabara Haane habe ich erstmals von den Bille-Kisten, vor allem von Life 2 gelesen und mich sofort verliebt.

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In das schlichte Material — unbehandeltes Holz — und die Tatsache, dass ich endlich eine Aufbewahrung gefunden habe, in die garantiert Scrapbooking-Zubehör in den typischen Größen passt. Denn dort werden die Maße meist in Zoll (Inch) angegeben, Karten zum Beschriften etwa sind normalerweise 3×4″ oder 4×6″ groß, also etwa 7,5×10c, bzw. 10×15cm. (Unsere 10×15cm großen Fotos sind in Wahrheit auch 4×6″, also 10,1/2×15,2/3cm groß, nebenbei bemerkt.) Viele Papierblöcke sind 6×6″ groß und die großen Papiere haben das sonst ganz unübliche Format 12×12″, also etwa 30,5×30,5cm.

Und da die Unterteilungen der Kisten von Bille-Embellies eben genau für dieses Scrapbooking-Zubehör gedacht sind, gibt es dort Fächer für 3″, 4″, 6″ und 12″ breite Papiere und Journaling-Karten, wie man sie etwa bei Project Life verwendet.

Einen Dawanda-Shop gibt es auch, aber da die Macher von Bille Embellies, Sibylle Aschoff und “Herr Letterjan”, die Kisten wie meine “Life 2″-Kiste stoßweise und auf Bestellung anfertigen, habe ich mich erstmal auf eine Warteliste setzen lassen und dann nach einigen Wochen überraschend eine E-Mail erhalten, dass eine Kiste übrig sei. Für 24€ plus 6€ Versand war diese dann bald auf dem Weg zu mir und nun steht sie auf meinem Schreibtisch und möchte befüllt, verwendet und irgendwann einmal auch bemalt werden. Oder beklebt. Oder lasiert. Ich habe mich noch nicht entscheiden können, was ich mit dem guten schweren Stück echter Handarbeit Made in Germany anstellen werde.

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Jedenfalls ist sie eine wunderbare Aufbewahrung für meine Papiere und hat endlich Ordnung in meine Schnipsel und Kärtchen gebracht.

Julie 29, 2014 | In Mennofaktur, Soso | No Comments | TrackBack-URL

Soldier.

1sm

Und dann spuckt der RSS-Reader sie wieder aus ist sie wieder da. Sie, die all das schreibt, was man vielleicht auch mal hätte gedacht haben können. Aber dann doch wieder vergessen hat.

Spatzenhirnigkeit des Alltags.

Macht bratzige Poesie draus und mich traurig, oder glücklich, tiefzufrieden, und ich weiß nicht mal, wieso.

2sm

Und dann denke ich, ja, schreiben, das konnte ich mal, könnte ich mal wieder, hier so.

Und denke an die alten Zeiten, die so gut waren wie alle anderen auch, oder so mies, jetzt ist es schon besser, irgendwie. Wisst ihr noch, damals, als wir Blogger uns fühlten “wie auf Klassenfahrt”? Noch so ein Zitat, zerfallene Ehemalige, ich jedenfalls wurde auf der Klassenfahrt auch nicht mehr Teil der Klasse als sonst. Also gar nicht.

3sm

Jetzt ist es gut, ich habe Verantwortung und wenig Schlaf und einen Haufen Arbeit und lange Haare, manchmal grunzt der Mann im Schlaf und manchmal lacht er, so ist das.

Ich stehe immer zuerst auf.

Ich habe ein neues Hobby und eine Handvoll Freunde. Manchmal bin ich der glücklichste Mensch der Welt und manchmal klicke ich bei Heise aus Versehen auf einen Videolink. So ein Wahnsinn.

4sm

Dieses Blog ist so etwas wie eine Tasche, die gerade nicht mehr so recht zu meinen Outfits passt. Ich mag sie, werde sie nicht wegwerfen, schaue immer mal wieder rein und streichle sie unbemerkt, aber irgendwie …

5sm

Juliee 28, 2014 | In Soso | 2 Comments | TrackBack-URL

Mantra

“Mama, Hunde waren früher, ganz früher mal Wölfe!” (Handbewegung: “!!!”) — Seit Wochen, beinahe täglich, immer, wenn wir einem Hund begegnen. Muss also wichtig sein.

April 30, 2014 | In Soso | No Comments | TrackBack-URL

Gesehen und ausprobiert — und verändert: Mini-Stehsammler für 10×15 cm Fotos

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Neulich habe ich bei Emma einen sehr hübschen Stehsammler für Karten gesehen. Die Idee fand ich super, als ich das hübsche Ding aber nachgebaut hatte, war es mir doch zu groß und zu unpraktisch, auch weil ich nicht viele Papiere in der Größe besitze.

Das muss doch auch mit A4 oder den klassischen 12×12 Zoll (30,5 x 30,5 cm)-Papieren gehen?!

Hier ist also meine Adaption, zunächst in A4 (festes Papier ab 120g/m² bis hin zu Karton ergibt einen recht stabilen Stehsammler):

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Hier nur mit den Maßen (zum Vergrößern klicken!). Statt 2,5 cm und 11 cm kann man natürlich auch 2 cm und 11,5 cm nehmen, dann ist es schmaler und länger, allerdings muss dann der untere Rand ebenfalls auf 2 cm angepasst werden, weil der Boden ja so breit wie die Seiten sein muss.

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Hier mit den Fotoklebchen (Ich hasse hasse hasse Flüssigkleber, und ich liebe Fotoklebchen, weil sie super haltbar sind, ziemlich preiswert und keine Sauerei machen, außerdem wellen sie das Papier nicht):

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Durchgezogene Linien zeigen, wo geschnitten werden soll, gestrichelte die Falzkanten. (Tipp: Mit Falzbein und Lineal vorziehen, dann falzt es sich wie von selbst, ohne dass das Papier bricht.) Gestreifte Flächen sind Verschnitt. Die Pfeile zeigen an, welche Flächen wohin geklappt und geklebt werden. Das Loch habe ich mit einer Lochstanze ausgestanzt.

Bei der Variante hier aus einem Blatt mit 12×12 Zoll wie auch bei A4-Größe ist es wichtig zu wissen, dass ich rechts angefangen habe mit dem Messen. Der äußerste rechte Rand, später die kurze Seite*außen, hat eine Höhe von 8 cm, der Teil, der von oben heruntergeklappt wird, sollte etwas kürzer sein, 7,9 cm, damit er nicht unten aufstößt. Der äußerste linke Rand, später die kurze Seite*innen ist noch etwas kürzer, 7,9 cm und 7,8 cm, sodass er nicht über den äußeren Rand herausragt. Unterscheiden kann man ihn auch daran, dass er das Reststück ist (wie gesagt, ich habe rechts angefangen zu messen, demzufolge bleibt nur ein schmales Stück von ca. 2 cm übrig, welches eben innen versteckt werden muss.)

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Bei dem großen Papier habe ich etwa einen Zentimeter mehr zur Verfügung, also sind die Maße hier etwas anders, auch beim oberen Teil habe ich etwas verändert. Die Schrägen sehen besser aus, wenn man erst von oben klappt und dann die Dreiecksklappen drüberlegt, dann hat man dort einen glatten Abschluss. Zur Verstärkung der Konstruktion habe ich darauf geachtet, möglichst viel Papier stehen zu lassen, also bspw. den gesamten Boden, und auch oben bleibt mehr stehen, das dann herunter/nach innen geklappt werden kann. Das obige Bild ist eigentlich selbsterklärend (Klicken zum Vergrößern).

Auf diesem Foto kann man ganz gut sehen, wie die beiden kurzen Seiten aufeinandertreffen:

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Und das ist auch schon das Endergebnis.

Ich werde darin meine Fotos vor-sammeln, denn neuerdings drucke ich neue Fotos monatlich aus und füge sie, wann immer Zeit ist, in Layouts oder das Fotoalbum ein, ein Sammler dieser Größe ist aber auch prima für die 4×6-Karten aus Project Life geeignet.

(Anmerkung: Soviel Spaß Project Life auch macht, es geht mir schwer über die Lippen. Es klingt immer nach Pro Life — militante Abtreibungsgegner sind so Mittelalter — und der Mormonenhintergrund vieler Scrapbooker ist für mich, als Ex-Mormonin, naja … schwierig. Ich muss da mal ausführlich drüber schreiben, über das Mormonen-Bastelding, Memory Keeping als quasi-religiöse Pflicht der guten Hausfrau und Mutter, das dezidiert Unpolitische an der Sache, was es aber durch die mitschwingende Konservativität und Absenz vieler Faktoren, wie etwa Race, Homosexualität usw. _sehr_ politisch macht. Klar, ich liebe es, mit Papier zu basteln, und Taschen-Scrapbooking ist super, man hat vorgegebene Dokumentenhüllen, da passen Fotos und Kärtchen bestimmter Größen rein und man kann ohne Kleben und Aufwand wunderschöne Alben erstellen, aber es ist eben auch eine Blase einer bestimmten Schicht, altersmäßig, was das Einkommen angeht (ich verallgemeinere hier, klar), der Ethnizität, oft auch der Religion. Das nur kurz am Rande.)

April 28, 2014 | In Mennofaktur | 2 Comments | TrackBack-URL

Gestern

April 24, 2014 | In Soso | No Comments | TrackBack-URL

Notizbücher mit Ledereinband selbst herstellen (nach dem Prinzip von Midori Traveler’s Notebook oder X17)

Notizbücher lieben alle, oder? Und dann noch mit Ledereinband? Na!? Genau.

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Da ich im Berliner Laden von Luiban das Midori Traveler’s Notebook (MTN) käuflich erworben habe, für, äh … 45 Euro, mich aber viele letztlich nicht ganz so Notibzbuchverrückte angesprochen haben, wo es denn sowas Schönes gibt, und dann erschrocken waren über den Preis, habe ich den mir Liebsten von ihnen “so etwas” selbst gebastelt.

Das geht eigentlich ganz schnell, denn sowohl die Midori-Linie als auch ein toller deutscher Hersteller namens X17 haben für ihre Notizbuchsysteme eine sehr einfache Bauart: Satt einer herkömmlichen Bindung, Leimung, Metallklammern, Ringmechaniken oder einem Stecksystem (die Buchrückenseiten werden in den Außenumschlag geschoben und bleiben dadurch variabel einsetzbar), finden sich bei den von mir als Vorbild Gewählten elastische Ringe, die um den Buchrücken herum gehen.

Die Hülle des MTN sieht dann so aus, einmal außen, einmal innen:

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Die lose orange Schlaufe dient als Verschlußband, auf der vorderen Innenseite habe ich mir Haftnotizzettel eingeklebt, die überraschend gut halten und immer parat sind. Das MTN habe ich jetzt seit eineinhalb Jahren und es ist immer dabei.

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Beim MTN wird das elastische Halteband durch 4 Löchlein geführt, beim X17 ist es sogar noch simpler, denn das kleine X-Notes-Buch hat das Band einfach außen um den Buchrücken herumgeschlungen, wie auf den Fotos der verlinkten Seite sehr gut zu erkennen ist.

In dieses Band wird dann innen das (mittig) aufgeklappte Notizbuch eingeführt, man kann auch mehrere aneinander legen oder noch transparente Einlagen mit Einschub- oder gar Zip-Verschlußtaschen einlegen.

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Wie man sieht, haben die Original-MTN-Pockets (Refill Zipper Case) zwei Einschubfächer und ein Reißverschlußfach, Ähnliches gibt es auch für das X17, dort in A4, A5 und A6, beim unteren Bild ist es die fast-A5-Froschtasche.

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Das elastische Band als Bindungsart hat den Vorteil, daß es keine dicke Ringmechanik gibt (Hallo liebe Dani Peuss, Filofax ist ja sehr chic, aber leider unnötig teuer, dick und schwer) und man bei den Einlagen recht variabel ist. Die im Luiban-Shop erhältlichen Nachfüllhefte sind sündhaft teuer (siehe Link im ersten Absatz), aber wenn man nicht das kleine, etwa A6-große Format von X-Notes oder MTN Passport wählt, sondern, wie ich, das große MTN oder eben selbstgemachte Hüllen für A5-Einlagen selbst baut, dann sind der Bastellust beim Verzieren kaum Grenzen gesetzt, da im Prinzip entweder A4-Blätter nur gefaltet werden müssen (A5-Einlage) oder von einem A4-Blatt nur etwa 7,5/7 cm abgeschnitten werden müssen, um nach mittiger Faltung ein perfektes Einlegeheft für das MTN zu erhalten:

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Maße: |—-11cm—–Mittelfalz—–11cm—-|Schnittkante 7(,7) cm müssen weg|
Höhe: 21 cm
Maße A4: 21 cm x 29,7

Warum ich über diese beiden doch recht teuren Lederhüllen + Heft-Konzepte soviel schreibe, wenn es doch ums Selberbauen geht? Weil ich nach verschiedenen Versuchen und insgesamt 14 selbst gemachten Hüllen dieser Art gemerkt habe, daß es mir letztlich jeweils dann am besten gefallen hat, wenn ich den vorgestellten Konzepten soweit gefolgt bin, die Formatvorlagen zu übernehmen, also die Maße, sodaß ich auch einige der schwerer improvisierbaren bzw. nachzubauenden Bestandteil übernehmen konnte.

So kann ich für Eigenbauten im Format A5 die X17-Elastix übernehmen, also die elastischen Haltebänder, und außerdem noch die Froschtasche, und muß dann nur noch die Hülle und meine Einlegehefte selbst herstellen, oder, wenn ich dem MTN folge, die elastischen Bänder des Repair Kits sowie die oben gezeigte Einlegetasche.

Ich verwende in meinem MTN Monatshefte mit einer Seite pro Tag, das macht dann also 8 A4_Blätter als Grundstock (das ergibt dann 8×4=32 Seiten, also ein Monat + Notizseite oder Inhaltsverzeichnis o.Ä.), die jeweils wie oben gezeigt um 7 cm gekürzt werden, dann mittig gefaltet und dort auch zweimal mit einem Langarmhefter (gibt es u.a. bei Amazon ab etwa 13€) geheftet werden. Nimmt man als Grundpreis einer Originaleinlage auch nur 5-6€ an, dann haben sich die Anschaffung dieses Hefters sowie der Arbeitseinsatz spätestens nach 3 Einlagen gerechnet, geht man aber von den Preisen im Luiban-Shop aus …

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Die fertigen Hefte sehen dann zum Beispiel so aus:

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Das gezeigte Papier stammt aus einem Bastelpapierpacken von Tschibo, die Labels sind von Nanu-Nana. Man könnte die Ecken noch abrunden oder, empfehlenswert!, wie auf dem oberen Foto mit der Washi-Tape-Rolle, jeweils oben und unten mit einem Locher an der Stelle, wo das Elastix-Band in den Heftrücken greift, kleine Einkerbungen anbringen, damit das Heft nicht verrutscht.

Das Heft auf dem ersten Foto habe ich aus einem alten 2008er-Kalender von Bindewerk gefertigt. Weil der Buchblock innen eingeklebt war, habe ich dort die häßlichen Innenseiten mit festem Papier kaschiert, dwie auf dem Foto mit dem aufgeklappten Heft mit oranger Einlage oben zu sehen ist.

Das gleiche habe ich bei zwei Hüllen getan, die ich aus einer ewig fusselnden und abfärbenden (schweineteuren) Veloursledertasche gebaut habe. Zusätzlich habe ich dort noch eine Verschlußlasche angebracht.

Außenansicht:

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Angesichts des “wabbeligen” Ausgangsmaterials habe ich, wie hier zu sehen ist, die Löcher zusätzlich noch mit Ösen, sogenannten Eyelets, verstärkt. Dazu bohrt man erst mittels einer Lochzange (wie für Gürtel) ein Loch in das Material, um dann mit einer Ösenzange die kleinen Metallringe festzudrücken.

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Innen habe ich dann mit stinknormalem flüssigen Bastelkleber einfach Papier (hier etwa der Stärke 170/180gm2) gegengeklebt. Das hält überraschend gut und wird wirklich schön glatt:

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In Benutzung sehen meine Seiten dann schon mal so aus

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oder so

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und bieten durch die Größe von ca. 21×11, als Doppelseite 21×22 (es fehlt eben der 7,7 cm-Rand vom A4-Blatt) sehr viel Platz. Das Ersetzen der sonst störenden Ringmechanik durch das dünne Gummiband erlaubt zudem, beide Seiten bequem und ohne Platzverlust zu beschreiben, außerdem sind beide Seiten für Rechts- und Linkshänder gut zu erreichen. Bei meinen früheren Ringbüchern habe ich nämlich stets nur die rechte Seite beschreiben können.

Insgesamt also eine sehr feine Sache, die selbst für weniger Bastelgeübte dank der verlinkten “Fertigteile” leicht nachzubauen ist, denn man nehme eben nur:

ein Stück Leder der Größe A4 plus rundum ca. 1 cm Rand, also 22×31 cm für ein A5-Heft (geöffnet ergibt sich dann das Format A4) oder eben 22x(22-)24 für einen MTN-inspirierten Nachbau
elastische Schnur, die sich auf ca. 2×21 cm spannen läßt
Papier im A4-Format, das dann entweder nur gefaltet und geheftet wird oder für das MTN noch an der kurzen Seite um 7,7 cm gekürzt wird
Extra-Einlagen nach Wahl
Schnickeldi wie Sticker, Stempel, Post-Its usw.

Hier nochmal die Links:

MTN/schmales hohes Format
Luiban-Shop
Refill Zipper Case (Klarsichteinlage)
Repair Kits (Haltebänder)
X17/A5
X17.de
X-Notes-Buch mit einer Einlage
fast-A5-Froschtasche
X17-Elastix
Langarmhefter bei Amazon

Viel Spaß beim Nachbauen!

April 13, 2014 | In Mennofaktur, Soso | 1 Comment | TrackBack-URL

Aufgabenliste für Schulkinder (Free printable)

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Schwuppdiwupp sind fast 6 Jahre vorbei und das große Kind kommt bald in die Schule. Bald heißt _August_, aber jetzt schon sind bei uns Vorbereitungen im Gange, das doch recht kleine Kinderzimmer schulkindtauglich zu machen. Dafür bekommen beide (der Kleine kommt nächstes Jahr in die Schule, da statten wir sie jetzt schonmal gleichzeitig aus) ein eigenes Hochbett und darunter ebenfalls jeweils einen eigenen Schreibtisch, ein eigenes Regal, Stuhl, Lampe, Schreibtischorganizer ….

Und eine eigene Abhakliste mit den Aufgaben für den jeweiligen/nächsten Tag.

Tjaha, und weil ich eine Bastelmutti bin und das große Kind, obgleich begabt mit einem Elefantengedächtnis, stets in Angst ist etwas zu vergessen, habe ich da mal was vorbereitet:

Man nehme: Ca. 2h Zeit, ein Office-/Grafikprogramm, Drucker+Druckerpapier, Farbstifte und Dekomaterial (Brads, s.u.) nach Wahl, einen Bilderrahmen mit Glasabdeckung

Im Netz findet man durch eine einfache (Bilder)Suche mit Begriffen wie etwa “free printable” “children chore chart” verschiedene Angebote, meist von US-amerikanischen Blogs, die ausdruckbare Dateien bereitstellen. Irgendwo in den Tiefen des WWW hatte ich eine Datei gefunden (wo war das???), die auf schwarzem Grund wie an einer Tafel mit verschiedenen Schriften quasi die Vorlage für meine in Word erstellte deutsche Version bildet (es funktioniert mit eigentlich jedem Schreibprogramm, welches auch schwarze/bunte Hintergründe und die Nutzung verschiedenster Schriften erlaubt) .

Das hat dann zwar doch eine gute Stunde gedauert, war aber ganz einfach: Als erstes habe ich eine neue Datei geöffnet, die Hintergrundfarbe “schwarz” gewählt, verschiedene Schriftarten verwendet (bei mir: weiße Schrift), dann noch eine Form “Rechteck” eingesetzt, über “Grafik formatieren” daraus ein Quadrat gemacht (1,75 x 1,75 cm), dieses dann immer wieder kopiert, an den Rand und nach unten geschoben und mittels der Funktionen “rechtsbündig/horizontal ausrichten” in eine Reihe gestellt, schließlich noch gleichmäßig verteilt mit “horizontal/vertikal verteilen” und dann noch etwas herumgespielt. Die Herzen und Sternchen (”Asterisk”) sind verschiedenen Fonts entnommen, in unterschiedlichen Größen immer wieder kopiert, teilweise hochgestellt oder gefettet. Aus der fertigen Word-Datei habe ich dann die PDF-Datei erstellt, diese auf meinem S/W-Drucker auf Kraftpapier (mittelbraunes Zeichenpapier, jedes andere Druckerpapier geht aber ebenfalls) der Größe DIN A4 ausgedruckt und mich dann ans Ausmalen einzelner Abschnitte gemacht.

Und dahaaaannnn:

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kamen die Brads (Link zum Onlineshop von Dani Peuss, ich bekomme leider nichts für die Werbung) an die Reihe. Brads sind nichts anderes als die guten alten Musterbeutelklammern, die man von Post-Versandtaschen kennt, diese kleinen Metallköpfe mit je zwei Aufklapp- und Festmachschniepelchen. Davon habe ich in kontemplativer Sklavenarbeit etliche mit Nagellack bemalt, ähem, neulich aber sogar welche von Folia im Supermarkt gefunden, nämlich die herzchen- und sternförmigen.

Für die Brads habe ich einfach mit einer dicken Nadel kleine Löcher ins Papier gestochen, welches ich vorher schon auf das beim Kauf im Rahmen befindliche Einlegepapier geklebt hatte, zur Verstärkung. Hinten klappt man dann die kleinen Schwänzchen der Klammern um, das sieht so aus:

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Und nach dem Einrahmen, fix und fertig, dann so:

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(Ich habe gleich zwei gemacht, weil die beste Freundin zur Einschulung auch ein Exemplar bekommt.)

Mit einem (Folien)OH-Stift, der auf Glas wieder abwischbar ist, kann man ganz einfach die erledigten Aufgaben in den Kästchen abhaken, dabei empfiehlt es sich wahrscheinlich, einen dunklen Rahmen zu verwenden, da ein weißer evtl. schnell schmuddelig wird vom Abwischen.

Das Ganze hat mir jedenfalls sehr viel Spaß gemacht, und weil ich seit einiger Zeit gezielt in Bastel-, Lifestyle- und Scrapbookingblogs auf die Suche nach Free Printables (etwa: gratis Ausdruckbares) gehe, möchte ich hiermit neben der Anleitung etwas für euch weitergeben:

Aufgabenliste hier gratis dowloaden: PDF / MS Office 2013 DocX

März 18, 2014 | In Mennofaktur | No Comments | TrackBack-URL

Beim Toben

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Februar 1, 2014 | In Mennofaktur | No Comments | TrackBack-URL

Wenn es draußen grau ist

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pinsel ich eben Musterbeutelklammern und Reißzwecken mit Nagellack an. Später wird damit gebastelt, zum Beispiel sowas [Klick!].

Januar 30, 2014 | In Mennofaktur | 2 Comments | TrackBack-URL

LEGO-Ritterburg zum Aufklappen!

Mit Riviera-Villa-Rückseite für die Prinzessinnen! Und Zugbrücke auf der Ritterseite! Und Fahnen-Wappen-Löwenkopf-Gedöns! Und meinen heißgeliebten Mauerdetails! Yeah!

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Januar 2, 2014 | In Mennofaktur | No Comments | TrackBack-URL

Eierkuchenteig mit Kirschen als Auflauf im Ofen backen

… sagt doch fast schon alles, oder?

Kochen, Backen, Braten haben mich nie so richtig interessiert, aber manchmal kommt man also Doppelmutti doch in die Verlegenheit, selbst etwas Essbares auf den Tisch zaubern zu müssen, und nachdem in den letzten Wochen zum Seelenstreicheln wegen Mistwetter und ganztägiger Dunkelheit öfter mal etwas Süßes wie Eierkuchen, Arme Ritter oder selbstgemachte Waffeln auf den Tisch kamen, hatten wir auch diese Woche wieder Appetit auf etwas Süßes.

Das Rezept hatte ich als Palatschinken oder Kirschmichel im Gedächtnis, aber Palatschinken mit Kirschen beinhaltet wohl doch eher, dass die Eierkuchen (woanders auch Pfannkuchen genannt) vorher ausgebacken werden um dann noch einmal in den Ofen geschoben zu werden, während die Kirschmichel eher mit in Milch eingeweichtem alten Weißbrot oder Brötchen zubereitet werden.

Letztlich ähneln sich die Rezepte aber alle, und weil das, welches ich im Internet fand, für 6 Personen nicht gereicht hätte und ich nicht alle Zutaten hatte, hier meine eigene Version:

Eierkuchenteig mit Kirschen als Auflauf im Ofen
(für 6 Personen, supersimpel, Vorbereitung 5 Min., Ausbacken ca. 45-60 Min.)

400-500 g Mehl
200-300 ml Milch
250 ml Sahne (eigentlich Crème fraîche, hatte ich aber nicht und passt m.E. auch nicht so gut)
3 Eier
3-5 EL Zucker
(1 Pk. Vanillezucker)
1 Prise Salz
(1 TL Zimt)

– Die genannten Zutaten verrühren.

Butter für die Form

– Teig in die eingefettete Auflaufform geben, Kirschen (abgetropft) über den Teig verteilen, ab in den vorgeheizten Ofen, bei ca. 200°C 45-60 Minuten backen, bis der Teig “durch” ist. Wird der Auflauf sehr schnell außen zu braun, einfach mit Alufolie abdecken.

Puderzucker und/oder Vanillesoße

– Heiß servieren mit Puderzucker oder Vanillesoße.

Alle Angaben sind ungefähre Angaben. Wenn der angerührte Teig lecker schmeckt und flüssig bis zähflüssig ist, kann eigentlich nichts schiefgehen.

Fotos gibts keine. Essensfotografie gelingt mir nie, ohne dass es abstoßend aussieht. Aber lecker war es!

Dezember 19, 2013 | In Soso | No Comments | TrackBack-URL

Shrrrp, shrrrp. Bleistift spitzen will gelernt sein.

Schnell rüber zu Pricefilms@Vimeo! Los! Shh!!

Für den Hipster, für den Wu in da Clan aber: Cotton Rag, für den Besserwisser in uns allen. Wie man Bleistifte anspitzt, endlich. ausführlich. erklärt.

“You can buy everything you need for under 1000$.”

Dezember 5, 2013 | In Video | No Comments | TrackBack-URL

Und schon wieder’n paar

Tage vorbei. Hab mich doch nur mal umgedreht, und noch mal, hab geschlafen, bin zur Uni gehetzt, habe die Kinder … alles Mögliche, nachher Mutti anrufen, an der großen Arbeit weiterschreiben, Kundschaft, unsere eigene Firma bald, Businessplan und Dienstleistungspakete.

Zack, ‘ne ganze Woche nichts geschrieben.

Hab ja auch nur so Fetzen, die raus könnten, nichts Großes, hab auch selten jemanden zum Reden, außer den Kindern, die erzählen mir die Dinge, die ich ihnen neulich beigebracht habe, Dinge, die sie selbst entdecken (viel mehr ist das, als was ich__), singen Funny van Dannens Lieder vom Engel, vom Pferd, vom Blauen Vogel, vom Hochhaus, vom Herzen. Die können sie nämlich auswendig. Sogar das Unrealistische[...] Lied.

Und Queens of the Stone Age im Radio erkennen sie auch: “Das haben wir. Die rote CD.” (?!!? Oder auch: Wow, dass sie das erkennen! Immerhin hört der Kleine am liebsten Zaz. Die findet er nämlich hübsch. “Fast so hübsch wie du, Mama.” Hach.)

Na, jedenfalls, was ich eigentlich mal loswerden wollte ist nur eine kleine Beobachtung:

Ich lese viel, habe ich immer, aber früher habe ich auch viel ferngesehen. Das lief so nebenher. Jetzt ist das vorbei, jetzt heißt seit Jahren, spätestens 2006, seit wir D.S.L.-High. Speed. Internet (wuhuuu, oder so) haben. Seither befindet sich der Fernseher nicht mehr in dem Raum, in dem ich mich hauptsächlich aufhalte. Der Fernseher steht bei uns in der Küche, ein ganz kleiner, 14″, nur an, um im Videotext nach dem Wetter zu schauen (Videotext von RBB-Wetter) der im Wohnzimmer ist riesig, 34″, und nur an, wenn Formel1 läuft oder die Sendung mit der Maus. Also: Ohne mich oder nicht für mich. Tagsüber ist keine Zeit zum Fernsehen, abends sitze ich vor dem Computer im Schlaf- / Arbeitszimmer, arbeite dort (und damit), Musik im Hintergrund, lese Blogs, schaue seit Aufkommen der Online-Mediatheken dort auch Filme oder Serien, aber eher selten,

und so kam es,

dass das bewegte Bild

für mich wieder etwas Besonderes, etwas Fesselndes geworden ist.

Und wenn ich nun einen Film oder eine Serie anschaue (am Computer), dann ist das neu und aufregend und schwingt länger nach als früher, irgendwie, weil ich es einfach nicht mehr so gewohnt bin.

November 26, 2013 | In Soso | No Comments | TrackBack-URL